London Calling (SWR)

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 Inoffiziell 

"London Calling" ist ein Thread zum Thema London für den geneigten Schatten-Touristen im "Reise"-Bereich des Schockwellenreiter-Forums, der von der Nutzerin "Macha" am 31. März 2074 eröffnet wurde.

Neben Macha trug der Horizon-nahe Runner/Konmann "Felix", der die Reihe der "Reise-Threads" begonnen hatte, den zweitgrößten Anteil an Informationen bei, während Kwang lediglich etwas zum Londoner Chapter seiner Gang, der «Chinese Deadly Dwarfs», beisteuerte. Eine Nachfrage des Nutzers "The inedible Gollum" zur Mutaqua-Problematik in London ließ den Thread schließlich ins Off-Topic abgleiten.

Thread-Transkript[Bearbeiten]

Shadowtalk Pfeil.png Thelegit Thelemsa.

Felix hat damit angefangen, und ich finde es ganz witzig, daher kommen jetzt auch von mir kleine Reisehinweise zu verschiedenen Städten der 6. Welt. Und weil das irgendwie im Thema bleiben soll, The Clash.

London ist der größte Sprawl Englands, der drittgrößte Europas und eine Stadt mit mehr Geschichte als die meisten amerikanischen Sprawls zusammengenommen. Es wurde spätestens von den Römern gegründet, auch wenn es wohl Hinweise gibt dass hier schon weit vor denen eine Siedlung war.

Auf 1600 km² um die Themse und den Hafen ballen sich hier 10 Millionen Briten, eher 11, wenn man SIN-lose, Flüchtlinge aus den Stinkfens und Touristen dazu rechnet. London ist die Hauptstadt Großbritanniens, das böse Zungen auch nur noch Britannien nennen, weil es schon im Vergleich zu früherer Größe arg geschrumpft ist. Lange Zeit ein verstaubter, verkrusteter Staat mit magofaschistischen Zügen, wurde durch den Pendragon einiges aufgeschüttelt, und durch die neue Königin (dieses Land funktioniert nur wenn es von Frauen regiert wird, Fakt) weht ein frischer Wind durchs Königreich und fegt muffige Beamte und störrische Sesselklammerer aus den Amtsstuben. Zumindest verkaufen es uns die Medien so.

In London leben alle Rassen, Nationalitäten, Konzernbürger und Schichten. Nicht nur, dass es mehrere große Metamenschencommunities (die Elfen von Primrose Hill, die Orks im Old Underground und im Squeeze) und hart Metafeindliche Kommunen gibt (vor allem in den Orbitals gibt es 'reinrassige Zonen'), es gibt auch ein Inderviertel, Chinatown, ein Pakistaner- und Afghanenviertel, eine Konzernbürgerzone, und verschiedene Enklaven anderer Einwanderer wie Russen, Ex-Iren, Amerikaner, Schotten oder Waliser. Und da das noch nicht gemischt genug ist, gibt es noch etwa 7 Millionen Besucher pro Jahr.

London kann grob in folgende Stadtteile unterteilt werden: Inner London (wiederum unterteilt in City of London, West End, West End Underplex, East End, Lambeth, Westminster und the Temple), Orbital North, Orbital West, Orbital South und SX Overspill. Die Außenbezirke sind voller Konzernenklaven, Fabriken, verschluckter aber unverdauter Trabantenstädte und Hochhausghettos. Alles in allem nichts wirklich bemerkenswertes, gesichtslos, aber gerade für festere Zugereiste deswegen interessant, aber mit langen Anfahrtwegen zu allem was spannend ist verbunden. Inner London ist der Teil wo wirklich was abgeht. In der City hausen die Konzerne, in Westminster und The Temple (ehemals der Sperrbereich des Lord Protectors) die Regierung und die Königin, der West End ist seit der Untertunnelung zu Shadowtown geworden, einem Bezirk zwischen tendy und versifft, und das East End ist nur versifft. Lambeth toppt das alles, danke auch an unsere Freunde die Konzerne und ihre Freunde, die Human Nation. Es ist immer noch eine urbane Hölle, aber Caroline möchte es zumindest besser machen. In der Ruine der BI-Arkologie in Lambeth solle s übrigens ein riesiges Ameisennest geben. Ach ja, es gibt noch die Undercity, eine Allianz unterirdischer Enklaven und Parallelgesellschaften, nicht unähnlich dem Seattler Untergrund, aber weit weniger organisiert und präsent, dafür aber ungefähr zehnmal so paranoid.

Die Anreise ist immer noch ein Alptraum, zumindest legal. Egal ob ihr mit dem Flugzeug einen der Flughäfen der Stadt anfliegt, mit dem Zug über die Euroroute und damit den wiedereröffneten Chunnel oder mit dem Auto über selbige. Es geht natürlich auch diskreter, aber das heißt, man sollte ein paar nette Nordseepiraten kennen, keine Angst vor Giftgeistern haben und gerne mal die Stinkfens sehen wollen, eine gute SIN haben und dann über Land nach London. Oder ihr kommt über den Norden, die schottischen Wildlande, und den Atlantik, da ist das Wetter besser, das Wasser weniger ätzend und die Küsten unübersichtlicher. Dafür der Weg nach London weiter, und ab und an haut etwas mies gelauntes aus dem Schleier ab und frisst ein oder zwei kleine Schiffe.

In London solltet ihr erst einmal zusehen, unterzukommen. Denn ein Klischee stimmt: hier regnet es wirklich viel. Die zerstörte und zu guten Teilen demontierte Wetterkontrollkuppel über der City sorgt da sogar noch für Kondensationsregen, eine kleine Rache an all den Konzernern da. Es regnet zwar nicht immer, aber bereitet euch drauf vor. Der Regen hier ist recht mörderisch, vor allem bei Ostwind, der die ganzen netten Dämpfe aus den Stinkfens mit sich bringt. Unterkommen könnt ihr in diversen Hotels und Pensionen unterschiedlichster Qualität. Ich persönlich rate zu den Pensionen, die kosten meist etwas weniger und sind qualitativ etwas besser als vergleichbare Hotels, dafür müssen sie aber ein bisschen im Voraus gebucht werden, und rechnet damit dass man dort eure Gesichter kennt. Eine andere Möglichkeit sind Franchise-Hotels wie Comfy Cubiciles, Westin, TripleTree oder Hilton, oder alteingesessene Häuser. Sucht euch auch den Stadtteil gut aus.

