Canoretti-Familie

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Die Canoretti-Familie sind die beherrschende Mafiafamilie in der württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart.

Geschichte & Geschäfte[Bearbeiten]

Die Canorettifamilie kam im Rahmen der großen, italienischen Gastarbeiter- und Einwanderungswellen im vergangenen Jahrhundert nach Deutschland, die neben Fließbandarbeitern für die Automobil- und Elektroindustrie im damaligen Baden-Württemberg und Gastronomen, die Ristorantes und Pizzarien eröffneten, auch Mafiosi über die Alpen lockte. Während die Unterwanderung der Gewerkschaften - die in Europa ohnehin nie die Rolle gespielt hatte, wie in den alten USA - sich mit dem Aufkommen der exterritorialen Megakonzerne nach den Shiawase-Urteilen und der Jahrtausendwende auch in Württemberg mit seinen kleineren, in der WHK organisierten aber nicht exterritorialen Zulieferbetrieben kaum noch als praktikabel erwies, fanden die Canorettis andere Standbeine: Durch ihre Wurzeln in der Camorra in der italienischen Heimat, die dort seit langem einen Großteil der Modemacher in der Tasche hatte gelang es ihnen, Einfluss auf die Modeindustrie im württembergischen Plex zu nehmen, und sich in der Branche dauerhaft festzusetzen. Außerdem verschaffte die Konzentration eines wesentlichen Teils des deutschen Musikbusiness im Ballungsraum Mittlerer Neckar ihnen einen Kundenstamm für die klassischen Laster wie Drogen, Chips, Spielhöllen und Erwachsenenunterhaltung, die bei den konservativen Schwaben sonst eher weniger Zuspruch finden.

Shadowtalk Pfeil.png Wobei die Execs aus dem unteren und mittleren Management der Konzerne durchaus gerne - und häufig - gesehene Gäste in den Casinos und gehobenen Nachtclubs der Familie sind...
Shadowtalk Pfeil.png Jacko

Auch wenn diese beiden Einnahmequellen nie die Umsätze erreichen konnten, die ihre Landsleute, die Gasperis, in Nordrhein-Ruhr erzielten, genossen sie immer die Unterstützung Don Lupo Gasperis, und zahlten diese durch Loyalität im Krieg gegen die wiederauferstandene Gargari-Vory nach dem Crash 2.0 zurück. Mit der Einführung illegaler Pitfights, die Ende der 2050er ursprünglich bloß der Beilegung interner Streitigkeiten ihrer Soldati dienten, haben sie sich in der würtembergischen Hauptstadt zudem ein weiteres und recht spezielles wirtschaftliches Standbein geschaffen. Anno '72 ist aus diesem Geschäftszweig längst eine kleine aber äußerst lukrativen Blutsport-Industrie mit Profi-Gladiatoren samt den zugehörigen Promotern, Ausbildern und Buchmachern geworden. Nach dem sie sich bei einem Versuch, auch in Frankfurt Fuß zu fassen, zu Beginn der 2060er eine blutige Nase geholt hatten, überließen die Canorettis das umkämpfte Pflaster der Konzernenklave seither - mit Zustimmung Don Lupos - der Yakuza und den Mainzer Wölfen. Dafür unterhielten sie zumindest vor dem Crash mit der dortigen, in Familienbesitz befindlichen «La Trattoria» eine Dependance im «Einkaufsparadies» im brandenburgischen Wust, von woaus sie den Osteuropäern (und den Asiaten) auf die Finger sehen konnten.

In den beginnenden 2070ern besteht zudem ein kleiner Vorposten in der Gegend von Freiburg im Trollkönigreich Schwarzwald, der sich hauptsächlich um die Schmuggelgeschäfte von und nach Frankreich in Zusammenarbeit mit dem Milieu Marseillais und den Ankauf von Telesma aus dem Schwarzwald von einheimischen Talisleggern und lokalen Banden kümmert.

