Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè

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Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè (中国人的 长夜, dtsch. Chinesischer Tod bzw. Der chinesische Tod) ist die ursprüngliche Bezeichnung einer Gruppe fünf, sieben, knapp über einem Dutzend oder sogar noch mehr gleichartigen, gnomenhaften Geistern der chinesischen Mythologie, die als Oberbosse hinter der Gang der «Chinese Deadly Dwarfs» stehen, ihre Expansion und ihre geschäftlichen, vielfach kriminellen Aktivitäten aus dem Hintergrund steuern, und von ihren (meta)menschlichen Gefolgsleuten meist schlicht die "Wahren Dwarfs" genannt werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Mythologie[Bearbeiten]

Gemäß einer volkstümlichen, chinesischen Überlieferung sollen jene Gnome, welche übersetzt etwa "Der Chinesische Tod" genannt werden, entstanden sein, als eines der zahllosen, göttlichen Wesen des Daoismus (der ja bekanntlich unzählige Götter, Halb- und Nebengötter kennt) kleine Humanoide aus Lehm, Ton und Erde formte, und ihnen anschließend seinen göttlichen Funken einhauchte, ehe er sich etwas anderem zu wandte, und sie - wohl unfertig - sich selbst überließ. Unglücklicher Weise soll dies während der Regenzeit geschehen sein, und der schwere Regen verformte und verzerrte die Gnome zu bizarren Formen, ohne sie jedoch auszulöschen, und hinterher wollte weder ihr Schöpfer noch einer der anderen Götter und Halbgötter etwas mit den Kreaturen zu schaffen haben. - Diese beschlossen - verärgert und zornig über die Zurückweisung durch ihren gedankenlosen Schöpfer wie auch durch die anderen höheren Wesen - selbst zu Göttern aufzusteigen, und Anhänger zu finden, die ihnen dienten und die sie verehren würden. Tatsächlich gelang es ihnen - dank des göttlichen Funkens, der trotz ihrer verzerrten Gestalt in ihnen wohnte, sterbliche Anhänger zu finden, die sie ob ihrer Macht für Dämonen hielten und - ungeachtet ihres böswilligen und missgünstigen Wesens und ihrer Grausamkeit - als Götzen anbeteten. [1]

Entwicklung bis zum Erwachen[Bearbeiten]

Was von diesem Ursprungsmythos der geisterhaften Gnome möglicher Weise den Tatsachen entsprechen könnte, und was von ihren menschlichen Anhängern (und deren Gegnern) über die Jahrtausende dazugedichtet oder im Verlaufe der Überlieferung verfälscht wurde, lässt sich praktisch unmöglich feststellen. Tatsache ist jedoch, daß es in China über die Jahrhunderte immer wieder Sekten und dunkle Kulte gab, die Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè, den Chinesischen Tod, anbeteten, und ihm dienten, wobei die Anhänger sich meist im Untergrund bewegten, oder Menschen waren, die am Rande der Gesellschaft standen, und sich nach Macht, Reichtum oder Rache verzehrten, und sich diese Dinge von ihren gnomenhaften Götzen erhofften. Dies ging bis ins 19. und 20. Jahrhundert so, wo eine solche Gruppierung wohl auch fern der chinesischen Heimat, in London, im Vereinigten Königreich entstand. - Und wie bei solchen Kulten vielfach üblich, kam es auch bei den Anhängern der dämonischen Gnome zu einer Verquickung ihrer geheimen, kultischen Praktiken und allerlei weltlicher, krimineller Aktivitäten, die den Verfolgungsdruck auf die Anhänger einer verfemte Außenseiterreligion noch zusätzlich erhöhten, während jene, die dem Chinesischen Tod dienten, durch die äußeren Feinde nur noch mehr zusammenrückten, noch geheimniskrämerischer und zu gleich auch radikaler in ihrer Bereitschaft wurden, sich über die Regeln und Gesetze der umgebenden Gesellschaft hinweg zu setzen. [1] So wurden aus den Kulten und Sekten - in China, wie auch in London - kriminelle Banden und Gangs, in denen sich wiederum auch etliche Mitläufer sammelten, für die der kultische Ursprung der Gruppen eher nebensächlich war, und denen es eigentlich nur darum ging, an den kriminellen Aktivitäten zu partizipieren.

Dann kam das Jahr des Erwachens. - Die Volksrepublik China verlor durch das Erscheinen der Mayawolke die Kontrolle über das annektierte Tibet, die zahlreichen Katastrophen im Jahr des Chaos leiteten die Geburtswehen der sechsten Welt ein, weltweit manifestierten sich magische Phänomene, UGE-Babys wurden geboren, und Tiere verwandelten sich in Ungeheuer, die jenen aus den mythologischen Überlieferungen glichen, und später als erwachte Critter identifiziert werden sollten. Rituale und Zauberformeln bewirkten mit einem Mal tatsächlich magische Effekte, was - zusammen mit dem allgemeinen Chaos und der Angst der Menschen angesichts der VITAS-Seuche und der Naturkatastrophen - den diversen Kulten und Sekten Scharen neuer Anhänger zu trieb. - Vor diesem Hintergrund erwiesen sich die Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè genannten, dämonischen Gnome oder Wesen mit einem Mal als nur all zu real, und es fiel ihnen vermutlich nicht all zu schwer, mit der Demonstration ihrer Magie und Geisterkräfte selbst die Führung über jene Gruppen, Kulte und Banden zu übernehmen, die sich - wenigstens nominell - immer noch auf sie beriefen und sich - vorgeblich - ihrer Verehrung gewidmet hatten.