Etwas zur Mentalität der Locals: Briten sind unheimlich höfliche Menschen, solange sie nüchtern sind. Ein nüchterner Brite wird, selbst wenn ih ein 2 meter großer Wechselbalg seid, der nur aus Warzen, Tentakeln und stinkendem Schleim absonderndem Blubber besteht, weder die Fassung verlieren noch euch irgendwie deutlich merken lassen, dass ihr, nun ja, ein bisschen abstoßend für ihn seid. Aber nach 3, 4 Pints und 2, 3 Gin zeigt sich, dass im Alkohol die Wahrheit liegt, und aus dem netten Briten wird ein Hooligan, der pöbelt, aggressiv wird, und gar nichts mehr zurückhält. Da Briten sich wirklich gerne betrinken, bedeutet das meist eine Schlägerei, denn das machen sie auch gerne. Und das schließt auch weibliche Briten mit ein, die auch eine Frau nicht in Ruhe lassen, wie die meisten männlichen Hooligans das tun. Wirklich, wenn ein Haufen Twen-Ladies einen Junggesellinenabschied feiern, geht aus dem Laden. Eine Flasche ist echt unangenehm im Gesicht, egal ob sie ein Mann oder eine Frau wirft.

Und nochwas: Der lokale Dialekt. Das ist, wenn ihr Pech habt, Rhyming. Rhyming ist ein ganz spezieller Dialekt aus London und der näheren Umgebung, der Wörter durch gereimte Wörter ersetzt. Aus "alone" (alleine) wird "Pat Malone". Das spricht sich dann "I'm all pat, you coming over?" ("Ich bin allein, kommst du mich besuchen?). Das kann man natürlich mit mehr Wörtern als einem machen, und da es eins ehr fluider Diaklekt ist, hinter dem selbst Sprecher nur schwer herkommen, und der popkulturelle Einflüsse einverleibt, ermordet Rhyming die beste Linguasoft und verwirrt auch Englischsprecher oft erheblich. Da hilft nur Erfahrung. Sorry guys.

So, nun seid ihr in London, habt ein Dach über dem Kopf, und fragt euch, was jetzt.

Also, London ist eine große und kosmopolitische Stadt voller Schatten und Hinterhältigkeit, eine Stadt voller Geheimnisse und Verschwörungen. Engländer lieben Verschwörungen, je irrer desto besser, sie stehen Amerikanern in abseitigem Unsinn wie dem Glauben an ausserirdische Besucher in nichts nach, nehmen das aber leichter und nicht komplett ernst. Aber das ist die generelle Lebenseinstellung dieses Volkes (und meines), und ich schätze, wenn man so viel Drek erlebt hat, kollektiv, dann ist man einfach etwas gelassener wenn wieder einmal ein Desaster passiert. Und in dieser Stadt gibt es immer jemanden, der diskrete Leute braucht, die Dinge erledigen die zu illegal oder geheim sind um sie den eigenen Leuten anzuvertrauen. Die Schatten Londons sind tief, und mit ein bisschen gutem Willen und einer kräftigen Leber kann hier jeder Zugereiste Job und Geld finden. Gibt ein paar Besonderheiten, wie dass man besser auf die schwere Artillerie verzichtet und Morde still, leise und in Seitengassen erledigt statt per driveby mit Ex²-Munition, aber im großen und ganzen kommt man hier als Ortsfremder recht gut durch.

Natürlich kann es auch sein, dass ihr gerade Kohle habt und Spaß haben wollt. Und schon immer mal nach London wolltet. Oder dass ihr nach einem Run Dampf ablassen wollt. Dafür gibt es Nachtclubs in London. Einige Clubs habe ich schon erwähnt, hier.

Weitere gute Läden:

Club Hate ist ein Laden, der offenbar gerne eine Runnerbar wäre. Dass er das nicht ist, kompensiert er mit markigen Reklamen und markigeren Symbolen. Dennoch ist es eine der besten Metalbars der Stadt. Wer gerne seinen guten Whisky zu donnerndem Thrashcore genießt, der ist hier richtig. Besonders, wenn er kein Problem mit gelegentlichen Schlägereien hat.

Toadslab ist Das Orkrestaurant in London. Es serviert, wie alle 'authentischen Orkrestaurants', fettiges und fleischlastiges Essen, und zudem hat es einen halbwegs bekannten Zugang zur Undercity. Es ist dem Rhino in Seattle also nicht unähnlich - aber das fettige, fleischlastige Essen ist urbritisch. Von Pasties voller Steak und Bacon bis hin zu Toad in the Hole ist der Laden genauso britisch wie 'orkig'. Wer Hauer hat oder zeigen will dass er theoretisch welchen haben könnte, der ist hier richtig. Poser sind aber nicht gern gelitten. Gar nicht.

House of Scrumpy ist der Laden, wo ihr hin müsst wenn ihr der Leber einen Tritt verpassen wollt an dem sie noch eine Woche zu Kauen hat. Scrumpy ist ein 'Getränk' auf der Basis von Äpfeln, der auf der Sommerset Isle hergestellt wird und traditionell schwarz gebrannt (ähnlich wie Poitin, nur schärfer und stärker). Das Zeug behält außerdem die Süße, was es eingängiger macht. Wieder etwas, was für die die hart sein wollen ist. Eine Marke, Session's Scrumpy, wird landesweit verkauft und von BritFoods hergestellt, aber dass das Zeug je auch nur neben einem apfel synthetisiert wurde, glaube ich nicht.

