ORO Corporation

Aus Shadowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
ORO Corporation
Überblick (Stand:?)

Logo Oro Corporation neu.png

® Catalyst Games Lab
TERMINIERT
Schicksal: Umbenennung in Aztechnology
Hauptsitz: Tenochtitlán (ehem. Mexico-City), Aztlan (ehem. Mexiko)
Rating: AAA
Hauptaktionäre:

Die ORO Corporation war der Vorläufer des heutigen Aztechnology und ging 2007 aus dem Zusammenschluss dreier Drogenkartelle in Lateinamerika hervor, die mit ihrem schmutzigen Drogen- und Blutgeld ihren eigenen, offiziellen und zumindest auf dem Papier legalen Konzern gründeten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte der ORO Corporation, des heutigen Aztechnology, beginnt mit den Drogenkartellen, die Ende des 20 Jahrhunderts in Mittel- und Südamerika operierten, insbesondere denen aus Kolumbien, Panama und Nicaragua. Mit den 1970ern begannen diese Kartelle, ihr Drogengeld in legitimere Firmen zu stecken. Dies ging mit Unterbrechungen bis in die späten 1990er so [1].

Die Drogengeschäfte in den letzten Dekaden des zwanzigsten Jahrhunderts liefen blendend. Staatliche Verfolgung in den USA garantierte im wichtigsten Abnehmerland der Drogenkartelle hohe Verkaufspreise, und infiltrierte oder korrupte und daher allgemein willfährige bis aktiv eingebundene Regierungen in Mittel- und Südamerika garantierten, dass der nimmersatte US-Drogenmarkt stets gut versorgt war [1].

Um die Jahrtausendwende hatten die Kartelle ein echtes Luxusproblem: sie hatten so viel Geld, dass kleine Firmen nicht mehr ausreichten, es zu parken. Daher ersannen die Drogenbosse (oder, wie Aztechnologys offizielle Geschichtsschreibung sie nennt, "Kartell-Manager") einen Weg, die Mittel, die die Kartelle ansammelten, aber beim besten Willen nicht mehr reinvestieren konnten, weiter gewinnbringend anzulegen: [1]. Juan Ortega, Boss des Medellín-Kartells und damals der wichtigste Drogenboss, kaufte 2007 eine Ressourcenentwicklungsfirma mit Sitz in Villahermosa auf, und gab ihr einen neuen Namen: ORO [2].

Bergbau[Bearbeiten]

In dem neuen Konzern bündelten sich die Ressourcen dreier großer Kartelle: Medellín, David und Masaya. Der Name bedeutet sowohl "Gold" auf Spanisch, als auch die Kürzel der drei Bosse der entsprechenden Kartelle: Ortega, Ramos und Oriz [2].

2008 wurden vor der Küste Panamas große Felder leicht erschließbaren Molybdäns entdeckt. Der ORO-Konzern hatte erstaunlich vorausschauend gehandelt und schon vor bekannt werden des Fundes lokale Firmen übernommen oder aus dem Geschäft gedrängt, und konnte so erheblich von diesem Fund profitieren. Auch die Weiterverwertung sicherte sich der Konzern der Kartelle, der dank einer willfährigen panamanischen Regierung hier keinen Gegenwind bekam, und schon bald in die Riege der exterritorialen Megakonzerne aufstieg [2]. ORO war unter den sieben Konzernen, die den Konzerngerichtshof gründeten, und Aztechnology hat deshalb bis heute Anspruch auf einen permanenten Sitz [3].

Technopiraterie[Bearbeiten]

Zeitgleich mit dem Aufbau der Rohstoffindustrie um die Molybdänvorkommen drang ORO in ein weiteres Geschäftsfeld vor: Beeinflusst durch die Kartelle und ihre Sympathisanten und Verbündeten, liberalisierten die Länder Mittelamerikas ihre Intellectual Property-Gesetze sehr weitgehend. Lokale Softwareentwickler, die zu diesem Zeitpunkt mehr und mehr unter die Kontrolle von ORO kamen (freiwillig oder weniger freiwillig), nutzten dies, um Softwareprodukte des Westens, insbesondere der USA, zu kopieren und selbst zu vertreiben. Insbesondere Quellcodes beliebter Anwendungen und Apps, aber auch Videospiele und e-Books, Fernseh- und Streamingproduktionen und (später) Trideo- und SimSinn-Produktionen wurden von ORO so verbreitet, zu Preisen weit unterhalb derer der Originalprodukte [2].

