Winternight

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Im Mai 2057 wurde auf Shadowland das erste Mal über die Terror-Organisation Winternight berichtet. Bei dieser handelt es sich um einen apokalyptischen Kult, der sich in seinen Handlungen vom Glauben an die nordischen Mythologie leiten läßt, dabei jedoch einem eigenen, verzerrten Gegenentwurf zur Edda folgt. Winternight war einer der Hauptfaktoren für den Crash 2.0.

Modus Operandi[Bearbeiten]

Mit Hilfe von so genannten, extrem suchterzeugenden "Gott"-Chips (spezielle BTL-Chips) machte sich Winternight Leute in bestimmten Schlüsselpositionen gefügig. Die Androhung von ausbleibender Versorgung war im Allgemeinen ausreichend, diese Personen unter Kontrolle zu halten. Sollte dies einmal nicht ausreichen, griff Winternight auch auf Entführung, Verstümmelung und Tötung von Freunden und Verwandten der Zielpersonen zurück. Es handelte sich hierbei um Menschen oder Metamenschen, die Zugang zu atomaren, chemischen und biologischen Kampfstoffen und Industrieabfällen hatten oder verschaffen konnten. Einer dieser Personen war Brigadegeneral Lucius Harding. Er verfasste den oben erwähnten Bericht im Shadowland-Forum, nachdem er seine Familie getötet hatte. Er war tätig beim SAD, der Special Assets Division. Diese Regierungsbehörde ist zuständig für das Aufspüren, Lagern und Vernichten von Massenvernichtungswaffen. Kontaktaufnahme mit den Zielpersonen erfolgte meistens über Drohnen-Kuriere, aber niemals über die Matrix, die Winternight mehr als alles andere hasste. Die Organisation war in Zellen strukturiert, um die Zerschlagung und Infiltrierung zu erschweren. Sie arbeitete bedarfsweise über ein System gegenseitiger, verbrecherischer Gefälligkeiten mit anderen radikalen, fanatischen und terroristischen Organisationen zusammen, wie etwa der Nationalen Aktion in der ADL, für die sie mit Giftmüll Anschläge auf renaturierte Küstenstriche der Elfennation Pomorya beging. In ähnlicher Weise paktierte sie mit Chaos- und Kali-Kulten in Indien und den Neo-Ludditen der «Weinenden Masken» in der NAN. Gerüchte sprechen sogar von Verbindungen zu dem Großdrachen Alamais, der seinen Hort in Spitzbergen/Norwegen hat, und bekanntlich Policlubs und Terrorgruppen als seine Agenten einsetzt...

Ziel der Gruppe war es hierbei, den atomaren Winter herbei zu führen, der das Ende der Welt einläuten würde. In der Nordischen Mythologie ist die Rede vom so genannten Fimbul-Winter (drei aufeinander folgende Winter). Dieser ist die Einleitung des Weltunterganges (Ragnarök), der mit dem Kampf der Götter gegen die Riesen endet. Durch Herbeiführen dieses Winters sollten die Mitglieder von Winternight mit Gottesstatus belohnt werden.

Um dieses zu erreichen, wurden anscheinend verschieden Varianten geprüft. Es gibt Anzeichen für die Entwendung verschiedener Viren, chemischer Abfälle u.ä. sowie das Bemühen, sich über die Piratenbande «The Final Message» an der Elfenbeinküste Zugriff auf natürliche Uranvorkommen zu verschaffen. Winternight ging sogar soweit, gestohlene und auf dem Schwarzmarkt gekaufte nukleare Sprengköpfe mit Orichalkum und magischen Runen zu versehen. Hierzu griff Winternight auf die Zusammenarbeit mit toxischen Schamanen der Totems Wolf (Vergifter) und Rabe (Rächer) zurück. Im Gegensatz zum Normalfall arbeiteten bei Winternight mehrere toxische Schamanen - und sowohl Rächer als auch Vergifter - zusammen in einer Zelle. Wolf und Rabe sind außerdem Symbole aus der nordischen Mythologie: Der Anführer der Asen, der nordische Götter, ist Odin, der von zwei Raben und zwei Wölfen begleitet wird.