The Unicorn ist eine der beliebtesten Medienbars in London, wo sich vor allem Execs der BBC und von anderen Medienfirmen (Horizon, Sol, DeMeKo) herumtreiben. Der Besitzer ist ein Elf englischer Abstammung, der so ziemlich jedem im Mediengeschäft in der City kennen soll, und das sind eine ganze Menge Leute. angeblich ein Mitarbeiter von dawkins, aber das hört man ja neuerdings von vielen.

The Lounging Lizard ist das, was man sich unter einem Societyclub vorstellt. Diskret ind en Docklands gelegen, abgeschirmt durch Magie, Matrix und alles was es sonst gibt, ist es einer der diskretesten Orte des Plex. Es ist allerdings keine Front für schreckliche, dekadente und illegale Dinge. Es ist das Hinterzimmer für Mauscheleien. Die wichtigsten Deals der Stadt werden hier besprochen, von der Regierung über die Mafia zu den Konzernen (fluides Spektrum, anyway). Wer hierher beordert wird für ein Johnsongespräch hat es geschafft. Wer einen solchen Job ablehnt hat eine gute Chance Teil der EuroRoute hoch nach Edinburgh zu werden. High stakes, high risks.

The Warehouse ist einer der wenigen Gründe, ins East End zu gehen. Es ist der einzige brauchbare Tanzschuppen in diesem Teil von Inner London. Fakt. Es zieht einen Mischmasch aus Slummerkids aus dem West End und der City und den harten Gangern aus dem East End und den Orbitals an, was eine spannende Mischung sein kann. Die Musik ist eine Mischung as Banghratech und Hindustani-Rap und Konzernpop, was ebenso reizvoll sein kann. Fast wie das U93 in Seattle, Seven Circles in Philly zu seinen besseren Zeiten, oder das Rebel in NYC.

Es gibt natürlich auch den Kram für Touris, den man sich ja durchaus auch angucken kann. Es ist ja kein schlechter Kram, wenn man sowas mag, die Führungen sind meist kompetent, und die Attraktionen sind ja keine weil sie total uninteressant sind. Da wären zu erwähnen: Tower, Buckingham Palace, Madame Tussaud's, die New City, für die mutigeren ein Ausflug in Pylon 7, einen der letzten Seitenpfeiler der verlorenen Kuppel, der noch betreten werden darf, oder eine Ripper-Tour durch das East End. Besonders letztere sind witzig, wenn man lustige Leute mag, denn die ziehen alle Arten von Freaks an. Damit meine ich keine Changelings, sondern die Sorte die mit 40 im Keller ihrer Eltern wohnt und Alufoliehelme trägt.

Und das bringt mich zum letzten, was ich an England wichtig finde, und insbesondere an London: Hier ist man wirklich tolerant gegenüber Freaks. Changelings werden vielleicht ein paar halbwegs gutmütige Bemerkungen hören, vor allem von Besoffenen, aber niemand wird euch mit der Flinte beschießen. Orks und Trolle sind in den letzten Jahren sehr viel besser akzeptiert worden, und wenn ihr einen spleenigen Lebensstil habt oder einen etwas auffälligen Kleidungsstil, ist London das, was New York angeblich vor dem Beben mal war - ein Ort, wo man einfach mit den Schultern zuckt und euch genauso höflich behandelt wie jeden anderen. Selbst Infizierte werden etwas mehr geduldet, nur Technos und KIs haben es dank der grassierenden Paranoia der Dienste in Britannien schwer. Und wenn ihr irgendwelche sexuellen Spleens habt, ist man normalerweise geneigt, wegzusehen, jedenfalls solange ihr gewisse Grenzen nicht überschreitet und/oder ausreichend wohlhabend oder mit Adelskontakten ausgestattet seid. Für harmlosere Sachen wie Homosexualität gibt es meist nicht mal mehr ein Schulterzucken.
Shadowtalk Pfeil.png Macha Imar raen. Imar semeraerth. Cirollar Draesis ti'Morel. Miriat tela li? Thiesat tekio tore li?


Shadowtalk Pfeil.png Das letzte Mal, das ich im big old London war, hat mich sage und schreibe 3 Schirme und 4 Regenmäntel an 2 Tagen gekostet - dafür bekommt man die Regenmäntel quasi an jeder Ecke. Nur wird halt erwartet, dass man die beim Betreten eines Hotels oder eines Restaurants wegschmeißt oder den Schirm in den Ständer steckt. Deshalb kleiner aber guter Rat: immer ein Paar Regenklamotten extra dabeihaben, sonst könnt ihr eure teuren Klamotten echt vergessen, weil sie sich in dem Regen auflösen. echt, der ist schlimmer als in Hamburg, und das will was heißen.

Wo wir grade Regenklamotten suchen, solltet ihr eure Schritte zur Messe lenken, denn in einer Stadt, in der es so häufig und heftig regnet wie London, ist DAS Messegeschenk schlechthin der Regenschirm oder das Regencape. Gratis, anonym und als Werbefläche genutzt fällt man bei den ganzen schwarzen Regenschirmen der Einwohner zwar etwas auf, aber wenn man noch auf dem Weg zum Hotel etwas Regenschutz nachtanken muss alles in allem ein lohnendere Weg. Und man gilt mit sowas auf jeden Fall als Tourist.

Touristen, gutes Stichwort, oder? 7 Millionen davon jedes Jahr heißt ihr seid eins von 7 Millionen fremden Gesichtern - und Briten mögen zwar höflich sein, aber sie sind von Natur aus Paranoid wie mir scheint. Kein Quadratzentimeter der Innenstadt ist nicht von Kameras überwacht und MI-5 sitzt sicher hinter der Hälfte davon, auch wenn ich das nicht verifizieren kann. MI-6 werdet ihr dagegen in London nur als gigantischen, recht schick aussehender Bürokomplex am Vauxhall Cross zu finden, denn wie jedes Kind weiß, ist MI-6 mit seiner James Blunt-Masche der Auslandsgeheimdienst, während das fürs Inland zuständige Brüderchen MI-5 im unauffälligen Thames House residiert, das eher an einen breiten Speicher am Themseufer erinnert. Secret (Intelligence) Service ist übrigends die 6, Security Service die 5, aber das kann euch auch jeder Londoner sagen, wenn ihr danach fragt. Die Geschwister sind übrigends nummeriert und das von von 1 bis 19, auch wenn nie jemand von einer Abteilung 13 und 18 gehört hat. Trotzdem erklärt das die Profilirungssucht die sich in der Film- und SimSinn-Serie um diesen einen Topagenten dreht, der Frauen ansieht und dann wie weichen Ton formt. Die meisten anderen Abteilungen treten dagegen wohl auch nicht so laut in den Medien und leise in der Realität wie die beiden Brüder 5 und 6 oder wurden wahrscheinlich vor Jahrzehnten Dichtgemacht - Wer braucht schon eine Abteilung für Russland oder Osteuropa, wenn man das dem Ausland zuschanzen kann?
Shadowtalk Pfeil.png Felix


Shadowtalk Pfeil.png Se'Seterin.

Wo wir bei Diensten sind: Nicht das vergessen, die Oversight Office Operatives, die persönliche Geheimpolizei des Premierministers (war Marchments Truppe, aber inzwischen gehört sie wohl zu PM Darch. Offiziell sind sie aufgelöst, aber die Leute auf die Straße zu schicken kann sich Britannien nicht leisten,. und will es auch gar nicht (da könnten sie ja gleich Schottland und Wales in die Freiheit entlassen). Dieser offiziell aufgelöste Dienst ist also weiterhin aktiv, wenn auch nicht mehr so drastisch wie in den späten 60ern. Das macht sie aber nur gefährlicher, denn no one expects the Oversight Office!

Und dann gibt es noch die Special Air Services, die neben ihrer Betätigung als britische Black Ops-Einheit in schlechten Actionsims auch eine Schlägertruppe der Regierung sind, die gerne im Inneren eingesetzt wird. Nein, niemand hat vergessen was ihr getan habt. Und genausowenig werden das Schotten, Waliser und die Leute des Pendragon. Angeblich wurde in Darchs Anfangstagen überlegt, the Regiment aufzulösen, aber bisher ist nichts draus geworden, und vor Gericht gebracht hat die Typen auch keiner.

Und was CCTV angeht: Das ist wie ACPS in Los Angeles, nur ohne KI und etwas älter. Genau genommen ist es viel lückenhafter, weil die Kameras und Kabel dem Regen nie gewachsen sind, und richtig dicht ist es eigentlich nur im West End Underground. In shadowtown und Chinatown ist die Abdeckung lückenhaft, weil immer die Hälfte der Cams kaputt, zerschossen, verdreht, verklebt, versprüht, gehackt oder verätzt sind, und im east End macht sich einfach keiner mehr Mühe sie auszutauschen. Und in Lambeth ... werden sie vermutlich gegessen. Oder abgeschraubt und als Kleinteile in Shadowtown verkauft. Da gibt es in den Demitechläden und auf den Märten übrigens sehr gute Überwachungstech, wenn man mit BI leben kann und weiß wen man fragen muss.
Shadowtalk Pfeil.png Macha Imar raen. Imar semeraerth. Cirollar Draesis ti'Morel. Miriat tela li? Thiesat tekio tore li?


Shadowtalk Pfeil.png Dann dürfen wir nicht vergessen wen man ursprünglich unter "Whitehall 1212" erreichen konnte nicht vergessen - das Scotland Yard, das für alles zuständig ist außer dem winzigen, Kameraverseuchten Abschnitt City of London - der hat eine eigene Polizei. Die Nummer funktioniert auch heute noch - wähl den Londoner Stadtteil und dann die 1212 an und du bekommst ein Polizeirevier. Zumindest fast überall.
Außerdem kann sich Scotland Yard damit rühmen eine der ältesten und größten Verbrecherdatenbanken zu haben, die existiert - das Home Office Large Major Enquiry System - HOLMES. Ja, der gute alte Sherlok ist nicht tot und arbeitet immernoch für Scotland Yard, wenn auch nichtmehr als Privatermittler, sondern als Regierungsagentensystem. Ich würde mich nicht wundern, wenn die so vergangenheitsbesessenen Briten das Icon ihrer HOLMES-Agenten nach dem Vorbild des Meisterdetektivs stricken. Und bei der Datenmenge und Rechenleistung die sie angeblich haben, würde eine KI in dem System nicht einmal auffallen. Das fehlt in Londons Paranoia noch: Angst vor ihrer eigenen Datenbank die nach ihrem geliebten Romanhelden heißt.
Shadowtalk Pfeil.png Felix


Shadowtalk Pfeil.png @Macha & Felix: Das klingt alles in allem so, als könnte es wirklich eine Option sein, unsere Operationsbasis ins gute alte London zu verlegen, falls uns hier in Hansecity irgendwann der Boden zu heiß werden sollte... auch, wenn ich an und für sich nicht unbedingt auf Städte mit deutlich überdurchschnittlicher TM-Paranoia und wirklich höllischem, sauren Regen stehe...

Was Eastend und Westend Overplex betrifft: wenn man dort hin will, sollte man nicht vergessen, auf die TAGs und AR-Graffitis zu achten, und möglichst rasch lernen, diese zuzuordnen. - London hat (und hatte wohl schon im 18. und 19. Jahrhundert) eine schier unüberschaubare Gang-Szene, wobei viele Banden sich entlang der einzelnen Ethnien gebildet haben: Inder, Chinesen, Vietnamesen, die Afro-karibischen Yardies, weiße, anti-irische, anti-schottische, anti-Einwanderer ... anti-what-the-f***-ever-Nationalisten... Und nur, weil die Briten ein unwahrscheinlich scharfes Waffenrecht haben, das Privatpersonen kaum erlaubt, legal eine Leichte Pistole zu haben, heißt das noch lange nicht, daß die Ganger weniger schwer bewaffnet oder weniger gewaltbereit wären, als beispielsweise in Harburg!