Da die mittelamerikanischen Nationen sich damals noch der Exterritorialität verweigerten, hatten betroffene Megakonzerne wenig echte Möglichkeiten, gegen diese Unternehmenspolitik vorzugehen, da die Staaten natürlich kein Interesse hatten, ORO ernsthaft zu behelligen [2]. Die Verluste, die dies den Megakonzernen zufügte waren ein wesentlicher Antrieb hinter der Gründung des Inter-Corporate Council, des Vorläufers des Konzerngerichtshofs, [2012]. Anfangs ohne ORO konzipiert, wurde aber bald klar, dass es für alle anderen sinnvoller ist, den problematischen mittelamerikanischen Konzern einzubinden, als ihn auszugrenzen und dasselbe Problem wie vorher zu haben [4]

Der ICC hatte aber auch mit ORO unter seinen Mitgliedern wenig Erfolg darin, den Konzern zu zähmen. Ein anderer für ruppige Methoden bekannter aufsteigender Proto-Megakonzern, Keruba aus Osteuropa, hatte 2013 genug davon und begann mit Schlägen seiner Söldner gegen ORO-Firmen, um dem Konzern eine "Nachricht in einer Sprache, die er versteht" zu senden. Getreu dem Ethos der KArtelle, die hinter ihm standen, reagierte ORO mit massiven Gegenschlägen, und die Situation eskalierte schnell zu einem kleinen Konzernkrieg. Der ICC versuchte, Druck auf ORO auszzuüben, aber hatte damit keinen Erfolg. Der Konflikt endete schließlich vor allem, weil beide Konzerne ausreichend Ressourcen vergeudet hatten, ohne klaren Gewinner oder Verlierer [4].

Politik[Bearbeiten]

ORO engagierte sich mit Erfolg in der politischen Sphäre. Mit dem Wohlstand, den er brachte, konnte sich der Konzern nach und nach in den meisten mittelamerikanischen Nationen und Mexiko erheblichen politischen Einfluss sichern [2]. Als die Regierung von Mexiko 2011 unter dem Eindruck der seit 2010 tobenden VITAS-Epidemie zusammenbrach, wurde von Mexikos Wirtschaftsunternehmen eine Interimsregierung gebildet. Großkonzerne wie ORO und PEMEX leisteten medizinische Notversorgung und investierten eigenes Vermögen in das zerfallende Staatswesen. Die Interimsregierung der Wirtschaft kontrollierte auf öffentlichen Druck vier Jahre lang das Land [5].

VITAS gab ORO die Gelegenheit, sich als humanitärer Helfer zu zeigen, und der Konzern ergriff diese Möglichkeit gerne [4]. Um die Rückgabe der Regierungskontrolle an eine gewählte Regierung zu organisieren, baute ORO als öffentliche Dienstleistung ein elektronisches Direktwahlsystem für Mexiko auf. Die erste damit durchgeführte Wahl fand am 5. Mai 2015 statt. Das Ergebnis war ein Wahlerfolg der noch jungen Azatlán Party. Die Partei war die treibende Kraft hinter der Umbenennung von Mexiko in Aztlan im gleichen Jahr und ist seit über einem halben Jahrhundert die Regierungspartei von Aztlan, mit überaus engen Kontakten zu ORO bzw. dann Aztechnology. Der Vorwurf der Wahlfälschung wurde gegen ORO erhoben. Eine Manipulation konnte aber nie bewiesen werden [6]. Zudem konnte ORO mit diesem prodemokratischen Einsatz seinen Ruf weiter verbessern [4].

