Berlin

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Der Titel dieses Artikels ist auch der Titel eines Quellenbuches. Dieses ist unter Berlin (Quellenbuch) zu finden.

Berlin Panorama SR5.jpg

Berlin
Überblick (Stand: 17. Juni 2078)

Landeswappen Berlin.png

Wappen von Berlin
© Pegasus Spiele
Lage: in Mitten Brandenburgs, ADL
Koordinaten:
52°31' N, 13°24' O (GM), (OSM)
Größe: Megasprawl
Fläche: 1.845 qkm
Einwohnerzahl: 6,8 Millionen
Menschen: 64%
Orks: 15%
Elfen: 8%
Zwerge: 5%
Trolle: 6%
andere: 2%
Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund: 28%
Bevölkerungsdichte:
Mittlere: 3.716 Ew/qkm
Maximale: 267.276 Ew/qkm (Berlin-Mitte)
Lokales Stadtgitter:
Netzwerk Berlin

Berlin 2073.png

Berlin ist ein Sprawl der ADL, in dem Anarchie über ein Jahrzehnt die vorherrschende „Regierungsform“ war.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Jahre des neuen Millenniums[Bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung war Berlin von 1990 bis 2023 die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, bis Regierung und Parlament um den ausufernden Ausschreitungen und täglichen gewalttätigen Demonstrationen zu entkommen nach Hannover umzogen. Während der Eurokriege stoßen 2031 die Panzerkeile der russischen Invasoren entgegen den Erwartungen nicht auf Berlin vor, sondern umgehen die Stadt im Norden. Während Brandenburg zum Schlachtfeld wird, bleibt Berlin vom Krieg verschont. Als 2033 islamistische Fanatiker während des Großen Dschihads auch in Berlin zum heiligen Krieg aufrufen, brechen erneut Unruhen in der Stadt aus, und Kreuzberg wird zum Emirat ausgerufen, das jedoch nicht all zu lange Bestand hat.

Shadowtalk Pfeil.png Auch wenn nicht wenige anno 2070 immer noch nostalgisch vom Emirat Kreuzberg reden...
Shadowtalk Pfeil.png Archiv


Das Anarchistische Berlin[Bearbeiten]

Im Jahre 2039 löste die Nacht des Zorns und der überraschend einige Widerstand der meta-freundlichen, anarchistischen und linken Gruppen stadtweite Unruhen aus, die in der Vernichtung der Berliner Sektion des Humanis Policlubs mündeten, der Jahre brauchte, um eine neue Niederlassung ihrer anti-metamenschlichen Organisation in der Stadt aufzubauen. In der Folge hielten die Unruhen allerdings an, und mündeten zusammen mit einer Studentenrevolte an der Freien Universität, die sich gegen die - nach meinung der Studenten - unfairen Prüfungszulassungsbestimmungen richtete - in einen kleinen Bürgerkrieg. Schließlich übernahm eine Koalition aus Neo-Anarchisten, Anarcho-Syndikalisten und Trotzkisten die Kontrolle über die Stadt und rief Berlin zum "Größten Experiment in der Anarchistischen Geschichte" aus. Das sog. "Letzte Gesetz" wurde verkündet, und der Berliner Rat, der künftig nur als reine Diskussionsplattform ohne jegliche legislative oder exekutive Befugnis zu dienen hatte, blieb das einzige politische Organ im anarchistischen Berlin. Steuern zu zahlen war künftig eine rein freiwillige Sache, die Polizei wurde aufgelöst und sämtlichen öffentlichen Einrichtungen privatisiert. Da es gemäß des "Letzten Gesetzes" ausdrücklich verboten war, allgemein gültige Gesetze zu erlassen, mußte jeder, der sich in seinen Rechten verletzt fühlte oder glaubte, Opfer eines Verbrechens geworden zu sein, selbst für Gerechtigkeit sorgen oder jemanden anheuern, damit der Selbstjustitz übte. Um diese Dienstleistungen effektiver erbringen zu können, bildeten die arbeitslosen Polizisten Selbstjustiz Trupps (SJTs) oder wurden professionelle Leibwächter zum Anheuern. Für seine Sicherheit war jeder mit seinen jeweiligen Chummern und Verbündeten ausschließlich selbst verantwortlich, und niemand kümmerte sich darum, Dinge wie Jugendschutz, allgemeine Schulpflicht oder Gleichbehandlungsgrundsätze durchzusetzen. Für das Machtgefüge innerhalb der Anarchie wurde der Begriff des "Status F" (Status Fluxus, abgeleitet von fließend, ständig in Bewegung) geprägt, da speziell den Anarchisten daran gelegen war, daß sich sämtliche wechselseitigen Beziehungen in permanenter Veränderung befanden, so daß keine neuen Machtstrukturen im Sinne eines Status Quo zementiert werden konnten. Jeder, der den Eindruck erweckte, soetwas wie eine stabile Machtbasis aufzubauen, galt automatisch als "Bedrohung des Status Fluxus" (kurz: BFS) und hatte alle anderen Parteien gegen sich, was niemand lange überlebte. Die sich ständig ändernden wechselseitigen Beziehungen von Policlubs, Syndikaten, Sekten, Kulte, Gangs und Konzernen funktionierten so auf eine chaotische Weise, wobei die Dienste der Informanten und Vermittler unerlässlich für jeden waren, der innerhalb des Status F irgend etwas erreichen wollte.

Da allerdings die "Absolute Freiheit" der Anarchie aber dem Einzelnen auch eine erhebliche soziale und Eigenverantwortung abverlangte, und nicht wenige das Fehlen von feststehenden Gesetzen mit "alles ist erlaubt" verwechselten, war das anarchistische Paradies Berlin in der Praxis so paradisisch nicht.

Shadowtalk Pfeil.png Viele folgtem diesem Irrglauben, dass es dort gar keine Gesetze gibt und damit alles erlaubt ist, wobei es dort schon Gesetze gab nur waren die nicht so offensichtlich.
Shadowtalk Pfeil.png Racter

Der Status F brachte so eine Menge teils (meta)menschenverachtende Auswüchse hervor, gegen die die verschiedenen Fraktionen innerhalb des im Fluß befindlichen Machtgefüges bestenfalls sporadisch vorgingen: "Sportveranstaltungen" wie der berüchtigte «Berliner Zehnkampf», bei denen regelmäßig fast alle Teilnehmer ums Leben kamen, "Freakshows" im Nachmittags-Trid-Programm, bei denen die Selbstdarsteller Leben und Gesundheit riskierten, der große Schattenmarkt, auf dem ganz offen mit lebenden und toten Menschen, gebrauchter Cyberware, Drogen, Snuff-BTLs, Waffen usw. gehandelt wurde oder kanibalistische Restaurants - es gab in Berlin kaum etwas, was es nicht gab... Auch Gangs, die ihren Rassismus hemmungslos auslebten wie die pseudo-christlichen «Kreuzritter» auf der einen und die «Horde» der Orks und Trolle auf der anderen Seite feierten in Berlin fröhlich Urstädt.

Shadowtalk Pfeil.png Tja, es ist schon erstaunlich, welche Stilblüten die Metamenschheit treibt, wenn man sie denn lässt...
Shadowtalk Pfeil.png Eismann

Der Zustand der Anarchie hatte in Berlin in dieser Form bis 2055 Bestand. Eine anarchosyndikalistische Gruppe namens „Liberty of Body and Soul" (LBS) hatte ein Bündniss mit anti-anarchistischen Gruppen gegründet und bereitete sich auf den Kampf vor. Bevor der Konflikt allerdings ausbrach, rückten Kampfgruppen der Großkonzerne (mit politischer Rückendeckung des Bundesrates - und unter dem Vorwand der Zerschlagung der Universellen Bruderschaft im Rahmen der «Aktion Zebra» von BIS und BGS und der Niederwerfung angeblicher "Hungerrevolten") in einer generalstabsmäßig geplanten und durchgeführten Militäraktion in die Stadt ein. Die LBS und ihre Verbündeten wurden dabei nahezu vollständig aufgerieben. Die Anarchos, die den logistisch und militärisch überlegenen Konzerntruppen einen erbitterten Abwehrkampf lieferten, aber ihren Widerstand nicht wirklich effektiv koordinieren konnten, wurden in den Ostteil zurückgedrängt und dort in dem kleinen Stück von Berlin, das sie mit Mühe halten konnten, letztlich eingemauert. So endete der "Anarchistischen Großversuch".

Shadowtalk Pfeil.png Der offene Krieg mit den Söldnern der Konzerne begann im Prinzip, als ein Verein der Anarchosyndikalisten mit dem schönen Namen «Liberty of Body & Soul», der sich zur echten BFS entwickelt hatte, als Werkzeug der AG Chemie enttarnt wurde... und wie es ausgegangen ist, wissen wir schließlich alle!
Shadowtalk Pfeil.png AntiFa


Berlin - erneut geteilt[Bearbeiten]

Seit dem die Konzerne mit ihren Privatarmeen die Macht über den Westteil übernommen haben, wärend sich die Neo-Anarchisten und Anarchosyndikalisten verzweifelt bemühen, den Ostteil der Stadt zu halten, hat sich alles geändert:

Konzern-(West)Berlin[Bearbeiten]

Der Westen ist in Konzernstadtteile aufgeteilt, in denen die politische Kontrolle jeweils komplett beim namensgebenden Konzern liegt.