Nebenbei: Wenn ihr eine Gang sucht, die Euch brauchbare Ausrüstung verticken kann, Euch nicht fertig machen will, weil ihr dem falschen Metatyp oder der falschen Ethnie angehört, und die nicht zu mindestens einem Viertel aus V-Leuten des Oversight Boards besteht, versucht es bei Shan-Do Lotus Blood vom Londoner Chapter der «Chinese Deadly Dwarfs». - Er und seine Jungs bieten zudem auch mietbare Muskeln für Shadowruns, und können Euch - wie die Yardies (von denen ihr Euch lieber fernhalten solltet) und die britischen «Ancients» (die wie überall ein Elfen-only-Club sind) auch Beute der verschiedenen Nordseepiraten, die das UK anlaufen, und eine breite Auswahl an Schmuggelwaren (inklusive Waffen, Telesma, BADs und herkömmliche, chemische Hirnröster) verkaufen!
Shadowtalk Pfeil.png Kwang The VERY Korean Technomancer!


Shadowtalk Pfeil.png Kannst du deine Werbung für die egene Gang nicht zurücknehmen oder etwas besser verpacken als mit Eigenstolz? Die werden nicht die einzigen Anbieter sein und immerhin hält sich in London immer noch die eine oder andere IRA-Zelle die sicher auch gute Angebote macht - nur, dass das Feindbild nichtmehr GB ist sondern Tir'nan'Og und Elfen.
Shadowtalk Pfeil.png Felix


Shadowtalk Pfeil.png Dann sollte auch die Met nicht unerwähnt bleiben. Die London Metropolitan Police ist die Polizei Londons, die alles alltägliche erledigt. Ermittlungen wegen geringerer Verbrechen.

Während im Rest des Landes zunehmend Privatunternehmen den Ton angeben (Midland Guard, Scotsecure, Risk Minimizers PLC und das in den 40ern in Centurion aufgegangene Belltower sind da die größten Konzerne; ausländische werden fast gar nicht im Sicherheitsbereich zugelassen), ist die Met weiterhin in Staatsbesitz.

And now for something completely different: Trideo!

Trideo ist der tägliche Begleiter des Normalbriten, eine schlechte Angewohnheit, die sie von den Amerikanern absorbiert haben müssen. Trideo weckt den Normalbriten morgens mit der sonoren Stimme der Beeb, informiert ihn bei kaltem Toast und grässlichem Kaff über die Desaster der letzten 12 Stunden, bewirbt und verführt ihn auf der Fahrt im Taxi, mit Monorail, Tube oder Bussen, beplappert ihn während der Arbeit mit Konzernhymnen und -slogans, informiert ihn nochmal beim Dinner mit der Ehefrau, unterhält beide mäßig bis zur Verübung der ehelichen Pflichten und lullt ihn dann noch mit sanfter Musik in den Schlaf der Gerechten.

Die Engländer sind stolz auf ihre Trideo- und Simindustrie. Nicht ganz zu Unrecht, immerhin spielt die nach wie vor auf internationalem Level mit, eine ihrer wenigen verbliebenen Sparten in denen sie echt glänzen. Es gibt einige große Netzwerke im Land, die ihre Produkte fleißig exportieren, und kleinere, die Importe ausstrahlen. Ich biete mal eine Auswahl von Sendern, die man in Britannien so empfangen kann:

ITV ist ein unabhängiges Tideo-Netzwerk, das 16 regionale Channels hat, die fast dasselbe Programm ausstrahlen, außerdem 3 Spartenkanäle: Channels 2 und 4 und ITV London. Channels 3 und 5 waren mal ihre, wurden aber von Horizon übernommen. ITV bringt vor allem billiges, importiertes Entertainment vom Kontinent und aus Amerika, sexlastige Filmchen und Shows aus Deutschland und Spanien und gewaltlastige Shows und Filme aus Amerika. Sie haben auch eigene Formate, die ausländischen Shows nachempfunden sind. Billig, aber einigermaßen beliebt. Sie bringen zudem im Nachmittags- und Nachtprogramm schlechte Hardcorepornos, was sicher ihren Abendquoten gut tut.

Die BBC wird immer noch zu Teilen von der Regierung finanziert, auch wenn sie den Großteil ihres Budgets selbst aufbringen mit dem Verkauf und der Lizenzierung ihrer Formate in alle Welt, sowie Merchandising zu diesen Formaten. Das sind vor allem hochqualitative Dokus und elegante Kostümdramen, was sich durchaus von der Konkurrenz im Mediengeschäft abhebt. Sie haben 3 Channels: BBC News, ein 24-h-Newssender, hebt sich von einigen Konkurenzsendern vor allem auf dem Kontinent durch bekleidete Anchors und relativ seriöse Berichterstattung ab (sie sind regierungsgebunden, aber das weiss ja jeder). BBC London bringt die Entertainmentsachen der gehobeneren Klasse und teils auch gute Comedians und Shows, und Chancellery Net ist schlicht der Verkündungskanal der Regierungsorgane.

Common Denominator Channel ist das Tentakel unseres liebsten Medienkraken in Großbritannien. Entstanden aus MTV, StyleNet (RIP Westwood Underground Show) und Channels 3 und 5 von ITV, ist es vor allem ein Outlet für Horizons Botschaften, Politik und Shows und Mode. Stylenet ist ein dezidierter Modechannel, der auch einiges an Kunst- und Experimentalprogrammen hat, sowie ein recht beliebtes Kinderprogramm. Das hat sich seit der Übernahme gen amerikanischem Massengeschmack verschoben, ist aber weiterhin beliebt. Außerdem haben sie UnionNet gestartet, einen Kanal, den sie nicht nur in Britannien, sondern auch in ihren anderen Kanälen weltweit gezeigt wird, und in dem sie Einheimische promoten, die Pathfinder unter Vertrag genommen hat. MTV schließlich ist ein uraltes Netzwerk gewesen, einst der erste Musiksender, und seine Top Ten sind immer noch DER Maßstab in der Musikbranche. Sie senden heute aber ausschließlich Mainstreammusik. Mit Channel 23 NewsNett™ ist auch die Hauseigene Newsmarke vertreten.

