Salzburg (Stadt)

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Salzburg
Überblick (Stand: 2063)

Wappen at salzburg stadt.png

Status: defakto-Stadtstaat / ehemalige Landeshauptstadt
Lage: Salzburger Land, Österreich
Koordinaten:
47°48' N, 13°2' O (GM), (OSM)
Einwohnerzahl: 155.000 [4]
Sicherheit:
2063: Bischofsgarde / Salzburg Security
2080: Schwarze Sheriffs [4]

GeoPositionskarte Österreich - Salzburg.png

Salzburg ist eine österreichische Stadt und defacto ein Stadtstaat.

Politik[Bearbeiten]

In Salzburg liegt die Macht in der Hand der katholischen Kirche in Gestalt des Salzburger Erzbischofs. Die strikte Aufrechterhaltung der öffentlichen Moral, ein funktionierendes Wohlfahrtssystem für die braven Bürger sowie Ruhe und Ordnung für die zahlenden Konzerner und Touristen, die nicht zuletzt zu den Salzburger Festspielen in die Stadt strömen und dank des hohen Preisniveaus in der Stadt die bischöflichen Kassen füllen, sind die Dreh- und Angelpunkte seiner Politik, die er rigoros durchsetzt.

Gegner monieren die Doppelmoral des bischöflichen Salzburg, in dem gerade für die Konzern-Schlipse und Execs, die Nuyen, Schlei und Effektive in die Stadt bringen, durchaus die Möglichkeit besteht, reichlich zu sündigen, solange das nur diskret genug geschieht. Linke Gruppierungen bezeichnen in diesem Zusammenhang Kirche, Kons und Karajan als "unheilige Dreifaltigkeit" und behaupten, Salzburg sei in Wahrheit "basiskulturell tot" und wieder ein faschistoider "Ständestaat" wie es die ganze Alpenrepublik schon zu Zeiten des Austrofaschismus war.

Salzburg ist übrigens die einzige autonome Zone, die sich ihre Unabhängigkeit bewahren konnte und damit nicht dem Bund oder einem Konzern zugehörig ist.

Unerwünschte Elemente[Bearbeiten]

Shadowrunner, Punks und andere Auffällige haben in der Bischofsstadt keinen Platz, und werden - seit Anarchos in der Vergangenheit den fatalen Fehler begangen haben, 1997 "Chaostage in Salzburg" anzukündigen - von der Bischöflichen Garde rigoros der Stadt verwiesen. Hierfür war im zweifelsfalle gar kein individuelles Fehlverhalten erforderlich, sondern es genügte schon, wenn der oder die betreffende den Eindruck erweckte, einer "bestimmten, unerwünschten Personengruppe anzugehören", wie die Söldner in bischöflichen Diensten den aus Salzburg Verwiesenen zum Abschied auch schriftlich in Form eines Merkblattes mitteilen. - Dem entsprechend rühmte sich Salzburg auch noch in den 2050ern öffentlich, der "einzig Punker-freie Plex der Sechsten Welt" zu sein.

Shadowtalk Pfeil.png Damit ist er auch perfekt, wenn die Ex eines Runners genug hat und ihn auf Abstand halten will und der sich jedesmal reinschmuggeln lassen muss, nur weil er seinen Sohn sehen möchte
Shadowtalk Pfeil.png Klingenläufer

Neben Punkern, verbotenen Drogen, BTLs und Pornographie waren - und sind - kriminelle magisch Begabte und alles, was als magische Bedrohung eingestuft werden kann, Hauptfeindbild des Erzbischofs. Dem entsprechend ist eine moderne Form der Inquisition fester Bestandteil der bischöflichen Sicherheitskräfte, und Geschöpfe wie etwa Vampire müssen in der Bischofsstadt jeden Augenblick um ihre Existenz fürchten.

Der jüngste, prominente Einwohner - der deutsche Drache Nebelherr - wird vom Erzbischof sogar fast noch weniger geschätzt, als die erwähnten links-anarchistischen Elemente, aber nachdem dieser das Schloss Hellabrunn (samt Schlosspark und Zoologischem Garten) erworben hat, kann der Bischof nicht mehr tun, als regelmäßig von der Kanzel im Salzburger Dom gegen ihn zu predigen, was bei den Salzburgern jedoch bislang nicht auf Gegenliebe stößt, und daher auch keine nennenswerte Wirkung entfaltet. [4]

Sicherheit[Bearbeiten]

Das dichte elektronische Überwachungsnetz mit seinen zahllosen Sensoren und Kameras, das von seiner Zentrale auf dem Hohen Salzberg über die gesamte Stadt gespannt ist, trägt bei der Salzburger Bischofsgarde den Codenamen "Das Auge des Herrn". Wegen des entspannten Arbeitsumfelds, das das verschärfte Polizeirecht in Salzburg garantiert, sind die Arbeitsplätze bei der dortigen Garde im übrigen sehr begehrt, obwohl die Ordnungshüter keineswegs überdurchschnittlich bezahlt werden.

