San Francisco

Aus Shadowiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
San Francisco
Überblick (Stand: 2071)
Spitzname:
Tokyo West [4], Bay Tokyo, Frisco, SanFran
Koordinaten:
37°46'45.48" N, 122°25'9.12" W (GM), (OSM)
Unterwelt: :Yakuza, Triaden (Golden Flames),
Mafia (Worczeks), Seoulpa-Ringe

GeoPositionskarte Kalifornien - San Francisco.png

Seit 2036 steht San Francisco - auch Frisco oder SanFran - nun unter der Kontrolle japanischer Konzerne. Daher wird die Stadt von den Einheimischen und in den Schatten auch spöttisch als Bay-Tokyo oder Tokyo-West bezeichnet. Mitsuhama hat sich nach dem Crash von 2064 eine Machtposition in der Stadt gesichert und hält nun nach dem Fall von General Saito die Fäden in der Hand. MCT übt von hier seinen Einfluss auf den kalifornischen Freistaat aus.

Während des Crash wurde eine von Winternights Mjolnir-EMP-Bomben in der Stadt gezündet und San Franciscos Infrastruktur schwer geschädigt. Immerhin ist die Bay Area von den Erdbeben 2069 weitgehend verschont geblieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Bucht von San Francisco wurde bereits im 16ten Jahrhundert von Francis Drake entdeckt, und ab 1776 von Europäern besiedelt, wobei spanische Missionare hier eine Mission gründeten, die sie nach dem Heiligen Franz von Assisi benannten - die Keimzelle des späteren San Francisco. Die Siedlung nahm während des großen Goldrausches im Kalifornien des 19ten Jahrhunderts einen enormen Aufschwung, und entwickelte sich zur Großstadt, die um die Jahrtausendwende die viertgrößte in Kalifornien war.

Näheres zur Geschichte San Franciscos vor dem Erwachen findet sich auf der Historienseite Wikipedia.

Als 2036 die Elfen Tir Tairngires in den Norden des gerade unabhängig gewordenen California Free State einmarschierten, bat die Regierung des jungen Staates das Kaiserreich Japan um Hilfe. Was eigentlich als politisches Maneuver gedacht war, führte zum unmittelbaren Erfolg: Japan schickte das Kaiserlich-Japanische Marinekorps, das die Bucht von San Francisco besetzte, um "Leben und Eigentum japanischer Bürger und japanische Interessen" zu schützen. In der Folge waren die japanischen Megakons die wahren Herren in der Bay Area, und verdrängten mit ihrer anti-metamenschlichen Einstellung (die gemäß des Yamato Ideals damals offizielle Politik in Japan war) die Metamenschen aus Frisco selbst nach Oakland und Berkeley, die ebenfalls als Teil der Bay Area unter japanischer Kontrolle standen. Obwohl es hiergegen natürlich Widerstand gab - sowohl von den diskriminierten Metas, als auch von menschlichen Einheimischen - arrangierte sich die Mehrheit der Bürger Friscos mit der Situation und der Tatsache, daß die Stadt der Golden Gate Bridge zum «Bay Tokyo» geworden war.

Saitos Regime[Bearbeiten]