Konzernsektoren[Bearbeiten]
Stadtteil Aztechnology-Schönewalde 
kleiner Teil des Stadtforsts und des westlichen Spandau, Aztechnology übernimmt die kompletten Sicherheitsaufgaben
Shadowtalk Pfeil.png ...und vergrault mit seinen nächtens patroullierenden Feuerelementaren nach und nach die Anwohner!
Shadowtalk Pfeil.png Magesight
Stadtteil Draco Foundation 
Teile von Potsdam inklusive der Schlösser, große Teile von Pankow
Stadtteil Ford/EMC 
ehemaliger Johannisthal-Flugplatz, Gebiet bis an die Grenze Ost-Köpenicks, Polizeiaufgaben werden (außer von Konzernsecurity) von ProSecuritas erfüllt.
Stadtteil FBV (ehem. Stadtteil IFMU
Nordbahnhof-Alexanderplatz-Potsdamerplatz-Dreieck, Sicherheit liegt in den Händen der Arkologie-eigenen Truppen der Daimler-Benz-Arkologie, nach dem Ende des Konzerns fast nahtlos in FBV-Besitz übergegangen.
Stadtteil Messerschmitt-Kawasaki 
Schönefeld inklusive des Flughafens, ging zusammen mit dem Fahrzeughersteller in den Besitz Saeder-Krupps über, Sicherheit liegt - außer beim Werkschutz der Ark - in den Händen diverser lokaler Anbieter.
Stadtteil Müller-Schlüter Infotech / Groß-Siemensstadt 
große Teile von Moabit, offene Grenze zum Stadtteil Schering/AGC, diese stellt auch die Sicherheit auf den Straßen, für die Matrix-Security hat man eigene Leute.
Die MSI-Arkologie wurde 2070 während der Ereignisse des Emergence am 12. September zum Ziel eines Anschlags durch das terroristische «Kommando Konwacht», das - mutmaßlich mit Technomancer-Unterstützung - ein Konzernflugzeug umleitete und auf Kollisionskurs mit der Ark brachte. Dabei ging der zuvor als Muster für die Gestaltung öffentlicher Grünanlagen gerühmte Arkologiepark durch herabfallende brennende Trümmer in Flammen auf und neben den 25 Passagieren und Besatzungsmitgliedern des Flugzeugs kamen 79 MSI-Mitarbeiter in der Arkologie ums Leben.
Shadowtalk Pfeil.png Der Konzern ließ die Parkanlage um die Arkologie allerdings wieder herrichten, und eröffnete sie am 20. März 2071 mit einem Festakt wieder... natürlich verbunden mit einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags und dem Hinweis, daß sie zwar wieder ansehentlich und begebar aber eben längst nicht mehr so eine Pracht wäre, wie vor dem Angriff. - Man muß seinen Sararimen ja immer wieder einhämmern, daß sie bloß nicht nachlassen dürfen, die Terroristen zu hassen...
Shadowtalk Pfeil.png Roter Oktober ...als ob dafür bei diesen gehirn-gewaschenen Datensklaven noch zusätzliche Propaganda nötig wäre!
Stadtteil Proteus 
Ost-Treptow und West-Steglitz, seit dem Auseinanderbrechen des Fuchi-Konzerns.
Shadowtalk Pfeil.png Als es Mitte 2060 meinen berühmten Vorgänger Sandmann erwischt hat, ging von hier aus ein weiterer Großangriff auf den Anarcho-Sektor im Osten der Stadt aus, weil diese Verbrecher in Schlips und Nadelstreifen die berühmte "Sandmann-Datei" im Osten vermuteten... aber damit haben sie sich gründlich vertan!
Shadowtalk Pfeil.png Sandmännchen
Shadowtalk Pfeil.png Die landete als Lebensversicherung für die Runner damals im Shadowland-Knoten Frankfurt... Drek! - April '63 war das für den Frankfurter Knoten dann das Todesurteil! - Aber an der Proteus AG und der AGC ist die Geschichte ja auch nicht spurlos vorbei gegangen...
Shadowtalk Pfeil.png Corpshark
Shadowtalk Pfeil.png Proteus-Intern hieß die Berliner Ark auf dem alten Fuchi-Gelände übrigends Megiddo... aber der Name wurde nur im inneren Kreis der Verschwörer benutzt, ehe Goldammer den Laden übernommen und umgebaut hat!
Shadowtalk Pfeil.png Sandmännchen

Unter Fuchi lag die Sicherheit auf den Straßen aus Konzern-internen Gründen per Kontrakt bei Knight Errant.