Aufbau der Gangstruktur[Bearbeiten]

Die magischen Wesenheiten, die den von ihren Anhängen gebrauchten Namen Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè - "Der Chinesische Tod" - für sich übernahmen, sorgten dafür, daß die Sekten, Kulte, Kriminellen Banden und Gangs ihrer Anhänger, von denen jede zuvor jeweils eigenständig gewesen waren, und deren Mitglieder und Anhänger vielfach nichts von ihren Glaubensbrüdern und Gesinnungsgenossen in anderen, ähnlich gearteten Gruppen wussten, zu einem Netzwerk vereinigt wurden, an dessen Spitze sie selbst standen. Dieses entstehende Netzwerk wurde anschließend in erstaunlich Kurzer Zeit zu einer Organisation umgeformt, in der die zuvor eigenständigen Zirkel und Gruppen nun jeweils örtliche Gang-Filialen oder Chapter bildeten, wie es die Biker-Gangs nordamerikanischer Prägung nannten. Warum die mystischen Gnome sich - statt auf die religiöse, kultische Verehrung - praktisch komplett auf die weltlichen, vielfach kriminellen Aktivitäten und Geschäfte ihrer Anhänger konzentrierten, diese förderten, und sogar noch ausbauten und intensivierten, während sie die Expansion der Gang als Filialorganisation vorantrieben, bleibt dabei sowohl für ihre (meta-)menschlichen Anhänger, als auch für Außenstehende, die sich mit Kulten und Sekten oder der Agenda Freier Geister befassen, ein Geheimnis. Ebenso ist nicht ganz klar, ab welchem Zeitpunkt die Gang begann, sich als «Chinese Deadly Dwarfs» zu bezeichnen, oder ab wann der Begriff der Wahren Dwarfs gang-intern als umgangssprachliche, etwas saloppe Umschreibung für ihre geisterhaften Oberbosse gebraucht wurde. Ein oder mehrere Vertreter der Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè halten sich jeweils dauerhaft oder permanent bei bestimmten Chaptern der Gang auf, die dann - in der Regel - eine herausgehobene Stellung als regionales oder nationales HQ der Gang einnehmen: Bremen etwa, wo sich in Kattenturm das Allianz-HQ der «Chinese Deadly Dwarfs» befindet, beherbergt in den 2070ern zwei, der Tynesprawl mit Newcastle upon Tyne einen Wahren Dwarf, und mehrere weitere findet man jeweils bei den größten und bedeutendsten Niederlassungen in der alten, chinesischen Heimat, etwa in Macao und Shanghai.

Magische Natur der Gnome[Bearbeiten]

Angesichts ihres Ursprungsmythos handelt es sich bei den als Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè - "Der Chinesische Tod" - bezeichneten Gnomen vermutlich um - offenkundig alte und ziemlich machtvolle - Freie Geister, die wohl zu den Geistern der Erde, Erdgeistern oder vergleichbaren Geistern der Elemente zu rechnen sind, wie sie auch die Wuxing-Tradition kennt. Ihre Wahren Geisternamen (so sie solche haben) scheinen unbekannt zu sein, und gegen Versuche sterblicher Magier und Beschwörer, sie herbei zu rufen, ihnen Dienste abzufordern oder sie gar zu binden, und zu Dienern von Sterblichen zu degradieren, haben sie sich bislang als komplett immun erwiesen. Ebenso zeigen sie auch eine ausgeprägte Verbannungsressistenz, auch, wenn einer von ihnen scheinbar 2027 in London von einem magisch begabten Templer des Oversight Office gebannt oder sogar komplett vernichtet worden ist. - Ob sie allerdings - wie viele ihrer Untergebenen in den chinesischen Splitterstaaten immer noch zu glauben scheinen - höhere Wesen, mindere Götter, Halbgötter oder Dämonen sind, oder wirklich nur besonders mächtige freie Geister, ist unter den (meta)menschlichen Gangern der «Chinese Deadly Dwarfs» umstritten (und gelegentlich Gegenstand hitziger Dispute), auch, wenn scheinbar noch nie ein lokaler, (meta-)menschlicher «Dwarfs»-Gangleader oder Lieutnant ihren Führungsanspruch als Oberbosse in Frage gestellt hat. Ihre - wiederholt demonstrierte - Befähigung, als Lehrmeister magisch begabte Ganger und Gangerinnen der «Chinese Deadly Dwarfs» höchst persönlich magisch auszubilden, und im Gebrauch ihrer Gabe und den magischen Künste zu unterweisen, ist auf alle Fälle unstrittig. Wie viele geisterhafte Individuen es genau sind, die Zhōnɡ ɡuó rén de chángyè - den chinesischen Tod - bilden, ist hingegen nach wie vor ungewiss, aber die ursprüngliche, in den überlieferten Mythen genannten Zahlen drei, fünf oder sieben sind eindeutig zu niedrig gegriffen, und es werden insgesamt eher mehr als 13 dieser magischen Wesen sein, als weniger, die als Oberbosse an der Spitze der globalen «Chinese Deadly Dwarfs»-Organisation stehen.


Quellen[Bearbeiten]

Die "geisterhaften Oberbosse" stellen - ebenso, wie die Gang an sich - eine reine Eigenerfindung von Benutzer "Karel" dar, und werden in keiner offiziellen Quelle zu Shadowrun erwähnt.

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Der geschilderte "Mythologische Ursprung" basiert - sehr lose - auf den Antagonisten aus dem am 03.07.1989 erschienen "John Sinclair"-Heftroman 574 "Der chinesische Tod" von Jason Dark (aka Helmut Rellergerd).

Weblinks[Bearbeiten]