Im Jahr des Kometen versuchte Winternight außerdem 2061 mit Hilfe der von der Proteus AG für den Sondenwettlauf gebauten Kometen-Sonde "Götterbote", den Halleyischen Kometen auf einen Kollisionskurs mit der Erde umzuleiten. Dieser Versuch scheiterte allerdings. Andere, in der Theorie entworfene Pläne, wie etwa durch großflächige, von Herbiziden ausgelöste Brände die Atmosphäre mit Qualm zu verdunkeln, und so das Äquivalent eines Nuklearen Winters herbeizuführen, wurden zwar angedacht, aber nicht in die Tat umgesetzt.

Der Crash 2.0[Bearbeiten]

Winternight spielte beim Crash im Jahre 2064 eine führende Rolle. Drei Operationen wurden in Gang gebracht:

Operation Fimbul[Bearbeiten]

(benannt nach dem Fimbul-Winter)
Mit Hilfe von Wettermagie unter Verwendung wichtiger Orte der Magie wurden mächtige Sturmgeister beschworen. Diese sollten den rauesten und härtesten Winter aller Zeiten verursachen. Neben der Symbolik wurde dieser Schritt auch zur Tarnung des zweiten Schrittes benötigt. Im Schutz der Masse der Feiernden wurde außerdem während eines Wikinger-Blots in Uppsala ein Ritual durchgeführt, bei dem eine Monster-Illusion erschaffen wurde, in der scheinbar ein riesiger Wolfskopf über Boston die Sonne verschlang. - Dieses Zeichen war - neben seiner symbolischen Bedeutung - das Startsignal für Operation Jormungand.

Operation Jormungand[Bearbeiten]

(benannt nach der Midgard-Schlange)
Für den zweiten Schritt verbündete Winternight sich mit der Otaku-Gruppe Ex Pacis, um die Matrix zu zerstören. Die Matrix wurde von den Anführern von Winternight als das Gefängnis des Gottes Loki betrachtet. Um diesen zu befreien, musste die Matrix zerstört werden. Hierzu wurde das Dissonanz-Virus von Ex Pacis und deren Anführerin Pax entwickelt und in wichtige Matrix-Hubs auf der ganzen Welt gepflanzt.

Um die Code-Eier am physischen Standort der Server zu schützen, wurden eine bei Zeta-ImpChem gestohlene Nanotech-Waffe, der die Winternight-Führung den Namen Surtr bzw. die «Horden Muspelheims» gab und das von Drohnen versprühte sogenannte Ymr-Gift - auch «Nebel und Stürme Niflheims» genannt - eingesetzt.

Bei dieser Operation wurde Winternight von Ex Pacis betrogen, da Jormungand die Matrix zwar extrem schädigte, jedoch nicht die Zerstörung sondern die Umwandlung in eine Dissonanzsenke bewirkte.

Außerdem verübten Mitglieder Winternights - ehe es soweit war - auf Bitte Pax' hin rund um den Globus Massaker an zahlreichen Otaku-Stämmen, die den dissonanten Otaku Ex Pacis' feindlich gegenüber standen, wobei u. a. mehrere von Mirages Otaku ums Leben kamen, und nicht zuletzt auch die Otaku im Osten Berlins ausgelöscht wurden, zu denen auch Mnemosyne gehörte, die eine der deutschen Schattenland-Sysops war.