Und das letzte nennenswerte landesweite Netzwerk ist OzNet, das einem australischen Konsortium gehört und sich auf die unterste Entertainmentschublade spezialisiert hat, sowie Billigkram wie MeFeed-Programme, billige recyclete Serien und Comedyshows, und Musikkanäle in verschiedenen Sparten.

Nennswerte kleine Kanäle sind noch:

Channel Seven, die immer noch davon zehren, dass sie 48 Project 42-20, die Eugenikexperimente in Lambeth, aufgedeckt haben. Medicine Bag ist weiterhin eine der bekannteren unabhängigen investuigativen Dokureihen, aber geht nach und nach den Bach runter.

Radio Wales, ein lokaler Radio- und Matrixsender aus Wales, der mehr oder weniger das Sprachrohr der dortigen Elfen ist.

Was Schwarzmarktware angeht, gibt es in London viele Optionen, von den Tongs in Chinatown über Vory und ein paar Ableger der amerikanischen und spanischen Mafia bis hin zu humanisnahen Gruppen wie der INLA (Felix, die meintest du, das ist die größere der beiden wichtigen).
Shadowtalk Pfeil.png Macha Imar raen. Imar semeraerth. Cirollar Draesis ti'Morel. Miriat tela li? Thiesat tekio tore li?


Shadowtalk Pfeil.png @Felix: Sei doch bitte nich' gleich beleidigt. - Ist ja schließlich nur 'n unverbindlicher Vorschlag, wenn jemand in London 'ne Gang sucht, mit der er den einen oder anderen Deal abwickeln kann.

Selbstverständlich sind die Londoner «Dwarfs» nicht die einzigen, mit denen man im Westend Overplex Geschäfte machen kann... vermutlich noch nicht mal eine der größten dortigen Gangs... Das würde ich nie behaupten! - Kein Ding, wenn Du, Macha oder wer auch sonst das hier liest, sich lieber andere Geschäftspartner suchen möchte! Ich wollte lediglich auf meine Londoner Gang-Chummer als eine mögliche Connection für die genannten Waren und Dienstleistungen verweisen, wobei ich dazu steh', daß die «Dwarfs» - in der Regel - einigermaßen fair spielen und zumindest nicht ausgeprägt rassistisch sind, wie manche andere Gangs. - Und meine Kumpels verlangen von neuen Geschäftspartnern auch nicht, daß die sich erst mal zusammenschlagen lassen, um sich als geschäftswürdig zu erweisen, wie das bei den Yardies gelegentlich praktiziert wird...

Und was die IRA und andere Anti-Tír-Terrorzellen angeht... sicher gibts die nach wie vor im Smoke. - Muss halt bloß jeder selber wissen, ob er sich nun ausgerechnet gerade mit denen einlassen will. - Könnte mir vorstellen, daß Macha zum Beispiel mit Leuten, die Anti-Tír und Anti-Elfen als ihr politisches Programm betrachten, vielleicht nicht so gerne Geschäfte machen würde.

< bearbeitet 31.03.2074, 16:40 MESZ >

@Macha: Mafia? ... Das die Lobatchevskis ihre gierigen, skandinavisch/russischen Finger auf die Insel ausstrecken, war mir geläufig und die Triaden (im UK immer noch konsequent "Tongs" genannt) haben dort als mit Abstand größtes (und brutalstes) Syndikat vielleicht ihre stärkste Präsenz außerhalb der chinesischen Splitterstaaten. - Aber die Familien der Cosa Nostra waren in England doch noch nie groß im Geschäft... ebenso wenig wie, oder sogar noch weniger, als die von den Japano-Kons mitgebrachte Yakuza. - Oder sollte sich das seit dem Fall des Lord Protectors geändert haben?

Was Deinen Trideo-Guide angeht: Nett und informativ... auch, wenn mich das, was Du über die Sender schreibst, jetzt nicht gerade verleitet, britische Trid-Feeds scannen zu wollen. - Gut, außer die Kulturprogramme von der BBC oder ne investigative Doku von Channel Seven vielleicht... oder gelegentlich mal ne Sportübertragung aussem Mutterland des Fußballs!
Shadowtalk Pfeil.png Kwang The VERY Korean Technomancer!


Shadowtalk Pfeil.png Dia duit.

Kwang schrieb:

Könnte mir vorstellen, daß Macha zum Beispiel mit Leuten, die Anti-Tír und Anti-Elfen als ihr politisches Programm betrachten, vielleicht nicht so gerne Geschäfte machen würde.

Eher nicht, nein.

Hier mal eine Auswahl der Gangs of London. Das ist keineswegs eine komplette Liste, eher ein Querschnitt.

Black Death ist das Revival einer besonders üblen Londoner Straßengang - eine Truppe psychotischer Killer, die in den Tod verliebt sind. Ihr Anführer nannte sich Marburg, nach dem hemorrhagischen Fieber. Black Death folterten gerne wahllos ausgewählte Opfer zu Tode, indem sie sie häuteten und anderweitig quälten. Ein Erkennungsmerkmal der Gang ist transparente Kunsthaut.

Die Blind Boys sind eine Straßenräubergang aus dem East End, rassisch gemischt, aber fast alles Inder.

Die Brothers in Rythm sind eine Gang aus Central London und schwarz, aber rassisch gemischt. Sie sind in einer allianz mit den Yardies.

Die Cutters haben nichts mit den Nordamerikanern gleichen Namens zu tun, sondern mit ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung. Diese Gang aus West London ist eine der verrückteren und brutalsten, eine rassistische Norm-Only-Gang, die alle Metamenschen hasst, inklusive Verbindungen zu entsprechenden Policlubs und Terrororganisationen.