Offiziell firmierte die Polizei von Salzburg im Übrigen unter dem Namen "Salzburg Security" und prahlt mit einer Stadtweiten Reaktionszeit von nur einer Minute oder weniger. [1]

Nach dem Crash 2.0 hat aber offenbar auch in Salzburg die Privatisierung der Polizeikräfte Einzug gehalten, und 2074 verhandelte gerade Sternschutz-Chef Klaus Daimel persönlich mit der Stadt, um für den privaten Polizeidienstleister des FBV einen Vollvertrag abschließen zu können [2]. Letzten Endes bekam jedoch nicht der Stern den Vertrag, sondern vielmehr die Schwarzen Sheriffs - eine Tochter von Renraku Computer Systems aus München, an der auch der Drache Nebelherr immer noch Anteile hält. Diese fahren weiterhin eine strikte Null-Toleranz-Politik gegen jeden Gesetzesverstoß, und während Salzburg schon vor Jahren als sicher galt, so hat es nun den Ruf der sichersten Stadt Österreichs.[4]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Durch die Salzburger Festspiele ist - neben der Kirche und Konzernen - der Familienklan der Karajans eine beherrschende Macht in der Mozartstadt, der von jedem Euro, der mit den dem Salzburger Kulturbetrieb eingenommen wird, seinen Anteil mitschneidet - und das, wo er in Österreich von Steuern und GEMA-Abgaben befreit ist. Salzburg ist während der Festspiel-Saison einer der wichtigsten Stops der alljährlichen Grand Tour der europäischen Aristokratie, wobei der magische Sicherheitsdienst Psi Aid exklusiv für die komplette magische Security bei den entsprechenden High-Society-Events und Bällen verantwortlich ist.

Universität[Bearbeiten]

Trotz der magiekritischen bis -feindlichen Haltung der bischöflichen Behörden wurde allerdings auch an der hiesigen Universität nach dem Ende des kurzlebigen Kaiserreichs Donau 2042 ein Lehrstuhl für Thaumaturgie eingerichtet der hermetische Magie unterrichtet.

Sport[Bearbeiten]

Obwohl «Anarchie Wien» bislang das einzige Profiteam im internationalen Urban Brawl Zirkus ist, und - mangels konkurrenzfähiger, östereichischer Liga - in der DSKL in der benachbarten ADL spielt, gibt es in der Alpenrepublik doch noch ein paar weitere Profi- wie auch Amateurmannschaften, wobei zu letzteren die «Salzburg Iron Mountains» gehören. [3]

Shadowtalk Pfeil.png ...und diese Amateure verfügen zudem offenkundig über einen oder mehrere finanzkräftige Sponsoren, da sie ihren Spielern mehr bezahlen können, als die Münchner Oberliga-Konkurrenz der «Bavarian Bayonets», und denen so die fähigsten Kriegler abspenstig machen...!
Shadowtalk Pfeil.png Der Feitl - ...auch, wenn ein Wechsel von Top-Scout Tanja Wilkens bislang am "Nein" aus München scheiterte. [3]
Shadowtalk Pfeil.png Ja ja... "Amateur" ist im modernen Spitzensport wahrlich ein arg strapazierter Begriff - und mögliche Sponsoren gibt es viele: Von der umtriebigen Zwergenkönigin Herzeloide, drüben in der Eisriesenwelt, über den hierzuland omnipräsenten Karajan-Klan oder die Neuen Jesuiten auf dem Hohen Salzberg bis hin zu unserem geliebten Erzbischof höchst persönlich! - Ich tät mich echt net wundern, wenn unsere Salzburger es den Krakauern nachmachen, und in Kürze eins von den deutschen Liga-Teams zu em Aufstiegsmatch herausfordern täten! [7]
Shadowtalk Pfeil.png Die Päpstin
Shadowtalk Pfeil.png Was aber nichts daran ändert, daß sie in der Österreichischen Liga ÖSKL - die international eh' bloß ein besserer Witz ist, und mit «Anarchie Wien» als alljährlichem Meister auch sehr, sehr langweilig und vorhersehbar, was die Ergebnisse angeht - ebenfalls nicht dabei sind: Dort vertritt nämlich das Team der «Salzburg Saints» den Stadtstaat Salzburg, seinen Klerus und den Erzbischof! [5]
Shadowtalk Pfeil.png Kriegskind