Operation Mjöllnir[Bearbeiten]

(benannt nach Mjöllnir, dem Hammer des Donnergottes Thor)
Nach dem Chaos, das durch Operation Jormungand ausgelöst wurde, sollten fünfzehn nukleare Sprengsätze in wichtigen Machtzentren und Sprawls gezündet werden. Diese Sprengsätze wurden magisch modifiziert, um den größten Teil der Explosions- und Strahlungsenergie in einen elektromagnetischen Impuls (EMP) umzusetzen. Dies sollte sicherstellen, daß die letzten Reste von Loki's Ketten (die Matrix) zerstört werden.
Desweiteren wurden mehrere nukleare Sprengsätze an tektonischen Verwerfungsspalten positioniert, welche durch ihre Explosion gewaltige Erdbeben in der Umgebung verursachen sollten.

Durch die Arbeit eines EuroPol-Undercover-Agenten konnte die Heimatbasis von Winternight, genannt «Walhalla», infiltriert werden. Hierbei kamen die Anführer Winternights alle ums Leben oder wurden festgenommen. Die Operationen Fimbul und Jormungand wurden durchgeführt, während Operation Mjöllnir nur teilweise erfolgreich war. Einige Sprengsätze kamen nicht zur Detonation und andere wurden in unbewohnte Gegenden geschafft, wo sie explodierten ohne viel Schaden anzurichten. 2 der unterirdischen Sprengsätze konnten entschärft werden, während die bei ihrer Explosion weit schwächere Erdbeben auslösten als vorhergesagt.

Die «Hel»-Basis, die zweite Hauptbasis von Winternight in der Tsimshian Nation nahe Kitimat, wurde ebenfalls gestürmt, und weltweit die meisten Winternight-Schläferzellen ausgehoben, wobei jedoch einzelne Gruppen und Grüppchen - wie etwa in München - unentdeckt blieben. - Ob die überlebenden Schläferzellen noch über Massenvernichtungswaffen verfügen, ist unbekannt.

Die Nornen[Bearbeiten]

Die drei Anführer von Winternight nannten sich "Nornen". Es handlete sich hierbei um

Wednesday, ein toxischer Raben-Schamane[Bearbeiten]

Der Einäugige bediente sich neben einem Wurfspeer-Waffenfokus zweier Verbündeter Geister in Rabengestalt. Er personifizierte damit Odin. Nach seiner Verhaftung durch die Agenten Europols zusammen mit Friday beging er Selbstmord, um dem Verhör in Europort zu entgehen.

Friday, die Technikerin[Bearbeiten]

Sie entwickelte die Technologie der Sekte, wie z.B. die BTL-Chips und die Drohnen. Sie wurde ebenso wie Wednesday verhaftet, brach im Verhör der Europol-Agenten im Europort zusammen und verriet Winternights kompletten Plan. Anschließend wurde sie angeblich exekutiert. In Wahrheit wurde sie jedoch Renraku ausgeliefert, deren Mitarbeiter auch an ihrem Folterverhör beteiligt waren, und die sie in den Katakomben unter ihrer Münchner Arkologie gefangen hielten, wo sie über Jahre im Koma lag, und sich zur Technomancerin entwickelte.

Thursday, der Berseker-Adept[Bearbeiten]

Wurde unehrenhaft aus MET2000 entlassen, nachdem er mit Massakern an Kriegsgefangenen in Verbindung gebracht wurde. Trat einer norwegischen Asatru-Sekte bei, wo er auf Wednesday traf und rekrutiert wurde. Er war der Taktiker der Nornen und für die Rekrutierung und Ausbildung neuer Rekruten zuständig. Er zündete die letzte in der Walhalla-Basis des Kultes verbliebene Nuklearwaffe, nach dem die Europol-Agenten Wednesday und Friday beim Sturm auf die Einrichtung festgenommen hatten, und entzog sich so der Festnahme, wobei gleichzeitig wichtiges Beweismaterial für Winternights Pläne vernichtet wurde.


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Winternight in der Shadowhelix, wo er unter GNUFDL steht. Die Liste der Autoren kann man hier nachlesen.

Primärquellen zu Winternight bei Shadowrun sind: