Crash von 2064

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Der Zweite Matrixcrash fand am 2. November 2064 statt, und beschädigte die alte, kabelgebundene Matrix irreparabel. Wie der erste Crash wurde auch dieser durch einen Virus - den Jormungand-Wurm - und das Zusammenwirken einer Vielzahl von Faktoren ausgelöst.

Bezeichnung[Bearbeiten]

Der Crash von 2064 wird in Anlehnung an den Crash von 2029 und die übliche Nummerierung von Software-Versionen häufig auch Crash 2.0 genannt.

Vorspiel, Pläne & Ablauf[Bearbeiten]

Die Ereignisse des zweiten Crashs und das im Umfeld des Systemausfalls folgende Chaos veränderten die Sechste Welt dauerhaft.

Die Protagonisten:[Bearbeiten]

Novatech[Bearbeiten]

Novatech, der Megakon, den Richard Villiers aus seinem Drittel von Fuchi geformt hatte, kündigt seinen Börsengang an der Ostküsten-Börse von Boston in den UCAS an, da er in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt (nicht zuletzt, weil Art Dankwalther, ein Ex-Angestellter Fuchis, sein gigantisches, vom Großdrachen Dunkelzahn geerbtes Vermögen benutzt, um seine Rachephantasien gegen Richard Villiers auszuleben).

DEUS und seine Widersacher[Bearbeiten]

Deus, die größenwahnsinnige und absolut unmenschliche Künstliche Intelligenz, die für den «Renraku Arkologie Shutdown» verantwortlich war, plant den verstärkten Matrixverkehr der Ostküstenbörse zu benutzen, um seinen Quellcode in die globale Matrix heraufzuladen. So hofft Deus, künftig unabhängig von den metamenschlichen Knoten, in deren Gehirn sie ihren Quellcode nach dem Ende des Renraku Arcologie Desasters abgespeichert hatte, quasi als neuer Gott im globalen Netz zu existieren. Das dies viele Menschenleben kosten und ein heilloses Chaos stiften wird, ist Deus egal. Megaera/Morgan, die erste in der Renraku Arkologie entstandene, schwer verwundete KI und Mirage, eine weitere KI, die aus einem uralten Expertensystem aus der Zeit des ersten Crash in einem ehemaligen Host von Fuchi entstanden ist, versuchen zusammen mit dem Otakustamm Overwatch Deus größenwahnsinnigen Plan zu sabotieren und die menschenverachtende künstliche Intelligenz im Showdown auf dem virtuellen Börsenparkett zu besiegen.

Pax & Ex Pacis[Bearbeiten]

Pax, verbrecherische Otaku und ehemals Deus' erste Gefolgsfrau während der Renraku Arkologie Abschottung, will sich ebenfalls an Deus rächen, und ihren alten Meister vernichten. Sie glaubt, wenn sie die Tiefenresonanz zerstört und die komplette Matrix korrumpiert, den Schwund ihrer Otakukräfte verhindern und das globale Datennetz mit Hilfe der Dissonanz nach ihren Vorstellungen umformen zu können. Dabei wird sie von einem eigenen Otakustamm - Ex Pacis - unterstützt, welcher sich ebenfalls von der Tiefenresonanz befreien will und in der Dissonanz den Weg zur absoluten Freiheit in der Matrix sieht. Dabei kämpfen sie mit quasireligiösem Fanatismus gegen andere Otaku, die der Tiefenresonanz dienen und gegen die Agenten des Konzerngerichtshofs, die sich Grid Overwatch Division - kurz GOD - nennen. - Angesichts ihrer und Ex Pacis' deutlicher Unterlegenheit schließt Pax schließlich einen Pakt mit der apokalyptischen Terrorgruppe Winternight.

Winternight[Bearbeiten]

Winternight ist ein nordischer Endzeitkult, dessen Mitglieder an Ragnarök glauben, den Weltuntergang, wie er in der Edda (den germanischen Göttersagen) beschrieben ist. Dieser Erzählung nach gehen die nordischen Götter im Kampf gemeinsam mit ihren Feinden unter. In den verdrehten und verzerrten Glaubensvorstellungen der Mitglieder des Kultes, hatten die Götter das Schicksal betrogen, so daß Ragnarök nicht stattgefunden hatte. Daher sahen sie es als ihre Aufgabe an, diesen Weltuntergang mit Hilfe von Massenvernichtungswaffen selbst einzuleiten, damit die Welt von der Korruption und Stagnation gereinigt wieder aus der Asche neu entstehen kann.

Gegründet und angeführt wurde Winternight von einem toxischen, aesirgläubigen Schamanen, der sich Wednesday nennt, einer Technikerin, welche im ersten Crash ihre Familie verloren hatte, und die Matrix hasste - genannt Friday - und einem ehemaligen MET2000 Offizier und Berserkeradepten, der als Thursday bekannt wurde. Die Kämpfer, die u. a. mit Hilfe persönlichkeitsverändernder BTL Chips - den sogenannten «Gottchips» oder «Berserkerchips» - für den apokalyptischen Glauben gewonnen wurden, nannten sie «Einherja», die, die einst nach Wallhall eingehen werden.

Die Sekte hielt die Matrix für das Werkzeug Lokis, des großen Betrügers, und ist - nach einer Reihe von großangelegten, aber fehlgeschlagenen Attentaten (u. a. während des «Jahres des Kometen») - der festen Überzeugung, daß sie zerstört werden müsse, damit die in der Edda prophezeiten Ereignisse ihren Lauf nehmen können. Als Pax und ihre dissonanten Otaku (in Winternights Augen Lokis Stiefkinder) am 19. Dezember 2063 an sie herantraten, entsprach es genau der verdrehten, wahnsinnigen Logik der Terroristen, daß diese «Loki entfesseln und Ragnarök einleiten» würden. Dabei folgten die Fanatiker ihrer eigenen, zwar menschenverachtenden aber durchaus folgerichtigen Symbolik, um den Weltuntergang exakt so stattfinden zu lassen, wie er ihrer Auffassung nach hätte aussehen sollen.

In der Folge wurde ein Plan entworfen:

Fahrplan zur Apokalypse:[Bearbeiten]

Frimbul-Winter[Bearbeiten]

  • Der Fimbul-Winter: Aesirgläubige Toxische Schamanen und Goden beeinflussten mittels machtvoller, ritueller Magie im August 2064 das Wetter, damit der Wintereinbruch 2064/2065 besonders früh kam und extrem hart ausfällt.

Jormungand[Bearbeiten]

  • Der Jormugand-Wurm: Einer Vision (von der sie glaubte, sie sei von der Dissonanz selbst geschickt worden) folgend, begannen Pax und Ex Pacis mit der Programmierung eines Viruscodes, welcher die Tiefenresonanz und die KIs vernichten und die gesamte Matrix mit dissonantem Code überfluten sollte. Pax glaubte damit zu erreichen, dass sie und ihre dissonanten Otaku im Anschluss die digitale Welt nach ihren eigenen Wünschen formen könnten bzw. sogar das Monopol für deren Nutzung hätten. Der Wurm sollte in Form von sog. "Codeeiern" in Schlüsselhosts und Matrixsysteme implantiert werden, um von dort, überall gleichzeitig startend, global Systeme anzugreifen und maximalen Schaden anzurichten: Den Crash 2.0! Für Winternight verkörpert Jormugand den Wurm, welcher an den Wurzeln der Welt nagt und Lokis Ketten sprengt, damit dieser sich dann in der Schlacht den Götter stellen und die Apokalypse herbeirufen kann.

Surtr & Ymir[Bearbeiten]

Surtr und Ymir sollten verhindern, dass die Codeeier mit dem Wurmprogramm im Falle einer vorzeitigen Entdeckung entfernt oder entschärft werden können.