Stadtteil Renraku 
neben der Arkologie der gesamte Prenzlauer Berg, die Sicherheit auf den Straßen wird vorwiegend vom DSD garantiert, um die Matrixsicherheit kümmert sich Renrakus eigene Tochter Securitech International
Stadtteil Saeder-Krupp 
Flughafen Tempelhof und gleichnamiger Stadtteil, Polizei stellt (neben S-Ks eigener Security) z. T. der Verband der Wach- und Schließgesellschaften, für Anti-Terror-Einsätze steht ein kleines Kontingent MET2000 zur Verfügung.
Stadtteil Schering/AGC 
umfasst den Passagierflughafen Tegel, sowie weitgehend Menschenleere Gebiete der Jungfernheide und des Berliner Forsts, Sicherheit wegen der weiträumigen Freiflächen eher dünn, viele Drohnen im Verhältnis zu wenigen Wachleuten.
Shadowtalk Pfeil.png Außer an der Grenze zum Stadtteil Aztechnology... dort versuchen die AGC-Truppler der Grenzsicherung der alten DDR nachzueifern...
Shadowtalk Pfeil.png Pyramid Watcher
"freie" Sektoren[Bearbeiten]

Hinzu kommen ein paar Stadtteile ohne feste Konzernzugehörigkeit, die aber unter dem "Schutz" der Konzerne stehen.

  • Potsdam
  • Oranienburg
  • Nikolassee
  • Dahlem
  • Kreuzberg mit seinem Kreuzbasar
  • Gatow
  • Tiergarten
  • Wilmersdorf
  • Reinickendorf
Rechtslage[Bearbeiten]

Im Westen galt in Folge der neuen Machtverhältnisse praktisch ausschließlich Konzernrecht, was in den Konzernstadtteilen zu teilweise an einen Polizeistaat erinnernden Verhältnissen geführt hat. Gleichzeitig investierten die Megakons jedoch auch eine Menge Euros in die Einrichtungen, die während der Periode der Anarchie sich selbst überlassen, verkommen und verfallen waren, und eliminierten effektiv die diversen - teils menschenverachtenden - Auswüchse des "Status F". - Und 2061 gab es das heute legendäre, von MCT-Media gemeinsam mit der DeMeKo gesponserte Benefiz-Konzert "Ragnarock" für die "Opfer der Anarchie" und den Wiederaufbau Berlins.

Unteranderem wurde auch einiges in die Freie Universität Berlin gesteckt, die zu Zeiten der Anarchie berüchtigt dafür war, ihre Doktor-Diplome an der Bartheke der Uni-eigenen Kneipe zu verkaufen und die noch einige Jahre brauchen wird, um wieder zu einer angesehenen Bildungseinrichtung zu werden.

Für die - an sich sehr gut ausgebaute - Berliner U-Bahn fand sich hingegen bislang noch kein Interessent, da dort seit ihrem Ausbruch aus dem Berliner Zoo zahllose Critter - und ihre Nachkommen - hausen, und keiner der Konzerne es übernehmen wollte, sie alle wieder einzufangen. Für SIN-lose Individuen stellen die U-Bahnschächte daher einen zwar hoch riskanten aber nichts destotrotz nützlichen Weg dar, ungesehen vom anarchistischen in den Konzernsektor zu gelangen und umgekehrt.

anarchistisches (Ost)Berlin[Bearbeiten]

Der Osten ist - im Gegensatz zu den konzernbeherrschten Westsektoren - das, was nach erbitterten Rückzugsgefechten vom "Anarchistischen Großversuch" Berlin geblieben ist. Hier haben sich Neo-Anarchisten, Anarchosyndikalisten und andere Anhänger der verschiedenen anarchistischen Richtungen in einer Art Belagerungssituation und permanenter Mangelwirtschaft quasi "eingeigelt". Nach mehreren Versuchen, ihn sturmreif zu schießen oder auszuhungern, haben die Konzerne sich inzwischen offenbar entschieden, den anarchistischen Teil Berlins als gegebene Tatsache hinzunehmen. Nach der Zerschlagung von Schattenland Frankfurt zog der wichtigste deutsche Shadowland-Knoten in den anarchistischen Osten Berlins um, wobei eine Crew aus dortigen Anarchisten vom bisherigen Sysop Tell das Ruder übernahm: Antifa, Anne Archiste, Dator und Roter Korsar sowie Corpshark, der zusammen mit Konwacht aus Frankfurt gekommen war. Auch die Otaku unter Führung Mnemosynes, die 2061 die «Operation Erntedank» überstanden hatten, siedelten sich dort an. Obwohl inzwischen "geduldete" Grenzübergänge - sowohl nach Brandenburg als auch ins westliche Konzern-Berlin - existieren, können sich die Anarchisten im Osten aber auch weiterhin nie sicher fühlen.

Das zeigte sich z. B. auch wieder im Dezember 2064 in den Nachwehen des 2. Matrixcrashs, als das BIS - unter dem Vorwand, das von Winternight angerichtete Massaker an den Ostberliner Otaku zu untersuchen - den dortigen Shadowland-Knoten aushob. In der Folge verließen die überlebenden Mitglieder der Ostberliner Schattenland-Crew den anarchistischen Teil Berlins, und verstreuten sich über die ADL - auch wenn sie 2070 im «Panoptikum», dem PAN-to-PAN-System und legitimen Schattenland-Nachfolger der kabellosen WiFi-Matrix allianzweit aktiv sind.

Nach einem schweren Attentat der Sprawlguerilla am 14. April '72, das für die Konzerne (denen die verbliebenen Anarchozonen als Rückzugsraum anarchistischer, linker und generell gegen die Kons gerichteter Terroristen ohnehin ein Dorn im Auge war) das Fass zum Überlaufen brachte, erfolgte die Operation «Just Cause». Diese Erstürmung des anarchistischen Ostens forderte dank umsichtigen Vorgehens der Konzerntruppen verhältnismäßig wenige Opfer, und beendete zugleich den Status Quo der geteilten Stadt.

"Wiedervereinigtes" Berlin 2072[Bearbeiten]

Nach der Befreiung der Ostsektoren wurde der Berliner Vertrag mit der ADL von 2055 grundlegend überarbeitet und neu geregelt. Im Verlauf dieser einschneidenden Umgestaltung wurde auch Königs Wusterhausen an Brandenburg zurückgegeben, während andere, zu vor brandenburgische Teile des Berliner Umlands eingemeindet wurden. Die Zahl der Berliner Bezirke reduzierte sich im Rahmen einer Neu-Ziehung der Bezirksgrenzen auf 21. Der Konzernrat wurde als "Berliner Rat" in ein rechtsstaatliches Gremium aus Bezirksvertretern umgewandelt, während die Verwaltung der Stadt die Aufgabe der Berlin Verwaltungs AG (BERVAG) ist. Die Bezirksautonomie bzw. -autokratie stellt einen Kern der neuen Ordnung Berlins dar. So sitzen im neuen "Berliner Rat" Vertreter der exterritorialen Konzernbezirke nominell gleichberechtigt neben den demokratisch gewählten Bezirksvertretern der Freien Bezirke und den Vertretern der alternativen Bezirke, deren Regierungsformen von anarchistisch über kommunistisch bis meritokratisch reichen...

Der umstrittene Dokumentarfilm „Berliner Untergrundbewegungen“, der am 17.12.2072 in den Kinos der Allianz startete, stößt speziell unter den gemäßigten Alt-Anarchos in den Alternativen Bezirken auf wenig Begeisterung.

Shadowtalk Pfeil.png Was ja auch nicht zu erwarten war: Schließlich trägt dieses Machwerk, das - ebenso, wie die DeMeKo-Berichterstattung und die entsprechenden Trideoshows - weniger dokumentarisch als überzeichnet und reißerisch ist, vor allem anderen zur Dämonisierung des "Status F" und der Zementierung der entsprechenden Vorurteile der Pinkel gegenüber allem, was sich alternativ nennt, bei.
Shadowtalk Pfeil.png Tolstoi


Gliederung 2073[Bearbeiten]

Im Folgenden die Giederung Berlins, wie sie sich nach der erneuten "Wiedervereinigung" und der Bezirksreform darstellt:

Stadtteil Zugehörigkeit Beschreibung
Charlottenburg-Wilmersdorf alternativ
Falkensee alternativ
Friedrichshain-Kreuzberg alternativ
Gropiusstadt alternativ übelster Slum unter den alternativen Bezirken, Gang-Kriegsgebiet. Von S-Ks Konzernbezirk Tempelhof durch eine hohe Mauer und von Schönefeld durch einen Sperrgürtel getrennt. Erwähnswerte Locations: St. Melitta, multikonfessionelle Kirche und Ruhepol. Bezirksvertreter 2073: Aleksandr Sukrow (vory-finanziert).
Groß-Siemensstadt exterritorial
Köpenick alternativ
Lichtenberg alternativ
Mahrzahn-Hellersdorf alternativ
Mitte norm
Oranienburg alternativ
Pankow alternativ
Potsdam norm
Prenzlauer Berg exterritorial
Reinickendorf norm Vor der Berliner Einheit eine anarchistische Hochburg. Weitläufiger Bezirk mit überwiegend flacheren Gebäuden und vereinzelten Wohnblöcken. Teilweise noch Bausubstanz aus französischer Besatzungszeit. Bausubstanz und Infrastruktur schwer beschädigt. Kaum laufende Wiederaufbaumaßnahmen, da als nachrangig zu lohnenderen/dringenderen Sanierungsvorhaben betrachtet. Ausnahmen: Gegend um Tegeler Hafen (neue Wohnanlagen und Showrooms/Schulungsräume von Schering) und Randgebiet. Erwähnenswerte Locations: Einkaufszentrum Tegelwelt mit Schöner Leben Body Mall, Playboy 53 Musikbar, Asselkeller Bar und Schattenläufer-Treffpunkt. Bezirksvertreter 2073: Krzysztof Cezary Ronczewski.
Schönefeld norm
Schönwalde exterritorial Auch: Aztech-Schönwalde. Abgeschirmter und umfassend entmieteter bzw. verlassener Bezirk, in den erst langsam Aztechnology-Konzernbürger und Hilfsangestellte einziehen (selbst bei Abschluss aller Umsiedlungen vermutlich viel leerer Wohnraum verbleibend). Isolationistisch und geheimniskrämerisch agierend. Keine beobachtbaren Baumaßnahmen außer im Spandauer Forst (Zeltanlagen und andere leicht wieder abbaubare Installationen, z.B. mit Modulen oder Containern). Critterzucht- und Forschungsanlagen schwerpunktmäßig im Spandauer Forst gelegen. Grenzanlagen (Zäune mit geräumten Grenzstreifen und Sensorik) mit wenigen Zugangskontrollpunkten. Im Bezirk Kontrollen und passive Überwachung (Kameras, Mitarbeiter-RFID-Scanner, Passkontrollen). Erwähnenswerte Locations: Schöne Aussicht am Kontrollpunkt nach Spandau, Treffpunkt von Verschwörungstheoretikern, Hualpas Dance Palast auf Spandauer Seite hat unterirdischen Zugang nach Schönwalde.
Spandau norm
Strausberg-Fredersdorf norm
Tegel exterritorial
Tempelhof exterritorial
Zehlendorf norm

Übersichtskarte[Bearbeiten]

Berlin Übersichtskarte 2073.PNG

1 Mitte 8 Reinickendorf 15 Schönefeld
2 Prenzlauer Berg 9 Pankow 16 Zehlendorf
3 Friedrichshain-Kreuzberg 10 Lichtenberg 17 Potsdam
4 Tempelhof 11 Mahrzahn-Hellersdorf 18 Spandau
5 Charlottenburg-Wilmersdorf 12 Strausberg-Fredersdorf 19 Falkensee
6 Groß-Siemensstadt 13 Köpenick 20 Schönwalde
7 Tegel 14 Gropiusstadt 21 Oranienburg

Karte Zugehörigkeit - Konzern - Anarchie - Norm.PNG

     Alternative Bezirke

     Exterritoriale Konzernbezirke

     Normbezirke

Statistisches[Bearbeiten]

Berlin 2055

  • Einwohnerzahl: 5,7 Millionen
  • Personen mit Konzernzugehörigkeit: 27%
  • Pro-Kopf-Einkommen: 33.600 Euro pro Jahr
  • Bildung:
    • unter 12 Schuljahre: 43%
    • Abitur-Äquivalent: 17%
    • Studium-Äquivalent: 17%

Die Bevölkerung Berlins hat sich seit 2055 offenbar verringert, und gleichzeitig änderte sich auch die Bevölkerungsverteilung ganz erheblich. - Darüber, ob die 2055er Daten - die immerhin die Zentralagentur für Statistiken geliefert hatte - falsch waren, oder es zwischen 2055 und '73 tatsächlich zu derart drastischen Wanderungsbewegungen und Verschiebungen gekommen ist, streiten sich die Experten.