Das Jahr des Kometen brachte allerdings eine drastische Verschlimmerung: Nicht nur durch SURGE, das den Rassismus in der Stadt noch höher kochen ließ, sondern vor allem durch einen Mann: General Keiji Saito! Als die japanische Regierung nach den verheerenden Erdbeben und dem Ausbruch des Ring of Fire die japanischen Truppen rund um den Globus zurück nach Japan rief, verweigerte Saito mit einem erheblichen Teil der Kaiserlich Japanischen Marines den Abzugsbefehl. Er behauptete, japanischen Interessen weit besser dienen zu können, wenn er bliebe, und erklärte nicht nur die Bay Area sondern ganz Kalifornien zum Kaiserlich-Japanischen Protektorat. Saito errichtete in San Francisco eine faschistische, Metamenschen diskriminierende Militärdiktatur, die um ein Vielfaches schlimmer war, als alles, was die Metas unter den Japano-Kons in den Jahren zuvor hatten ertragen müssen. Obwohl er permanent mit dem Widerstand u. a. durch die Metahuman People's Army und ähnliche Bürgerrechtsgruppen kämpfen mußte, dehnte er seine Macht auf weite Teile Kaliforniens aus, was auch die Hauptstadt Sacramento und das Central Valley mit einschloss, wo sich nur Chico-Oroville - respektive die Chico Oroville Greater Metro Area (COGMA) - als unabhängige Enklave halten konnte. Silicon Valley blieb nur durch die militärische Präsenz von Ares Macrotechnology von seinen territorialen Ambitionen verschont. In der Bay Area blieben Oakland und Berkely mit ihrer People's University of Berkeley und dem Orkland Community Center Keimzellen des Widerstands. Durch General Saitos anti-metamenschliche Politik, die willkürliche Razzien, Polizeibrutalitäten aller Art, die Einrichtung von Todeslagern für widerspenstige Metas und die Schaffung von Metamenschen-Ghettos - euphemistisch "Kulturelle Zonen" genannt - mit einschloss, isolierte er Kalifornien international politisch immer mehr. Das populäre CalFree Basketball-Team der «Golden State Warriors» gehörte ebenfalls zu denen, die unter der veränderten Lage litten, da die Metamenschlichen Spieler in der traditionell sehr meta-starken Mannschaft immer weniger Spielzeit bekamen. 2063 zogen sie deshalb die Konsequenz, und beantragten in Seattle anlässlich eines Gastspiels Asyl, um sich anschließend nach neuen Teams umzusehen. Auch die vorher in Frisco verbreitete Toleranz für alternative Lebensformen - etwa bekennende Schwule und Lesben oder die aus der New Age-Bewegung entstandene Wikka-Kultur in Berkeley - waren unter Saitos Herrschaft Vergangenheit und wichen öffentlicher Diskriminierung. Gerüchte besagen, daß hinter Saito ein mächtiger, geheimnisvoller Policlub mit anti-metamenschlicher Zielsetzung stände, der in der Schattenmatrix als «Human Nation» bekannt ist.

Saitos Sturz[Bearbeiten]

Letztlich stürzte Saitos Regime nach Winternights Welt umspannenden Anschlägen 2064. Während des 2. Matrixcrashs wurde eine der in Werbezeppelinen versteckten Mjolnir-EMP-Bomben in der Stadt gezündet, nach dem ein Entschärfungsversuch durch Mitsuhamas Leute grandios gescheitert war, wodurch San Franciscos Infrastruktur schwer geschädigt wurde. Zu dieser Zeit zog auch Mitsuhama Computer Technologies mit seinem Nordamerika-HQ nach San Francisco um. MCT konnte sich trotz seines Versagens im Crash eine Machtposition in der Stadt sichern, wo der Konzern nun - nach Saitos Fall - praktisch die Fäden in der Hand hält, und von hier aus seinen Einfluss im Freistaat ausübt.

Shadowtalk Pfeil.png Man muss aber auch erwähnen, dass die Stadt in den Jahren nach Saitos Sturz wieder wesentlich metamenschenfreundlicher geworden ist. Gerade durch das Engagement von Konzernen wie Evo für Resozialisierungsprojekte in jüngster Zeit, aber auch durch die vielen Stimmen aus der Bevölkerung, die jetzt gehört werden, steigt die Akzeptanz für "uns Andere" in der Stadt rapide an.

Außerdem ist San Francisco einer der saubersten Metroplexe, die ich kenne. Die Konzerne sind recht streng mit sich in dieser Hinsicht und das Fahrverbot für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor in der Innenstadt und die öffentlich zugänglichen Cablecars tragen ihren Teil dazu bei.

Alles in allem ein recht angenehmer Ort zum Leben, wenn man sich mit der vorherrschenden japanischen Kultur abgefunden hat.
Shadowtalk Pfeil.png Daryl [7]

Immerhin ist die Bay Area von den Erdbeben der "Twins" 2069 weitgehend verschont geblieben, die die vom Pueblo Corporate Council im Jahr des Kometen annektierte Freie Stadt Los Angeles schwer zerstört und dauerhaft unter Wasser gesetzt haben.