Das frühe Aztlan suchte die Nähe der NAN, und gab ihnen zwar keinen militärischen Beistand, aber einen sicheren Rückzugsraum, Training, Nachschub und Logistik (nicht zuletzt über die ORO Corporation [7]. Allerdings kam es schnell zu Konflikten, an denen letztlich die Mitgliedschaft des Konzernstaats im STC scheiterte [8].

Goblinisierungs-Schock[Bearbeiten]

Aztechnology gehörte zu den ersten Konzernen, die eine Therapie für UGE erforschten. Im Jahr 2021 arbeiteten die Labors von ORO in Puyallup, Seattle, an einem "Heilmittel" für Goblinisierung [9]. Dort führte man illegale Versuche an metamenschlichen Testpersonen durch, die alle Orks und sämtliche Trolle bis auf zwei, denen das Bio-Agens - eine medikamentös unterstützte Gentherapie mit einem Virus namens GNX-IV als Vektor - injiziert wurde, umbrachten [10]. Die beiden überlebenden Trolle hatten zwar durch den Verlust ihrer dermalen Knochenbildung, ihrer Hörner und Hauer ein menschliches Aussehen, aber sie wurden auch mit MMVV infiziert, das man unter anderem nutzte, um durch Regenerationseffekte die massiv gewebezerstörende Wirkung der Gentherapie zu kontern - so verloren alle Versuchspersonen ihre komplette Haut [11]. Nach dieser desastösen Versuchsreihe wurde beschlossen, das Projekt nach Aztlan zu verlagern [12].

Durch die Unruhen wegen der Goblinisierung und in Folge eines Gerüchts, diese bzw. die UGE sei durch einen Laborunfall bei ORO verursacht worden, wurden die Labors allerdings von einem randalierenden Mob rassistischer Menschen zerstört und die Wissenschaftler getötet [12].

Die Forschungsunterlagen und zwei Proben des Bio-Agens hatten zu diesem Zeitpunkt bereits in einem Gefahrgut-Behälter auf dem Weg [13] zur Zentrale nach Tenochtitlán sein sollen [12], landeten aber in einem speziellen Lager für Biologische Gefahrstoffe von Monolith Medical in Puyallup, wo sie zunächst vergessen [14] und Jahrzehnte später zum Ziel von zwei aufstrebenden Lohnsklaven und Execs Aztechnologys wurden [12].

Re-Branding als Aztechnology[Bearbeiten]

Nach der Rekonstituierung von Mexiko als Aztlan, gab sich schließlich auch ORO eine neue Corporate Identity. Der neue Konzern siedelte von Villahermosa nach Tenochtitlán um und benannte sich im Jahre 2022 in Aztechnology um. Dies wurde begleitet von einer enormen PR-Offensive, um das Image des neuen Konzerns weitestmöglich von seinen ruppigen Kartell- und Technopiraten-Ursprüngen zu distanzieren [15] Der Name ORO blieb allerdings in Aztlan erhalten, und das Pyramiden-Logo des Konzerns ziert weiterhin viele in Aztlan hergestellte Güter Aztechnologys [16].

Alles weitere zum Konzern nach der Umbenennung findet sich unter dem Stichwort "Aztechnology".
Hauptartikel: Aztechnology

Quellen[Bearbeiten]

Quellenbücher:

Romane:

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Aztlan p.51
^[2] - Aztlan p.52
^[3] - Market Panic p.29
^[4] - Aztlan p.53
^[5] - Aztlan p.36-37
^[6] - Aztlan p.37
^[7] - Aztlan p.38
^[8] - Aztlan p.39
^[9] - Für eine Handvoll Daten S.15 - Roman
^[10] - Für eine Handvoll Daten S.282 - Roman
^[11] - Für eine Handvoll Daten S.283 - Roman
^[12] - Für eine Handvoll Daten S.16 - Roman
^[13] - Für eine Handvoll Daten S.21 - Roman
^[14] - Für eine Handvoll Daten S.22 - Roman
^[15] - Aztlan p.54
^[16] - Shadowrun p.205

Weblink[Bearbeiten]