Shadowtalk Pfeil.png Wobei die Veränderungen sich auch durch das Ende des anarchistischen Großversuchs erklären lassen: Die Invasion der Konzernarmeen hatte natürlich einen gewissen demographische Wandel zur Folge... nicht zuletzt die Veringerung des Metamenschenanteils.
Shadowtalk Pfeil.png AntiFa
Shadowtalk Pfeil.png ...auch wenn die Konzernfaschisten oft und gerne behaupten, nicht anti-metamenschlich zu sein!
Shadowtalk Pfeil.png Wie mein Landsmann Sir Winston Churchill immer zu sagen pflegte: "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!"
Shadowtalk Pfeil.png Tommyknocker


Sport[Bearbeiten]

Berlin besaß mit den «Berlin Solids» und den «Kreuzberg Assassins» 2063 gleich zwei professionelle Urban Brawl-Teams, von denen eines sich vorübergehend in der Hand russischer Investoren aus den Reihen der Vory v Zakone befand, und mit den «Berlin Bulldogs» bis zur Einstellung der Liga auch eine Combat Biking-Mannschaft.

Shadowtalk Pfeil.png Die als «Berliner Bulldoggen» in der lokalen Amateurliga zu Beginn der '70er gerade eine Neuauflage erleben...
Shadowtalk Pfeil.png Biker Troll - Besser ist das!

Anno '72 ist mit den «Berlin Cybears» sogar noch eine dritte - professionelle Stadtkriegsmannschaft hinzugekommen, oder vierte, wenn man die unvergessenen «Cyberwölfen Berlin» zu den Profis rechnet. Die «Berlin Cybears» wurden von Messerschmitt-Kawasaki aufgebaut, und die Mannschaft wird von der Saeder-Krupp-Tochter massiv unterstützt. Wegen der systematischen Abwerbung von Spielern der drei anderen Teams (die zum Ruin der «Solids» und der «Cyberwölfe» führte) ist sie bei diesen ziemlich unbeliebt, was an ihrem sportlichen Erfolg allerdings nichts ändert.

Shadowtalk Pfeil.png 32 gewonnene Spiele in ihrer ersten Saison und «Teuton Bowl»-Gewinner '72. - Seit der Niederlage der «Cybears» gegen die Neulinge der «Stahlfalken Mannheim», die die Siegesserie beendete, besteht zwischen diesen beiden jungen Teams eine schon bösartig zu nennende Rivalität...
Shadowtalk Pfeil.png Kriegskind - Vonwegen "Bärenhunger auf Chickendöner" und so...
Shadowtalk Pfeil.png Die Stadtderbys zwischen den «Cybears» und den «Assassins» sind aber auch alles, nur keine Freundschaftsspiele...
Shadowtalk Pfeil.png Tolstoi - Der letzte Skythe

Für den Teuton-Bowl 2073 konnten sich die - mittlerweile von der BERVAG gesponserten - Amateure der «Solids» gegen die «Bavarian Bayonetts» qualifizieren, ehe sie in Runde eins gegen «Frankfurt Massaker» aus dem Pokal flogen.

Die Profifußballer des «FC Teutonia», der aus einer Fusion mehrerer Berliner Clubs entstand, spielen in der Mitteldeutschen Liga, tragen ihre Heimspiele im Olympiastadion aus, und werden seit 2068 von Müller-Schlüter Infotech gesponsert.

Der grausame «Berliner Zehnkampf» - eine Art bizarrer Stadtmarathon oder eher -triatlon, bei dem regelmäßig die Mehrheit der Teilnehmer ums Leben kam, ist dagegen mit dem Ende der Anarchie im Westteil der Stadt glücklicher Weise verschwunden. Auch das zu Status-F-Zeiten so populäre Zwergencatchen ist in den 2060ern kein Publikumsmagnet mehr, während es Drohnenkämpfe und Pitfights in illegalen Untergrundarenen nach wie vor gibt.

Shadowtalk Pfeil.png Die Hoverball-Amateure der «Infernal Ignorants», die mit Spree und Havel samt den ganzen Kanälen ja eigentlich genügend Wasserflächen zum trainieren und spielen hatten, sind gleichfalls sang- und klanglos verschwunden, auch, wenn ihre Fan-Artikel und Devotionalien noch in so mancher Destille einen Teil der Deko bilden...
Shadowtalk Pfeil.png Russian Standard Troll


Unterwelt[Bearbeiten]

Nach dem die Syndikate der organisierten Unterwelt wie italienische und russische Mafia und die zahllosen - vielfach schwerstbewaffneten und z. T. extrem soziopathischen - Gangs in den knapp 20 Jahren "Status F" im anarchistischen Berlin stets ihre Nischen im stetig wechselnden Machtgefüge gefunden hatten, änderten sich die Verhältnisse als die Konzerne '56 den Westteil der Stadt übernahmen: Einige der schlimmsten Gangs wurden aufgerieben, und andere - wie die anti-metamenschlichen, pseudochristlichen «Kreuzritter» - suchten sich außerhalb der Stadt einen neuen Turf. Von den großen Syndikaten ließen sich mit den tschechischen Grzimeks im konzern-kontrollierten Westteil und den russischen Karewitschs im anarchistischen Osten zwei Familien in Berlin nieder, die mit dieser Aufteilung recht gut koexistieren konnten. Die Karewitschs im Ostteil mischten dort massiv im Schwarzmarkt mit, und trugen so zur Versorgung des Anarcho-Sektors bei, während die Grzimeks sich - als einzige Familie in der ADL - auf Wirtschaftsverbrechen spezialisierten. Die Lage änderte sich erneut, als im Gefolge des zweiten Crashs der Shadowrunner "Damokles" den Don der Grzimeks - einen Ex-Lideri des Avoritet Pjotr Gargari - ermordete, und damit eine allianzweite Umverteilung in der organisierten Unterwelt auslöste. Der Elf Pjotr, der in seiner Haftzeit kaum gealtert war, eroberte systhematisch seine alten Territorien zurück, und zwang auch Vladimir Karewitsch, den Ostberliner Zaren in die Knie, der von ihm aufs Abstellgleis geschoben wurde. Seither steht Pjotr Gargari auch in Berlin wieder ganz an der Spitze, wobei sein Ex-Lideri Vladimir allerdings zur St. Petersburger Roten Vory übergelaufen ist, die in den Autonomen Vierteln Berlins einige Brückenköpfe bilden konnte. In der zweiten Reihe stellt Nadjeska Girkin, genannt "die Drakova", 2071 als Chefschieberin der Vory v Zakone, einen der führenden Köpfe der Russen in Berlin, während in den Anarchozonen daneben noch ein Ableger der türkischen «Grauen Wölfe» mehrere einzelne Kieze mit Gewalt und Angst kontrolliert, dealt und Schutzgeld erpresst. Allerdings haben diese sich unter Führung der im Berliner Kiez großgewordenen Türkin Semra Asena Bulut inzwischen auch in einige der Konzernstadtteile ausgebreitet, und betreiben nun den Handel mit Waffen, Hightech und Informationen. In dem sie sich die Gunst einiger der Konzerne erkaufte, und diese im Gegenzug - und zu Lasten der autonomen Gemeinschaften auf dem Kiez - mit Informationen von der Straße versorgt, hat sie sich allerdings auch den Zorn der Altanarchos und der linken Sprawlguerilla zugezogen.

Ungeachtet dessen, daß die Fraktionen der weißen und roten Vory und die türkische Maffiya mit ihren Handlangern auf Kiez-Ebene die dominanten Fraktionen in Berlins Unterwelt sind, gibt es daneben auch noch einige geschäftliche Aktivitäten der Balkan- (ehem. Jugo-) Mafia und der Yakuza in der Stadt, wozu noch Daisy Fix als Abgesandte der Likedeeler sowie als neueste Mitspieler das Technomancer-Syndikat der «Shader» kommen.

Zu den Gangs, die '73 an der Spree aktiv sind, gehören neben der orkisch-trollischen «Horde» und «Jihad B» auch die örtlichen Chapter verschiedener großer, allianzweit und darüber hinaus operierender MCs inklusive «Roadgunner Brigade», der verbotenen «Sons of Odin» und der polnischen «Wrocławsky Ułani».

Shadowtalk Pfeil.png Auf Kiez- oder Bezirksebene in den alternativen Bezirken aber auch in manchen Norm-Bezirken trifft man dagegen auf Vereinigungen wie die «Kreuzholzer», die neo-faschistischen Möchtegern-Ordnungshüter der «Falkenwehr» oder am unteren Ende der Nahrungskette die «Zähne», die «Lynar Boyz» oder die Gatower Randalekids-Clique der «Defenders», ebenso unüberschaubar in ihrer bloßen Zahl wie unbedeutend hinsichtlich ihres tatsächlichen Einflusses. - Und dazu kommen dann noch einige spezielle Gangs wie die auf Schmuggel auf dem Wasserweg spezialisierten «Spreeratten», die neo-pagane Zaubergang der «Triglawer» und die pseudo- bzw. spaß-anarchistische Matrixgang der «Hackbirds» oder die «Nemessiden», die den Diskordianern zuzurechnen sind...
Shadowtalk Pfeil.png Sozial Adepten


Locations[Bearbeiten]

Bars, Kneipen & Restaurants:[Bearbeiten]

Shopping:[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]


Quellen[Bearbeiten]

Quellenbücher zum Thema:[Bearbeiten]

Romane:[Bearbeiten]

Computerspiele[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]