Konzerne[Bearbeiten]

Konzernpräsenz[Bearbeiten]

Mitsuhama hat seinen Hauptsitz in San Francisco, seit es seine Operationen in Tsimshian Nation beendete. [1] Auch der Hauptsitz von Renraku America ist mittlerweile hier, nachdem der Konzern sich entschied, sich aus Seattle aufgrund der Arkologie-Krise und ihrer Folgen zumindestens öffentlich vollkommen zurückzuziehen. [2]

  • Mitsuhama Computer Technologies (Nordamerika-Hauptsitz)
  • Renraku America (Hauptsitz)

Verkehr[Bearbeiten]

Zwischen San Francisco und Seattle verkehrt eine optisch versiegelte Hochgeschwindigkeitsmagnetschwebebahn, die das Territorium von Tír Tairngire und Salish-Shidhe Council ohne Halt durchquert. Die Reisezeit beträgt etwa zwei Stunden. [3]

Profisport[Bearbeiten]

Im Profisportbereich beherbergt San Francisco unter anderem die beiden Baseballteams der «San Francisco Giants» und der «San Francisco Whales» und die Football-Cracks der «San Francisco 49ers». Auch das Basketball-Team der «Golden State Warriors» war hier zu Hause, ehe sie ab Januar 2062 unter internen Kontroversen litten, da die metamenschlichen Spieler in der traditionell sehr meta-starken Mannschaft immer weniger Spielzeit bekamen, und sie deshalb 2063 in Seattle anlässlich eines Gastspiels Asyl beantragten.

Unterwelt[Bearbeiten]

Die organisierte Unterwelt der Stadt wird mit Rückendeckung der Japano-Kons von der Yakuza dominiert, die speziell nach Saitos Machtergreifung die Worczeks - die örtliche Familie der Mafia - sowie die Triade der «Golden Flames» und die Seoulpa-Ringe nach Oakland, auf die andere Seite der Bucht verdrängt und damit praktisch zur Zusammenarbeit mit dem anti-japanischen Widerstand genötigt hat. Die Operationen der Worczeks in Frisco selbst wurden von Yaks, japanischen Konzerntruppen und Militärs zu Beginn der 2060er praktisch ausgelöscht. Der bedeutendste Yakuza-Clan in SanFran ist das Karatsa-gumi.

Die «Black Chrysanthemums» Triade schmuggelt (Meta)menschen von Hongkong nach San Francisco, wobei sie ihre übliche, extreme Missachtung von Leben und Gesundheit ihrer lebendigen Fracht an den Tag legen, die selbst unter professionellen Schleppern und Menschenschmugglern negativ heraussticht. [5]

Shadowtalk Pfeil.png ...wobei die Fragger der Aztlaner «Cocotona» gerade dabei sind, die Schwarzen Chrysanthemen in Punkto miesem Ruf nicht nur einzuholen, sondern womöglich sogar noch zu übertreffen!
Shadowtalk Pfeil.png Riser

Während des globalen Tempo-Drogenkriegs schmuggelten namentlich die elfischen Go-Ganger der «Ancients» und die ameriindianische Mafia der Koshari Tempo von Süden, aus dem vom PCC annektierten Los Angeles, nach San Francisco und versorgten die hiesigen Konsumenten mit der neuartige BAD. [6]

Quellen[Bearbeiten]

Quellenbücher:[Bearbeiten]

Romane:[Bearbeiten]

Sonstige:[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - System Failure p.107 MCT Announces Massive Pullout
^[2] - Runner Havens p.81 / Schattenstädte
^[3] - New Seattle p.16
^[4] - Wolf und Rabe (engl. "Wolf and Raven", p.8) - Roman von Michael A. Stackpole
^[5] - Runner Havens p.46 / Schattenstädte
^[6] - Ghost Cartels p.33, 115 / Geisterkartelle

^[7] - Der Shadowtalk-Beitrag stammt von Benutzer Jynx im Artikel San Francisco in der Shadowhelix, wo er wie alle Textbeiträge unter GNUFDL steht.

Weblinks[Bearbeiten]