Gruppe

Aus Shadowiki

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Bei Shadowrun als Pen & Paper Rollenspiel besteht eine Gruppe normaler Weise aus 2 oder mehr Rollenspielern, die jeweils einen Spielercharakter (SC) nach den für die jeweils aktuelle Edition gültigen Charaktererschaffungsregeln erstellt haben. Dieser wird - üblicher Weise - auf einem Charakterdatenblatt in mehr oder minder tabellarischer Form schriftlich mit Profilwerten, Ausrüstung und u. U. Angaben zum persönlichen Hintergrund, Lebenslauf und Vita des Charakters festgehalten. Hinzu kommt der Spielleiter oder Meister, der die Rollen der Nichtspielercharaktere oder NSCs übernimmt, und die Spielercharaktere durch das Abenteuer führt.

Dabei schildert der Spielleiter die Situation, wie sie sich den SCs der Gruppe darstellt - etwa, wenn sie ein Lokal betreten - und lässt sie dann erklären, was sie tun und sagen wollen. Ggf. müssen die Spieler für die Aktionen ihrer SCs Proben würfeln (z. B. ob sie den Einwegspiegel hinterm Thresen als solchen erkennen: Wahrnehmungsprobe) und wenn es zur Interaktion mit NSCs kommt, übernimmt der Spielleiter deren Rolle. Die SCs werden mit irgend einer Aufgabe (z. B. dem Auftrag eines Herrn Schmidt) konfrontiert, und die Spieler der Gruppe versuchen diese zu lösen, in dem sie dem Spielleiter sagen, was ihre SCs tun und sagen sollen, und durch das Auswürfeln von Proben ermitteln, ob das, was sie versuchen, auch gelingt. Die SCs - respektive die Spieler, die sie verkörpern - treffen Entscheidungen, und versuchen, ihre Charaktere glaubhaft darzustellen, und gleichzeitig den Shadowrun (oder was das Abenteuer sonst umfasst) erfolgreich zu Ende zu bringen. Dabei werden alle physischen Aktivitäten durch Schilderung dessen, was der jeweilige Charakter tut und ggf. Würfelwürfe dargestellt und abgehandelt. Manche Gruppen greifen zur Visualisierung auch auf Bodenpläne und Miniaturen zurück und häufig werden Handouts vom Spielleiter verteilt, wenn die SCs etwa bestimmte Dokumente in die Hände bekommen. Am Ende bekommen die SCs Karma und/oder NuYen, wenn sie Erfolg hatten, der von den Charakterwerten, Würfelproben, den Entscheidungen der Spieler sowie Spielleiterentscheidungen abhängt. Karmabelohnungen können die SCs der Spieler übrigends auch erhalten, wenn sie den Run nicht zum Erfolg geführt haben, etwa fürs "Überleben" oder gutes Rollenspiel. Die SCs entwickeln sich jedenfalls in der Regel weiter, was dann auf die nächste Spielrunde Einfluss hat (etwa, weil ein Spieler beschließt, seine NuYen in eine neue Pistole zu investieren, oder sein verdientes Karma in das Erlernen eines Zauberspruchs, weil er sich einen überlebenden NSC zum Feind gemacht hat oder weil er verletzt wurde, und nun Cyberware-Ersatz benötigt, und damit Essenz verliert).

Das jeweilige Abenteuer kann dabei entweder einem der Abenteuer- und Kampagnenbände von FASA/FanPro/Catalyst Games Lab/Pegasus entstammen, selbst geschrieben sein, aus dem Internet heruntergeladen, oder einem unabhängigen Rollenspielmagazin wie Envoyer oder Mephisto entnommen.