Weiterhin investieren die Canorettis in großem Stil in die First-Class Hotel- und Freizeitanlagen in den süddeutschen Wintersportgebieten, die sie als Geldwaschanlage nutzen, und wo sie die Touristen mit den eher illegalen Freizeitangeboten versorgen.

Führung[Bearbeiten]

Das Familienoberhaupt der Canorettis war Don Nicola, der diesen Posten schon beinahe so lange einnahm, wie Don Lupo der Pate der Gasperi-Familie im Ruhrplex war, während ihm sein fünf Jahre jüngerer Bruder Pasquale als Consigliere diente.

Für die Dependence im Osten der Allianz war seiner Zeit Don Michele Canoretti zuständig, der mit Luigi ebenfalls einen eigenen Consigliore an der Seite hatte.

Shadowtalk Pfeil.png Der wiederum - ungeachtet seiner Qualitäten als Unterhändler - eine entscheidende Schwachstelle beisteuerte, da Luigis Eheweib Sophia, die Managerin des «La Trattoria» gelegentlich etwas wirr im Kopf ist, und dann akut nymphomane Anwandlungen entwickelt...
Shadowtalk Pfeil.png Bugsy ...wenn man da - so wie ich - im richtigen Moment Wanze spielen kann, ist das der feuchte Traum eines jeden Paparazzo!
Shadowtalk Pfeil.png Bugsy, Bugsy - die Begriffe Diskretion und Privatsphäre sind Dir wohl ebenso fremd, wie das schöne Wort Omertà, was? - Ich frag' mich ernsthaft, ob Du wohl Übung darin hast, mit Beton-Badelatschen in einem gefluteten brandenburgischen Tagebau zu Schwimmen... Weil, diese Begabung wirst Du vermutlich schon sehr bald dringend benötigen!
Shadowtalk Pfeil.png Jacko
Shadowtalk Pfeil.png Pasquale hat bei der Wahl seines Eheweibs eindeutig die bessere Wahl getroffen: diese Französin, Beatrice, ist ein Muster dessen, was die Ehefrau eines Mademan sein sollte. - Sie kennt und respektiert die Traditionen der Familie, ist diskret und ihrem Mann eine echte Stütze, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen, oder gar Capa an Stelle des Capo werden zu wollen, wie Don Lupos unseelige Tochter...! [1]
Shadowtalk Pfeil.png MobWatch - it's all kept in the Family

In der Trollrepublik Schwarzwald hielt in Freiburg Sottacapa Guilia La Brutta Madera eine Trollin für die Canorettis die Stellung, und die Fäden in Sachen Rotlichtgewerbe, Schutzgeld und Talislegging fest in der Hand.

Seit jenem unseeligen Treffen, bei dem 2078 - soweit bekannt - Don Lupo zu Tode kam, und ebenso auch Don Nicola getötet wurde (der zuvor eigenhändig den Don der Gasperis erschossen haben soll), während der gleichfalls anwesende Jacko - ein Runner, Troll, Hundeschamane und Neffe Don Lupos - vorübergehend verschwand, ist Pasquale Canoretti - kommissarisch - auf die Position des Familienoberhaupts der Stuttgarter aufgerückt. Als solches hat er schwer zu kämpfen, den Clan zusammenzuhalten, während zeitgleich die Spavones der neapolitanischen Camorra aus Österreich, Bayern und Franken mit Macht auf den württembergischen Markt drängen.

Zudem haben die Raubtrolle in der Trollrepublik Schwarzwald für die Personalie "La Brutta" ebenfalls eine endgültige Lösung gewählt, und den Canorettis damit zu verstehen gegeben, daß sie deren Brückenkopf in Freiburg auf die Dauer nicht zu dulden gewillt waren, ohne daß Don Pasquale im Moment die Möglichkeit hätte, hierauf angemessen zu reagieren.

Verbündete[Bearbeiten]

Als Landsleute (schließlich sind sie ja alle Italiener) hatten die Canorettis immer ein besonders gutes Verhältnis zu den Gasperis und Don Lupo, mit dem sie gegen die osteuropäischen Familien in der ADL eine gemeinsame Front bildeten.

