Sternschutz

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Sternschutz
Überblick (Stand:2072)

Sternschutzlogo 2071.jpg

© Pegasus Spiele
Motto: Sicher unter einem Guten Stern
Mutterkonzern: FBV
(vor dem Crash 2.0 IFMU)
Hauptsitz: Stuttgart, ADL
Präsident(in): Klaus Daimel
Rating: A (exterritorial)
Konzernstatus: Tochterfirma

Der Sternschutz ist ein in Stuttgart beheimateter, kommerzieller Sicherheitsdienst.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Sternschutz, hervorgegangen aus dem Werkschutz Daimler-Benz', war als Sicherheitsunternehmen und Polizeikonzern ursprünglich eine Tochter der IFMU, und Stuttgart war die erste Stadt, wo ihm per Vollkontrakt die kompletten Polizeiaufgaben übertragen wurden (außer natürlich jenen, die in den Aufgabenbereich von BKA und LKA fallen). Bereits zu Beginn der 2060er war er für die Härte seines Durchgreifens, seine Zero-Tolerance-Politik und seinen notorischen Rassismus gegenüber Metamenschen berüchtigt, wobei letzteres in Württemberg durchaus auf Zustimmung der zu einem nicht unerheblichen Teil ebenfalls anti-metamenschlich eingestellten Norms stieß [1]

Shadowtalk Pfeil.png Neo-As, Linke und Metamenschenrechtler kürzten den SternSchutz deshalb gerne mit seinen beiden Anfangsbuchstaben ab - allerdings nie, wenn ein Sternschutz-Cop in Hörweite war, da man sonst ganz schnell eine Gratisdemonstration in übertriebener Polizeibrutalität am eigenen Leib erfahren konnte...
Shadowtalk Pfeil.png Marsmann

Obwohl der Sternschutz die Bürgerrechte von Verhafteten nicht selten mit Füßen trat, erreichte er im Stuttgarter Plex im Übrigen eine ausgesprochen hohe Verurteilungsquote bei den von ihm Festgenommenen, da er durch gute Beziehungen zur Landesregierung mit Sonderbefugnissen ausgestattet war, die juristische Wege, von wegen Inhaftierung, Hausdurchsuchung u.s.w., drastisch verkürzen konnten. Im württembergischen Innenministerium saßen damals sogar einige wohlgesonnene Richter, die sich nur um die Belange des Sternschutzes kümmerten, so daß der Weg über den Staatsanwalt in vielen Fällen überflüssig wurde. Die Tatsache, daß der Sternschutz Cross' Seraphim als Eindringlinge in seinem Revier betrachtete, führte allerdings zu ernsthaften Differenzen zwischen der Internationalen Fahrzeug- und Maschinenbau Union und CATCo, die ebenfalls ihr ADL-Hauptquartier in Stuttgart errichteten. Nicht zuletzt, daß CATCo es schaffte, die Verantwortung für das Stuttgarter Hochsicherheitsgefängnis Stammheim übertragen zu bekommen, war für den Sternschutz daher ein Schlag ins Gesicht... [1]

klassisches Sternschutzlogo vor dem Crash 2.0
© Pegasus Spiele

Außerdem expandierte der Sternschutz zu der selben Zeit, als sein Mutterkonzern IFMU sich einem drastischen Schrumpfungsprozess ausgesetzt sah, ums wirtschaftliche Überleben kämpfte und von Double-A- auf A-Status heruntergestuft wurde, mit seinem Angebot allianzweit. Er übernahm in dieser Zeit diverse Kontrakte als ergänzende Sicherheitskräfte wie z. B. in Köln, wo schwarz uniformierte Sternschutzmänner die Noblen Einkaufsmeilen - namentlich Hohe Straße und Ehrenstraße - sowie die U-Bahnhöfe patroullierten und rücksichtslos Jagd auf Bettler, Squatter, Diebe und Straßenkids machten [2]. Auch für die Sicherung von einzelnen Konzernanlagen in verschiedenen Allianzländern wie etwa eines Zeisswerks in Rathenow in Brandenburg lieferte der Sternschutz die Sicherheitskonzepte, die Technologie und das Wachpersonal [3] .