Die Eagle Star Renegades sind aus South London, New Cross. Kontrollieren den Schwarzmarkt auf ihrem Turf, und handeln vor allem mit BTLs. Eine Gang mit einigen kompetenten Hackern, sonst friedlich solange man sich bei ihnen nicht breit macht. Gemischtrassig.

Die Fleshmen sind eine in London operierende Bande von Organsammlern, die Staßenkinder und anderes Treibgut sowe die Toten des Tages im East End ‘ernten’ und die Organe verticken, vermutlich an Amsterdam. Vor allem Trolle.

Die Harry Hooks sind eine dieser Gangs mit einem historischen Tick. Die findet man in East London, um das Shoreditch Center. Ihr Tick ist Dickens, und außerdem stehen sie auf psychotrope Drogen und scharfe Messer. Üble Typen, und vor allem Norms und Orks.

Die Iron Horse Sioux sind eine ledertragende Bikercrew, die die Londoner Docklands unsicher machen. Die übelste Gang der Gegend, imitieren den Indianerlebensstil Nordamerikas, wie man ihn in Tridserien kennt. Gemischtrassig.

Die Lambeth Martyrs sind ein Zusammenschluss aus mehreren Gangs aus dem Squeeze, die sich an der Welt für die medizinischen Experimente von Adams-Hoffman, unter dessen Nachwirkungen sie immer noch leiden, rächen wollen. Dabei sind die New Cross Surfers (handeln vor allem mit BTLs), die Squeeze City Crew (Straßenkinder), The Rush (mehr Beetle-Dealer), The Key and the Gate (Dealer und Thriller) und die Third World Babies (mehr Straßenkinder, vor allem Metas). Der dichste Fisch der Allians sind die Walking Wounded, die in South London, Brixton und New Cross aktiv sind. Sie kontrollieren den Schwarzmarkt auf ihrem Turf, handeln mit allem und sind sich auch für Erpressung und gelegentliche Überfälle nicht zu schade. Sie haben ein Chapter in Philly, übrigens, aber das sind angeblich echte Lappen.

Die Lions of Judah aus West London sind eine afroethnische Gang und ebenfalls Verbündete der Yardies.

Die Nightwraiths aus West London sind eine der verrückteren und brutalsten Gangs der Stadt. Mehr rassistische Norms und Verbindungen zu entsprechenden Policlubs.

Die Plexrats sind eine Gang, die den West End Underplex als Turf beansprucht und vor allem vom Ladendiebstahl lebt. Sie werden da nicht unbedingt geduldet, aber kennen die Servicekanäle besser als jeder Servicearbeiter oder Wachmann.

Die Ratskinks sind eine der größeren Gangs des Londoner Untergrunds, hauptsächlich Straßenkinder aus dem East End, die ausgesetzt wurden und überlebt haben. Die Clanführer sind mit knapp 20 ‚alte Männer‘. Ihr Boss nennt sich King Rat. Sie sind mit den Untergrundorks alliiert und gelten als beeindruckende Kämpfer und clevere Diebe.

The Leaf Gang sind eine Bande von Organhändlern, die den Fleshmen-Alliierten zugerechnet werden, aber mit Tamanous zusammenarbeiten. Sie arbeiten von einer Klinik im West End aus, die sich als legitimer Bodyshop ausgibt.

Die Yardies sind eigentlich schon ein Syndikat. Sie sind eine in der Karibik, London und der Ostküste der UCAS operierende Allianz aus Jamaikanergangs, die durch Machogehabe, Körperkult und –modifikation und extreme Brutalität von sich Reden machen. Viele Norms, wenige Metas, und was sie von Frauen und allem was nicht heterosexuell ist halten, wäre selbst Humanismitgliedern unangenehm.

Die Ultra Seven sind eine ethnisch gemischte Gang aus North London, diskret und tödlich. Sie haben diffuse Verbindungen mit den Knights of Rage aus dem Squeeze.

Die Warthogs aus West London, Westbourne Green und Bayswater sind weitere Metamenschenhasser. Ihre Initiation ist, dem Anführer Dermot Hammer einen Kopf eines Orks zu präsentieren. Charmante Leute.

Ebenso White Lightning South London, die es auch in Teesprawl gibt. Metamenschenfeindlich, Rassisten, Neonazidrek. Soll auch ein Chapter in Cardiff geben, das gute Kontakte zur INLA hat.

Kwang schrieb:

Aber die Familien der Cosa Nostra waren in England doch noch nie groß im Geschäft... ebenso wenig wie, oder sogar noch weniger, als die von den Japano-Kons mitgebrachte Yakuza. - Oder sollte sich das seit dem Fall des Lord Protectors geändert haben?
Kleine, diskrete Gruppen von denen gibt es überall in Europa. Selbst im Tír finden sich da ein paar.
Shadowtalk Pfeil.png Macha Imar raen. Imar semeraerth. Cirollar Draesis ti'Morel. Miriat tela li? Thiesat tekio tore li?


Shadowtalk Pfeil.png @Macha: Wirklich eine unerfreuliche Sammlung von kleinkriminellen Vereinigungen, militanten Hardcore-Rassisten und Soziopathen... wie eigentlich die jeweiligen Listen der Gangs der meisten Plexe, die eine entsprechend große Gangszene besitzen.

Allerdings hatte ich eigentlich gedacht, die unsäglichen «Black Death» wären seit '64 und dem Tod ihres Anführers ein für alle Mal Geschichte (oder ist das so ein Fall von Copycat-Syndrom?).

Die «Lamberth Martyr» sind also eigentlich eine Allianz von Straßengangs? - Ich meine, mal gelesen zu haben, daß das LPO sie (vor dem Sturz Lord Marchments) als Terrorgruppe eingestuft hatte...
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Shadowtalk Pfeil.png Se'Seterin.