Shadowtalk Pfeil.png Was mit dem blutig eskalierten Treffen in der württembergischen Hauptstadt effektiv sein Ende gefunden hat! - Zumal, da unter den einzelnen Soldati der Canorettis Uneinigkeit herrscht, ob sie das sinkende Schiff verlassen, und sich entweder direkt den Gasperis unter ihrer neuen Capa Michaela "La Putana" Semenszato anschließen oder gleich zur konkurrierenden Famiglia der Spavones überlaufen sollen, oder ob sie trotz allem weiter zu ihren Eiden stehen und Interrims-Don Pasquale unterstützen, um den Laden in Stuttgart nach all dem weiter am Laufen zu halten...!
Shadowtalk Pfeil.png Jacko ...Verzeiht, aber die Situation in Stuttgart ist im Moment wirklich komplett ... Fugazzo!

Die griechische Tsantidis-Familie in Karlsruhe und Badisch-Pfalz ist den Canorettis traditionell Rechenschaft schuldig, und dienen ihnen in ähnlicher Weise als Lehnsknechte, wie dies die gleichfalls griechischen Troudalis in Hessen-Nassau für die Gasperis taten.

Gegner & Konkurrenten[Bearbeiten]

Die Canorettis pflegen eine ausgeprägte Abneigung gegen die türkischen Grauen Wölfe, und machen keinen Hehl daraus, daß sie es als schweren Fehler betrachten, daß sich die Mafia mit diesen "wilden Tieren" eingelassen hat, und sie als Juniorpartner mit in der Alta Commissione sitzen. In Franken stoßen zudem die Reviere der Canorettis und der den Wölfen zuzurechnenden kroatischen Djorovics direkt aneinander, und die beiden Familien stehen sich dort faktisch mit gefletschten Zähnen und gezücktem Messer gegenüber...

Das Geschäft mit dem Wintersport-Tourismus und die Geldwäsche in den entsprechenden Skiresorts schafft einen weiteren Reibungspunkt mit dem Djorovic-Clan aus München, da dieser dasselbe Geschäftsmodell praktiziert, und speziell im Allgäu fest im Sattel sitzt. In den Anlagen um den Feldberg, Freudenstadt und Freiburg sind dagegen die Cannorettis mit ihren illegalen Dienstleistungen und Angeboten praktisch konkurrenzlos. - Dafür haben ihre umfangreichen Investitionen in die Touristikbranche die Mafiosi allerdings mit der Zenit AG in Konflikt gebracht.

Während mit Marsmann, einem altgedienten Stuttgarter Schieber und dortigen Vorposten der Hamburger Likedeeler eine friedliche Koexistenz besteht, stören die «Raubtrolle», organisierte Autobahnräuber im Trollkönigreich Schwarzwald, zu Beginn der 2070er zunehmend die durch ihr Territorium verlaufenden Schmuggelrouten der Canorettis von und nach Frankreich. Daher schien es anno '72 praktisch nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Stuttgarter Mafiosi hier ein Exempel statuieren würden... Die Schwächung der Canorettis auf ihrem Hometurf hat allerdings dafür gesorgt, daß es letztlich genau umgekehrt war, und die Raubtrolle 2078 den Canoretti-Außenposten mit "La Brutta" Madera in Freiburg effektiv ausgeschaltet haben und die Famiglia Spavone der neapolitanischen Camorra ihnen zunehmend in Württemberg und selbst in der Landeshauptstadt Stuttgart unmittelbar Konkurrenz macht.


Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails[Bearbeiten]


^[1] - Beatrice Canoretti ist eine Eigenerfindung von Benutzer "Japan 001" und wird in keiner offiziellen Quelle erwähnt. Die Ehefrau Pasquale Canorettis ist daher nicht Bestandteil des offiziellen Kanon.

Weblinks[Bearbeiten]