Als die IFMU nach dem Crash 2.0 endgültig unterging, wurde der Sternschutz vom Frankfurter Bankenverein übernommen, der zuvor mit ProSecuritas und der DWS bereits zwei andere Sicherheitsdienste gekauft hatte. Im Zuge des Umbaus und der Restrukturierung wurde ProSecuritas mit dem Sternschutz verschmolzen. Seit 2067/68 stellt dieser nun unter anderem die privatisierte Polizei in Frankfurt am Main und generell im Allianzland Groß-Frankfurt [4] .

Nach der Wiedervereinigung Berlins 2072 erhielt der Sternschutz zudem auch den Berliner Polizeikontrakt, der von der BERVAG vergeben wurde, und durch den der Stern die 2039 mit Ausrufung des letzten Gesetzes aufgelöste Berliner Polizei ersetzte. Das neue, Berliner Polizeirecht, dem sie bei ihrer Arbeit dort unterliegen, stellt faktisch eine Mischung aus Allianz- und Groß-Frankfurter Polizeirecht dar. Im Bemühen, den Berlinern - namentlich in den Normbezirken - das Bild einer vertrauenswürdigen, bürgernahen Polizei zu vermitteln, wurde dem Leiter des Berliner Sternschutz, Dr. jur. Horst Overhagen, eine große Autonomie gegenüber der Stuttgarter Zentrale eingeräumt. Dieser hat unter anderem die Einstellung mehrer Orks in die Reihen des Berliner Sternschutz durchgesetzte, um den oft zu Recht unterstellten Anti-Metamenschen-Rassismus des Polizeidienstleisters zu überwinden, und soll angeblich der Wunschkandidat der FBV-CEO für die Nachfolge des von ihr ungeliebten Klaus Daimel an der Spitze des Polizeikonzerns sein [5] .

Im Jahr des Tempo-Drogenkriegs sollen Daimel und vorallem SAMT-Chef Gernot Brambauer sich dafür ausgesprochen haben, für den Sternschutz und im polizeilichen Gebrauch Ausnahmen vom strikten, vom FBV verkündeten Verbot des Konsums der BAD Tempo zuzulassen [6].

Während der Sternschutz in Hannover mit der Bewerbung um einen Polizeikontrakt gescheitert ist, konnte er sich Vollverträge für Augsburg [7] und Baden-Baden [8] sichern, was - in den Augen des Mutterkonzerns - aber kein adäquater Ausgleich dafür ist, dass sie Hannover und damit die Allianzhauptstadt nicht bekommen haben. Eine Bewerbung um den Kontrakt von "Salzburg Security", der bischöflichen Polizei im österreichischen Stadtstaat Salzburg [7], war gleichfalls nicht von Erfolg gekrönt, da dort nicht der Stern, sondern die Münchner Schwarzen Sheriffs letztlich den ersehnten Vertrag erhielten [9] .

Während der globalen KFS-Krise versuchte das BKA in der ganzen ADL Informationen zu sammeln, aber in den Gebieten in denen der Sternschutz die Polizei stellte, stieß es auf enormen Widerstand. Der Sternschutz behielt die meisten seiner Erkenntnisse und Daten zu KFS und den Opfern des Virus für sich. Gerüchten zu Folge wollte der Sternschutz KFS-Opfer bei sich und bei seinem Lehnsherren dem FBV schützen. Außerdem steht der Sternschutz unter Verdacht die Krise als Vorwand genutzt zu haben, um "unerwünschte Elemente" zu beseitigen [10].

Im Zuge der KFS-Krise und den Auseinandersetzungen zwischen BKA und der Vory wurden mehrere Ermittler des Sternschutzes, die vermutlich gegen die Weiße Vory agierten, getötet und sorgte unteranderem für eine weitere Eskalation der Lage, während der Pandemie [11].

Die Personalie Bianca Voyé - eine Ex-GPC-Kämpferin der französischen Fremdenlegion, die beim Sternschutz in Berlin als Planungstaktikerin angestellt war - führte wegen der brutalen, kompromisslosen und äußerst (meta)menschen-verachtenden Einsatzdoktrin zu wachsender, unverholener Feindseeligkeit zwischen dem Polizeidienstleister und - selbst gemäßigten - Berliner Alternativen. Dies kulminierte schließlich im "Blutigen 1. Mai" 2076, als Voyé scheinbar endgültig jedes Maß verlor, und den SST das Feuer auf eingekesselte Demonstranten eröffnen ließ. Angesichts des von ihr befohlenen Massakers verweigerte ihr ein signifikanter Teil der Berliner Sonderpolizisten die Gefolgschaft - und wurden in der Folge ungeachtet der Tatsache, dass der Befehl, den zu befolgen sie sich geweigert hatten, eindeutig illegal war - zu einem großen Teil entlassen. Ein Teil der Entlassenen klagte auf Wiedereinstellung, ein weit aus größerer Teil gründete Alternative Polizeidienstleister. - Das Ansehen des Sternschutz in der Berliner Öffentlichkeit hatte einen Tiefpunkt erreicht. Letztlich führten die Ereignisse zusammen mit dem sogenannten "Berliner Polizeibanden-Skandal", den der dritte Bürgermeister, Morek Pflügler ausgelöst hatte, als er der rechtsextremen Gang «Falkenwehr» auf ihrem eigenen Turf vorübergehend polizeiliche Befugnisse eingeräumt und die Ganger dafür bezahlt hatte, und den fortwährenden Klagen der Sternschutz-Offiziellen gegenüber der BERVAG, sie bräuchten ein größeres Polizei-Budget, um ihre vertraglichen Aufgaben erfüllen zu können, letztlich zur "Berliner Polizeifreiheit", in Folge derer der Sternschutz nun nicht mehr überall in Berlin vollumfänglich zuständig ist [12].

Vor diesem Hintergrund - und angesichts dessen, dass es mit dem Rassismus als gelebte Dienstauffassung in Stuttgart eher schlimmer als besser wird [13], erscheint es fraglich, ob der Sternschutz sich noch Hoffnungen machen kann, in Aachen in Westrhein-Luxemburg einen Vertrag zu erhalten [7]. - Tatsächlich verloren sie hier gegen den Mitbewerber Knight Errant. Die Reaktionen und der massive Widerstand, als sich die oberste Vorgesetzte, Monika Stüeler-Waffenschmidt, selbst als Drake outete, und die Bereitschaft eines Teils der Führungskader des Sternschutz, auch offenkundig schattige und illegale Methoden zu nutzen, um den ungeliebten "Nicht-Mensch" als oberste Cheffin loszuwerden, machte es anschließend auch nicht besser.

Anfang 2081 entließ Monika Stüeler-Waffenschmidt dann persönlich Klaus Daimel als Chef des Sternschutzes, und in der Folge erhielt der Private Polizeidienstleister einen vollen Polizeivertrag in der französischen Konzernstadt Lille, für den er sich bei dessen Neuausschreibung 2079 beworben hatte.

Ausstattung[Bearbeiten]

Berliner Wasserschutz-Boot mit SST-Trooper
© Pegasus Spiele
(Künstler: Andreas "AAS" Schroth)

Der Sternschutz verfügte bereits in den 2060ern unter anderem über Barghest-Staffeln, experimentierte mit Gomatias im polizeilichen Einsatz und hatte ein eigenes thaumaturgisches Corps. Solange er eine IFMU-Tochter war, hatten seine Polizeirigger zudem immer Zugriff auf deren komplette Palette an Überwachungs- und Kampfdrohnen und auch sonst war die technische Ausstattung vielfach deutlich besser, als bei den unterbezahlten, verbeamteten Cops. Die Mietcops des Sternschutz sind - üblicher Weise - schwarz uniformiert, tragen schwarze Barrette und schwere Kampfstiefel, was einen gewollt abschreckenden, bedrohlichen Look bewirkt. - Weit häufiger sieht man Uniformierte des Sternschutz - zumindest außerhalb von Triple-A-Stadtteilen - allerdings in gleichfalls schwarzer leichter bis mittelschwerer Sicherheitspanzerung mit Vollhelm, wobei gerade letzterer mit seiner Phalanx an Sensoren und Lampen einen beinahe insektenhaften Eindruck macht, was die beängstigende Optik noch verstärkt.

Auf eine Ausschreibung des FBV hin entwickelten NeoNET und Spinrad Industries zudem nach dem Crash 2.0 extra für die Zugriffskommandos des Sternschutz ein spezielles, integriertes Cyberware-Set, das «NeoNET/SpIn-X Sternschutz ZK Set» genannt wird.

Organisation[Bearbeiten]

Anders als etwa die HanSec in Hamburg vollzog der Sternschutz bei seinem "Vollzugsdienst" (kurz: VD) nicht die klassische Trennung zwischen Schutz- und Bereitschaftspolizei, wie man sie insbesondere von staatlichen Polizeiorganen kennt, so dass man selbst bei normalen Streifenwagen-Besatzungen immer mit schwerer Bewaffnung und entsprechender Kampfausbildung rechnen mußte. Die kriminalpolizeiliche Abteilung läuft unter der Bezeichnung Erkennungsdienst (auch Ermittlungsdienst, kurz: ED), die Grenzschutz-Truppe unter Territorialschutz (kurz: TTS). Die oben bereits erwähnten Die Schutztierstaffeln (kurz: STS) bilden ebenso eine separate Abteilung, wie die 2071 noch im Aufbau befindliche "Sonderabteilung für Analytik und Forensik" (kurz: SAF).

Mit der "Sonderabteilung für Magie und Thaumaturgie" - kurz: SAMT - wurde zudem unter der Ägide des FBV eine eigene magische Abteilung des Polizeidienstleisters aufgebaut. Die Matrix-Cops des Sternschutz, die sich in Frankfurt die GridSec mit AGCs MSI, Saeder-Krupps Ætherlink und einer weiteren FBV-Tochter - SecureNet - teilen, nennt sich offiziell "Sonderabteilung für Matrix-Sicherheit", kurz: SMS.

Unter dem Schlagwort "Spezielle Operationen" (kurz: SOP) schließlich versteht man beim Sternschutz eine Art temporärer Abteilung für spezielle, große Ermittlungen und Aktionen, der vorübergehend Spitzenpersonal aus sämtlichen anderen Abteilungen zugewiesen wird, vergleichbar den klassischen polizeilichen Sonderkommissionen.

Berliner Besonderheiten[Bearbeiten]

In Berlin hat der Sternschutz mit der "Sonder Schutztruppe" (kurz: SST) eine absolute Hardcore-Mannschaft aufgestellt, die einerseits als Abschiebeposten für Problempersonal dient, und andererseits massiv Quereinsteiger mit Militär- und Söldnerbackground rekrutiert. Sie ist nicht für herkömmliche Polizeiarbeit gedacht, von der ihre Mitglieder mehrheitlich ohnehin keine Ahnung haben, sondern wurde gezielt für teilweise schon paramilitärische Einsätze in den alternativen Bezirken gebildet: Wohnungsräumungen in besetzten Häusern, die anschließend für Sanierungsprojekte der Konzerne niedergelegt werden, oder Aktionen gegen Sprawlguerilla, verschanzte Shadowrunner und andere Terroristen. - Die Truppe ist zudem ein Hort des anti-metamenschlichen Rassismus innerhalb des Berliner Sternschutzes, und beschäftigt ausschließlich Norms.

Die "Personen- und Objektschutzgruppe Berlin" (kurz: POB) dagegen ist für die Bewachung des Berliner Rats und seiner Mitglieder zuständig, und beschäftigt vornehmlich erfahrene Personenschützer aus den Reihen von ProSecuritas. - Zwischen ihr und den hauseigenen Personenschützern der exterritorialen Konzerne, die eigene Vertretern im Rat sitzen haben kommt es gelegentlich zu Reibereien, und namentlich Saeder-Krupps Gardisten titulieren die Personenschutz-Profis des Stern abfällig als "PÖBel"...

Tochterfirmen[Bearbeiten]

Verträge[Bearbeiten]

potentielle Verträge[Bearbeiten]

ehemalige Verträge[Bearbeiten]

nicht-realisierte Verträge[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Deutschland in den Schatten II
^[2] - Brennpunkt: ADL
^[3] - State Of The Art 2063.01D
^[4] - Konzernenklaven S.171-172
^[5] - Berlin S.39-40
^[6] - Geisterkartelle
^[7] - Reiseführer in die deutschen Schatten S.80
^[8] - Reiseführer in die deutschen Schatten S.33
^[9] - Datapuls: Österreich
^[10] - Gestohlene Seelen S.219
^[11] - Gestohlene Seelen S.232
^[12] - Datapuls: Berlin S.21
^[13] - Reiseführer in die deutschen Schatten S.79
^[14] - Datapuls: Trollrepublik & Schwarzwald S.25
^[15] - Reiseführer in die deutschen Schatten S.79
^[16] - Datapuls: Schweiz S.17
^[17] - Megapuls 10: 2081-06-06 - "Neuaushandlung des Polizeivertrags von Lille: Sternschutz erhält den Zuschlag" [ Allianz Tagesspiegel ]

Weblinks[Bearbeiten]