In der Österreichischen Fußball Bundesliga treten dagegen die Fußballer des «FC Salzburg» gegen Mannschaften mit so klangvollen Namen wie «FK Austria Wien», «SK Rapid Wien» oder «Sturm Graz» an. [6]

Schatten[Bearbeiten]

Shadowtalk Pfeil.png Also, es gibt scho Schattä in Salzburg un' a Gäng het's au: D' Eisleiche - de Truppe von däm Quid Pro Quo, där do sei Hauptquartier uffgschlage het. - Ma benimmt sich halt blos a bisserl diskreter, hält sich bedäggt und tuet net auffalle...
Shadowtalk Pfeil.png Peperoni - Sweet, Little & Unseen
Shadowtalk Pfeil.png Äh, was? Geht das auch in Deutsch?
Shadowtalk Pfeil.png Im- & Export
Shadowtalk Pfeil.png Die gute Pepperoni meint, das man sich in den Schatten der Mozart- und Bischofsstadt ein wenig zurückhaltender benimmt, als anders wo, um nicht unangenehm aufzufallen, auch wenn mit den nötigen Effektiven so manches geht, weil: eine Hand wäscht die andere... Was den Quid-Pro-Quo angeht, das ist - speziell nach dem Tod des Türk drunten in Leoben - definitiv der bedeutendste Hightech-Schieber hier im schönen Österreich, und die Eisleichen sind dem seine privaten Handlanger und Fußtruppen auf der Straße.
Shadowtalk Pfeil.png Tuareg - Transporte die ankommen

Der Schieber Quid-Pro-Quo, der mit den "Eisleichen" über seine ganz persönliche, handverlesene Gang verfügt, ist eine Größe der Salzburger Schatten, die sonst unter erschwerten Bedingungen operieren. - Praktisch führt für alle, die in der Bischofsstadt illegalen Geschäften nachgehen wollen, kein Weg an ihm vorbei, egal, ob es um den Betrieb eines geheimen Hausfrauen-Puffs geht, oder um Deals mit heißer Paydata. Der Grund, warum sich Quid-Pro-Quo trotz seiner "unfrömmigen" Aktivitäten ein geheimes, unterirdisches Hauptquartier unter Salzburg einrichten konnte, und die bischöfliche Garde - solange er nicht gerade für all zu viel Aufruhr sorgt - nicht all zu eifrig gegen ihn und seine Handlanger ermittelt, liegt darin, dass er und der Erzbischof im Wunschkind-Konzern ein gemeinsames Feindbild haben, dessen Geschäftsmodell sie auf's Schärfste verurteilen.

Daneben war auch die Bischofsgarde selbst nicht vollkommen frei von Korruption, und tolerierte etwa, dass freie Transportunternehmer wie Tuareg trotz bischöflichen Verbots Hasch und Softpornographie nach Salzburg importierten, solange sie ihren Anteil am Gewinn erhielten, und die Schwarzhändler die Regel beachteten, keinen härteren Stoff, keine Hardcore- oder Snuff-Sims, BTLs oder harte Drogen in die Stadt zu bringen.


Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Shadows of Europe / Europa in den Schatten S.112 - Shadowtalk "Herr Sedlacek": die Polizei von Salzburg heißt Salzburg Security.
^[2] - Reiseführer in die deutschen Schatten S.80 - Sternschutz verhandelt über Polizeikontrakt für Salzburg
^[3] - Novapuls 1.2 - InGame-Newsfax zu den Teuton-Bowl-Vorrundenspielen vom Nordcon 2011
^[4] - Datapuls: Österreich S.14, 16
^[5] - Datapuls: Österreich S.11
^[6] - Datapuls: Österreich S.12

^[7] - Die potentiellen Sponsoren der Salzburger Mannschaft und deren mögliche Aufstiegsambitionen sind reine Spekulation und damit Eigenerfindung von Benutzer "Karel".

Weblinks[Bearbeiten]