London hat vor allem in den Vorstädten und der äußeren Inner City viele Gangs, da steht es richtig üblen Sprawls in nichts nach (aber ein echtes Newark haben sie dann doch nicht). Ist in etwa wie Paris - supersichere historische (bzw. pseudohistorische) Innenstadt, gammelige Außenbezirke und vollkommen verkommene oder tote Vororte.

Ja, die Martyrs haben es zur Terrororganisation geschafft. Da war Marchment auf seine alten Tage wohl etwas panisch. < Display: icon_wink.gif > Aber andererseits, die Ancients gelten inzwischen ja ebenso als Kartell wie die Cutters und die First Nations ... sind halt erwachsen geworden, die Kleinen ...

Black Death ist ne copycat-Geschichte. Die hat ja in den frühen 60ern eigentlich mal wer ausgeräuchtert gehabt. Aber +2 Punkte für Originalität. Es hätte auch mal wieder ein Ripper sein können.
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Shadowtalk Pfeil.png Und mit den Ancients kann man sehr gut überleiten zu unserem nächsten Stop. Es geht zurück über den Großen Teich und dann einmal über den gesammten Kontinent in die einzige Enklave der UCAS. Bitte schnallen sie sich an und genießen sie den Flug. Der Film des Abends ist... Sleepless in Seattle
Shadowtalk Pfeil.png Felix


Shadowtalk Pfeil.png @Macha: Um noch mal auf London und das Thema Infizierte zu kommen: hat man diese dank der Dreckheads von Adams-Hoffman mit einer (angeblich genetisch veränderten) Variante des Bruckner-Langer-Strangs von MMVV-I infizierten Trolle endlich alle erwischt, oder treiben sich in eurem Ork-Untergrund immer noch Mutaquas rum?
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Shadowtalk Pfeil.png Se'Seterin.

Mutaqua sind nach wie vor in London zu finden und wurden jetzt sogar schon anderswo gesichtet, soweit ich weiß - Teesprawl, Scotsprawl und angeblich sogar Dublin. Zu letzterem kann ich wenig mehr sagen als dass das ähnliche Aufregung verursacht wie ein Insektennest. Die Orks dachten lange, sie hätten mit so einem Putzzeug eine gute Waffe gegen sie, aber als ich vor einiger Zeit mal nachgefragt hab, meinte mein Kontakt, die wirke nicht mehr. Entsprechend sind Mutaqua das, was für Seattler Untergrundorks der Ghost Gator ist. Nur realer.

Da sie ein unterirdisches Leben bevorzugen und mit demselben Strang infiziert sind wie Nosferati, würde ich übrigens erwarten, dass man sie auch in den Alpen und Osteuropa finden kann.
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Shadowtalk Pfeil.png @Macha: Ghost Gator? - Du machst mich neugierig! Erzähl...
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Off-Topic: Mutaqua in den Alpen? / Schweiz[Bearbeiten]

Shadowtalk Pfeil.png In den Alpen? Du meinst in dem Käse der sich Schweiz nennt und voll vertunnelt ist, damit man seine geheimen, nicht existierenden Truppen schnell von A nach B bekommt ohne, dass irgendein Feind sie sieht (und feststellt, dass es nur Attrappen sind)?
Shadowtalk Pfeil.png Felix


Shadowtalk Pfeil.png Dia duit.

Felix schrieb:

In den Alpen? Du meinst in dem Käse der sich Schweiz nennt und voll vertunnelt ist, damit man seine geheimen, nicht existierenden Truppen schnell von A nach B bekommt ohne, dass irgendein Feind sie sieht (und feststellt, dass es nur Atrappen sind)?

Na na, als Kalifornier würde ich beim Thema inkompetente Armeen ganz kleine Brötchen backen. < Display: icon_wink.gif >

Ich meinte aber eher die kleinere, hässlichere, verruchtere Schweiz östlich der Schweiz. Und Norditalien und Slowenien. Klischee, aber Bruckner-Langer soll wirklich erstmals dort nachgewiesen worden sein ...
Shadowtalk Pfeil.png Macha Imar raen. Imar semeraerth. Cirollar Draesis ti'Morel. Miriat tela li? Thiesat tekio tore li?


Shadowtalk Pfeil.png Inkompetent und imaginär sind zwei Dinge, die man nicht verwechseln sollte < Display: icon_wink.gif > Und ich bin kein Kalifornier, ich bin aus LA, was auch wieder zwei vollkommen verschiedene Dinge sind.
Shadowtalk Pfeil.png Felix


Shadowtalk Pfeil.png @Felix: Glaub mir - das Schweizer Bundesheer ist alles - nur nicht imaginär! - Die haben immer noch Wehrpflicht (auch, wenn Orks und Trolle als nicht-Bürger bis vor kurzem davon ausgenommen waren), und nehmen sowohl ihren Wehrdienst als auch die Wehrbereitschaftsübungen alle zwei Jahre SEHR ernst. Was die untertunnelten Alpen angeht: Ein Großteil auf der Schweizer Seite ist AIZ - ein riesiges Naturschutzgebiet unter der Kontrolle der Berghexen, das Militär musste viele seiner Festungs- und Bunkeranlagen aufgeben (von denen einige nach Einführung der Rassengesetze von Zwergen und anderen, in der SEg unerwünschten Metas besiedelt wurden), und ja: ich kann mir SEHR gut vorstellen, dass dort auch diverse MMVV-Infizierte Unterschlupf gefunden haben, genau, wie im benachbarten Österreich und auf dem Balkan - auch, wenn ich von Mutaqua - im Gegensatz zu Nosferati - in der Ecke noch nichts gehört habe!
Shadowtalk Pfeil.png Karel Letzter Käpt'n der königlich-böhmischen Gebirgsmarine!


Shadowtalk Pfeil.png Sollte es hier nicht um London gehen?
Shadowtalk Pfeil.png Rose


Shadowtalk Pfeil.png Rose schrieb:
Sollte es hier nicht um London gehen?
Stimmt.
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