Surtr[Bearbeiten]
  • Die Horden Muspelheims bzw. Surtr: Dies ist eine Nanotechwaffe, welche ein von Winternight konvertierter Angestellter von Zeta-ImpChem gestohlen hatte, die bei den Opfern eine spontane Selbstentzündung bewirkt.
Ymir[Bearbeiten]
  • Außerdem wurden Drohnen mit dem sog. Ymir-Gift (von Winternight auch Frost und Stürme von Niflheim genannt) - einem Nervengift, das Frostbrand ähnliche Effekte bei Menschen und MetaMenschen bewirkt - in der Nähe der sabotierten Host- und Systemhardware stationiert.

Fallende Sterne[Bearbeiten]

  • Jormungand sollte dafür sorgen, dass verschiedene Satelliten ihre Steuerraketen aktivieren um in die Atmosphäre der Erde zu stürzen. Damit würde eine weitere Prophezeiung erfüllt, nämlich dass die Sterne vom Himmel fallen würden.

Letzte Schritte[Bearbeiten]

  • Ein letztes großes magisches Ritual der Schamanen und Goden an einem Ort der Macht in Uppsala sendet eine monströse Illusion nach Boston: Ein Wolfskopf erscheint, verschlingt scheinbar die Sonne und führt eine Sonnenfinsternis herbei. Dieses Erscheinen Fenrirs ist für die Aesirgläubigen das 2te Zeichen Ragnaröks und während alle entsetzt zum Himmel blicken kann Jormugand «sein Gift über die Welt verspritzen», so dass die Matrix letztlich abstürzt und es zum Systemausfall kommt...

Damit ist die letzte Schlacht nach den Vorstellungen von Winternight aber noch nicht geschlagen. Ohne daß Pax und ihre Ex Pacis Otaku davon wüssten, gibt es noch zwei weitere Stufen des Fahrplans zum Armageddon:

Operation Mjölnir[Bearbeiten]

  • Die Operation Mjölnir: Um sicherzustellen, daß die «Schöpfung Lokis» (die Matrix, Regierungen und Kons, das ganze korrupte System) auch wirklich vernichtet wird, haben die Terroristen von Winternight eine Anzahl Nuklearer Sprengköpfe auf dem Schwarzmarkt gekauft bzw. aus alten Depots gestohlen. Diese wurden mittels komplizierter (und blutiger) magischer und alchemistischer Prozesse verändert, so daß die Sprengkraft drastisch reduziert und der nukleare Fallout minimiert wird. Dafür wird der EMP, der elektromagnetische Impuls, der alle Elektronik in der Reichweite der Bombe lahmlegt oder komplett zerstört, um ein vielfaches verstärkt. In Werbezeppelinen wurden diese EMP-Bomben über Hauptstädten, Machtzentren der Konzerne und vorallem über Punkten mit wichtigen Matrixhubs und Knoten des globalen Netzes in Stellung gebracht. Der Systemausfall, wenn die Matrix und vielfach auch das Stromnetz zusammenbricht, wird die Zündung auslösen. Auf diese Weise will Winternight den erwarteten Verrat von «Lokis Sippe» (also Pax und Ex Pacis) zuvorkommen und sicherstellen, daß «Lokis Kinder» wirklich untergehen. Zusammen mit der Zivilisation der Sechsten Welt.
  • Der Rest von Winternights nuklearem Arsenal, fünf multimegatonnen Sprengköpfe, wurden schließlich in tiefen Schächten und aufgegebenen Bergwerken an kritischen Punkten der Grenzen tektonischer Platten deponiert. Sie sollen nach dem elektronischen Super-Gau detonieren, Erdbeben, Flutwellen und Vulkanausbrüche auslösen, und damit Ragnarök vollenden.

Zum Glück scheitern Winternights Pläne wenigstens teilweise.

Was tatsächlich geschah:[Bearbeiten]

Die Vorbereitungen für Ragnarök sind nicht vollständig unbemerkt geblieben, auch wenn der Konzerngerichtshof im Zürich-Orbital auf Grund interner Streitereien viel zu spät und zu zögerlich reagiert. Die Wallhalla-Basis von Winternight in der Harparadaanomalizone in Schweden wird von EuroPol und Konzerntruppen gestürmt, wobei Friday und Wednesday gefangen genommen und zum Verhör nach Rotterdam/Europort geschafft werden, während Thursday als letzten Ausweg eine Atomwaffe zündet und damit die Basis und sich selbst direkt in die Hölle sprengt. Während Wednesday in Gefangenschaft Selbstmord begeht, bricht Friday - die Technikerin - im Verhör unter der Folter zusammen und verrät den kompletten Plan - einschließlich der Standorte der EMP-Bomben und der fünf weiteren Sprengsätze...

Die einige der EMP-Bomben können entweder entschärft oder noch rechtzeitig an Orte geschleppt werden, wo sie mit weniger katastrophalen Folgen detonieren. Einige gehen allerdings hoch, und zerstören u. a. die Panama-Kanalzone, Buenos Aires und Boston. Von den Bomben an den Überlappungszonen der tektonischen Platten werden einige ebenfalls rechtzeitig von Konzerneinsatzteams (und Shadowrunnern) entschärft, die restlichen detonieren mit weit geringerer Wucht als prognostiziert, und richten nicht den erwarteten (und von den Terroristen beabsichtigten) Schaden an...

Obwohl der Weltuntergang nicht stattgefunden hatte, und die schlimmst möglichen Effekte abgewendet worden waren, bleibt das, was geschehen ist, verheerend, und die Sechste Welt wird nie wieder so sein, wie zu vor:

Der Konzerngerichtshof im Zürich-Orbital hat viel zu zögerlich und zu spät reagiert, weil die Megakonzernvertreter mit kleinlichen Streitereien beschäftigt waren. Als der Dissonanzvirus zuschlug, schottete sich die Orbitalstation schließlich von der Matrix ab, während zahlreiche Satelliten von dem Datenwurm befallen wurden, abstürzten und in der Atmosphäre verglühten... Lediglich zwei Sysops, die entgegen die Anweisungen der Execs und Konzernrichter handelten, war es zu verdanken, daß die Informationen über den genauen Plan Winternights, die Standorte der Bomben und die Nester der Codeeier Jormugands in die Shadowland-Matrix übermittelt wurden! Zahlreiche Decker der Schattengemeinschaft wie auch der Konzerne kämpften rund um den Globus gegen den Dissonanzvirus, und etliche verloren dabei ihr Leben... Zu den prominentesten Opfern zählten Captain Chaos, der Sysop von Shadowland Seattle und Tell vom ehemaligen Frankfurter Schattenlandknoten!

Saeder-Krupp zog kurzer Hand den Stecker, und nahm namentlich seine europäische Matrixinfrastruktur - durch eine Vision, die die Sehergilde Lofwyr übermittelt hatte vorgewarnt - vom Netz. Unzählige andere Systeme stürzten dagegen komplett ab, insbesondere dort, wo die Codeeier Jormungands plaziert worden waren (wozu u. a. Hamburg gehörte). Es kam zu großflächigen Stromausfällen, auf die anhaltenden Plünderungen und Aufruhr folgten. Die Verkehrsleitsysteme fielen komplett aus, und verursachten ungezählte Unfälle. Flugzeuge stürzten ab, und Hochgeschwindigkeitszüge verunglückten... Ferngesteuerte Drohnensysteme, automatisierte Fabriken und selbst Haushaltsgeräte liefen Amok. Paracritter brachen vielerorts aus (teils geheimen) Konzern-Forschungseinrichtungen und Zoos aus, als die elektronischen Sicherheitseinrichtungen versagten, und marodierten durch die Sprawls. Die zusammengebrochene Matrix hatte zudem zur Folge, daß auch die Medien nicht mehr funktionierten. Desinformation und Paranoia breiteten sich aus. Vielerorts konnte man sich noch nicht einmal mehr ausweisen, weil SINs nicht überprüft werden konnten, und Credstäbe nicht mehr das Plastik wert waren, aus dem sie gemacht sind, da die Geräte versagten, die die gespeicherten Informationen hätten lesen sollen.

Am schlimmsten waren die Folgen natürlich dort, wo die EMP-Bomben gezündet worden waren, die man nicht mehr hatte entschärfen können, etwa in Kitimat in Tsimshian, in Buenos Aires, in der Panama-Kanalzone und u. a. auch Stockholm und Boston (wo sich zusätzlich jeweils auch noch ein Jormungandnest befand). Ganz besonders verheerend fiel der Effekt in San Francisco in Folge eines mißglückten Entschärfungsversuchs aus, während die EMP-Bombe, die für Europort in den Vereinigten Niederlanden bestimmt war, über die ohnehin verstrahlte SOX geschleppt werden konnte, wo sie nicht all zu viel Schaden anrichtete (auch wenn die in den Arkologien in der Sonderrechtszone eingeschlossenen das etwas anders sahen). In jedem Falle ist die Energieversorgung in den Sprawls, wo der Elektormagnetische Puls seinen maximalen Effekt entfaltete, über Wochen oder gar Monate lahm gelegt ... und das im härtesten Winter seit Menschen bzw. MetaMenschen Gedenken! Obwohl der radioaktive Fallout sich in Grenzen gehalten hat, gab es natürlich auch viele unmittelbare Opfer. Zahlreiche Menschen sind durch den Lichtblitz der Explosionen erblindet. Die Druckwellen haben Hauseinstürze und schwere Schäden an Hochhäusern verursacht. Zusätzlich wird der Astralraum in den betroffenen Gebieten langfristig verzerrt bleiben. Die gewaltige negative Hintergrundstrahlung dürfte allen Magiern, Schamanen, Goden und sonstigen magisch Aktiven das Leben nicht eben leichter machen...!

Der Zusammenbruch der Matrix (bzw. die Abschaltung in Saeder-Krupps Einflußbereich) warf weltweit unzählige Decker gewaltsam aus dem Netz, manche starben daran, viele trugen Schäden davon. Einige wurden zu Geistern in der Maschine - und einige, die während des Crash 2.0 online gewesen waren, veränderten sich: Sie wurden zu den ersten Technomancern.

Nach dem Crash 2.0 kommt es in der Folge zu weiteren gravierenden Umbrüchen, die sowohl die Konzern- wie die politische Landschaft der Sechsten Welt nachhaltig verändern. So etwa ist Lucien Cross (CEO von Cross Applied Technologies, kurz CATCo) bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Sein Konzern verliert den AAA Status, als Ares Makrotechnologies die Gelegenheit nutzt, um über seinen Rivalen herzufallen... Natürlich gehen auch ungezählte weitere Kons unter, in Folge des Datenverlusts, der Zerstörung wichtiger Anlagen oder des Tods von unersetzlichen Mitarbeitern (etwa der F&E-Abteilung) bzw. des Eigentümers. Andere - insbesondere die Megakons - nutzen ihre Chancen, und übernehmen geschwächte und angeschlagene Konkurrenten einfach ... In verschiedenen Regionen der Sechsten Welt stürzen ungeliebte Regime, als sowohl Freiheitskämpfer als auch Opportunisten die Gelegenheit für politische und/oder militärische Coups nutzen: Dies reicht von den UCAS, wo die New Revolution mit ihrem Staatsstreich scheiterte, wobei Präsident Haeffner jedoch umkam und in Tír Tairngire der Prinzenrat gestürzt wurde, über Tsimshian wo sich Mitsuhama zurückzog und die diktatorische Regierung der Vergeltung der unterdrückten Haida überließ, bis nach Polen, wo die Rybokraten stürzten und Arabien, wo der Shedim enttarnt wurde, welcher Ibn Eisa und damit den New Islamic Jihad kontrollierte! Eine Reihe von Wahlen für nationale oder regionale Parlamente in verschiedenen Staaten, die eigentlich im November oder Dezember 2064 oder im Folgejahr 2065 hätten stattfinden sollen, mussten verschoben werden, da das Chaos nach dem Crash eine geordnete Durchführung nach demokratischen Standards unmöglich machte.

Nachdem sich weltweit der Fallout gelegt hatte - und teilweise noch ehe sich der Rauch verzog - ergriffen die Gewinner des Crash 2.0 ihre Chance: Der finnische Kon Erika und der schottische Transys-Neuronet holten ihre "Wireless Matrix Initiative" und die kabellose WiFi-Matrix aus der Schublade, um die irreperabel beschädigte, kabelgebundene, Matrix zu ersetzen. Um die vor ihnen liegende Aufgaben zu schultern, fusionierten sie zu Transys-Erika, und direkt danach im Umfeld der 2. Universellen Matrix-Konferenz in Edinburgh/Scottsprawl mit Novatech zu NeoNET, da Richard Villiers Konzern in Folge des Börsengangs über immense Vermögenswerte verfügt (und die Fertigungskapazitäten für die Hardware hat)... Neben Saeder-Krupp sind es diese Pioniere der drahtlosen Technologie, die rund um den Globus den Aufbau der neuen, Wireless Matrix übernehmen.

In der ADL[Bearbeiten]

Selbstverständlich war die ADL ebenso betroffen, wie jeder andere Teil der Sechsten Welt:

In den Plexen herrschte Chaos, und gerade der Ausfall des Grid-Guide ALI forderte zahlreiche Opfer. Eines der Code-Eier des Jormungand-Wurms hatte sich im Matrixknoten in Hamburg befunden, während sich Saeder-Krupp in Essen zuerst abschottete, um anschließend um so härter gegen Plünderer und Gangs vorzugehen. Am Ende zählte der Konzern des Drachen mit einem gewaltigen Machtzuwachs zu den eindeutigen Siegern, die sich aus dem Chaos erhoben.

Im Verlauf des Systemausfalls gab es in Sachsen einen Militärputsch durch die zuvor vom Herzog selbst gehätschelten Söldnerkompanien, Westphalen hat einen neuen Erzbischof und Pomorya - wie auch Westrhein-Luxemburg - steht vor dem Bankrott! Das Deutsche Schattenland mit seiner Zentrale im anarchistischen Teil Berlins wurde während der Nachbeben des Crashs nach der Ermordung der Berliner Otaku durch Winternight vom BIS und Konzerneinsatzkräften überraschend zerschlagen... Prominente Vertreter der deutschen Schattengemeinschaft wie Konwacht, AHAB und Reality Check wurden dabei verhaftet, andere wie Tell und Roter Korsar sind tot. - Die Schattenszene steht vor einem weitgehenden Neuaufbau, bei dem wie schon nach dem ersten Crash in den 2020ern die Schockwellenreiter eine wichtige Rolle spielen... Auf der wirtschaftlichen Bühne ist IFMU (die in Stuttgart beheimatete «Internationale Fahrzeug und Maschinenbau Union») endgültig am Ende, und wurde von Proteus, dem FBV und Saeder-Krupp unter sich aufgeteilt. Ebenso ist auch das ECC Eurotronics-Konsortium zerbrochen, und der tiefe Fall von Cross Applied Technologies vollzog sich auch in der Allianz. Viele Menschen und Metas sind aus der Mittelschicht im freien Fall abwärts gestürzt, und die Megakons nutzen die Lage natürlich ebenso zu ihrem Vorteil aus, wie Kriminelle aller Couleur. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft weiter auseinander denn je. Und gerade in Hamburg arbeiten Saeder-Krupp und die DeMeKo Hand in Hand, um den ersten voll funktionstüchtigen Prototyp der neuen, kabellosen WiFi-Matrix in einem stadtweiten Praxistest laufen zu lassen... - Schöne, neue Sechste Welt!

Quellen[Bearbeiten]

Weblink:[Bearbeiten]