Grimoire

Aus Shadowiki
Version vom 19. April 2019, 18:41 Uhr von Karel (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Achtung.png Dieser Artikel oder Abschnitt ist unvollständig, und bedarf daher einer Überarbeitung.

Falls Du etwas zu diesem Thema beitragen kannst, mach es! Näheres zu diesem Thema findest du auf der auf der Diskussionsseite.

Der Titel dieses Artikels ist auch der Titel eines Quellenbuches. Dieses ist unter Grimoire (Quellenbuch) zu finden.

Ein Grimoire ist ein Buch, welches eine Reihe von Zauberformeln, Ritualen und/oder Beschwörungsformeln für Geister, Elementare oder andere Bewohner des Astralraums enthält.

Begriff[Bearbeiten]

Der Begriff kommt vom altfranzösischen gramaire, das mit mit dem modernen französischen Wort grammaire und dem englischen grammar für Grammatik eine Wurzel teilt. Damit ist ein Grimoire also eine Anleitung für eine "Sprache". Im Gegensatz zur Grammatik, die eine Anleitung zum kombinieren von Sätzen darstellt, lehrt ein Grimoire eine die Kombination von magischen Formeln und Symbole.

Grundlagen[Bearbeiten]

Während neue Grimoire für Taliskrämer meist vor allem ein Mittel sind, damit Magier mehrere Spruch-/Geister-/Fokusformeln, die darin zusammengefasst sind, auf einmal kaufen, und so mehr Euro oder NuYen auszugeben, als eigentlich notwendig, gibt es auch noch alte Grimoirien.

Dabei handelt es sich um - angeblich oder tatsächlich - uralte Wälzer und Folianten, die im Mittelalter, der Renaissance oder im 19ten Jahrhundert entstanden sind oder sein sollen. Mit dem Erwachen haben sich viele dieser Schriften, die zuvor nur okultistisch angehauchte Spinner interessierten, interessanter Weise als echte Zauberbücher herausgestellt.

Shadowtalk Pfeil.png Die Dinger enthalten häufig eine ganze Masse pseudo-religiösen Mumpitz, Regeln zur magischen Lebensführung, über rituelle Waschungen, Fasten, Schutzgebete und Bannsprüche - wobei letztere sogar hilfreich sein können - und weiß der Teufel was noch... Es stehen aber z. T. auch verdammt potente Zaubersprüche drin, und einige verraten sogar wahre Namen von Freien Geistern, auch wenn die Verfasser dabei immer von Engeln oder Dämonen schreiben, mit denen der geneigte Magier einen Pakt eingehen könnte...
Shadowtalk Pfeil.png Beissendes Buch.gifStreet-Whizz

bekannte Grimoires[Bearbeiten]

  • Das Necronomicon oder Kitab Al'Azif (wörtlich: Das Buch vom Summen) [1]
  • Liber Umbrus [2]
  • Compendium Maleficarum - ein 1608 in Italien veröffentlichtes Handbuch der Nekromantie und anderer dunkler Rituale, 2041 von einem Zauberer namens Lopiccolo teilweise überarbeitet und mit modernen, schwarzmagischen Theorien ergänzt [5]
Shadowtalk Pfeil.png In diesem durchaus nutzbringenden Werk findet sich unter anderem auch, wie man eine Ruhmeshand herstellt... durchaus praktisch, auch, wenn mein Tutor an der Uni in Heidelberg deswegen fast ausgetickt ist, und anschließend nix besseres zu tun hatte, als zu unserem Dekan zu rennen... und der hat doch tatsächlich darauf bestanden, das ich das gute Stück eigenhändig und vor seinen Augen vernichte, der blöde Fragger!
Shadowtalk Pfeil.png Astaroth-Sigill.png Dippel Junior
  • Mortuus Malum - eine im 12. Jahrhundert n. Chr. angeblich erstmalig gebunden veröffentlichte, detaillierte Zusammenfassung römischer Chronisten über druidische gallische und keltische Stammesrituale zur Beschwörung von Dämonen, die im Gallischen Krieg 60 und 33 v. Chr. angeblich gegen die römischen Legionen eingesetzt wurden (und damals über 2.000 Jahre vor dem Erwachen natürlich wirkungslos waren) [5]
  • De Praestigus Daemonum - ein Handbuch der Hexenkunst in ihrer üblen Ausprägung, das Anleitungen für Flüche und Tränke sowie Hinweise enthält, wie die Hexe die Gefahr, auf dem Scheiterhaufen zu landen, oder ertränkt zu werden reduzieren kann. 1563 auf Latein veröffentlicht, 1928 ins Englische übersetzt und 2028 für die Sechste Welt überarbeitet. [5]
  • Aeternitas - legendäres Grimoire, aramäisch-lateinisch-griechisch, soll die Formeln und Rituale beschreiben, mittels dem der Besitzer ein Amulett herstellen kann, das angeblich Immunität gegen den Tod verleiht. [8]

Über einige dieser Grimoirien die lange vor dem Erwachen verfasst wurden, findet sich auch auf der Historienseite Wikipedia einiges an Information.

Shadowtalk Pfeil.png Einige dieser Bücher sind echt gefährlich... dieses «Buch Gaf», auf dem die Aleph Society aufgebaut ist zum Beispiel. Es gibt etliche Grimoires, die auf dem Index stehen, und deren Besitz Dir die höchst unangenehme Aufmerksamkeit der Templer, der Theurgen Westphalens und der Vigilia Evangelica einbringt! - Drek, bei einigen hier genannten Titeln kann Dich der bloße Besitz sogar in Gegenden, wo die Kirche wenig bis nichts zu sagen hat, Deine Magierlizenz kosten, und Dir eine verschärfte Beobachtung durch die Ordnungshüter als "potentieller magischer Krimineller" bescheren...!
Shadowtalk Pfeil.png Curiosity Thrills the Cat ...was nicht heißt, daß ich es nicht riskieren würd'!

Andere Grimoires sind zum Beispiel

Nach wie vor ein Rätsel ist das Voynich-Manuskript, dessen Entschlüsselung fast unmöglich scheint.

Bekannte, moderne Titel, die namentlich im Untergrund der magischen Gemeinschaft kursieren sind

  • Alchemie des Canabis [3]
  • Der Neo-Anarchistische Straßenmagie-Führer (engl. The Neo-Anarchist's Guide to Street Magic) [4] von 2065 - beinhaltet den Einsatz von Beschwörung und Zauberei für kriminelle Zwecke. [5]
  • 99 Flaschendämonen an der Wand - ein Buch, das 2058 von magisch begabten Neo-Anarchisten veröffentlicht wurde, und Möglichkeiten der Nutzung von Alchemie und Ritualmagie für terroristische Zwecke beschreibt. [5]

Das mit Abstand bekannteste moderne Grimoire mit der weltweit höchtsten Verbreitung ist "Das Grimoire; Das Handbuch der Praktischen Thaumaturgie", das 2036 veröffentlicht wurde, und 2076 - in mittlerweile 39. Auflage [W2] - an Universitäten mit thaumaturgischer Fakultät und unter ernsthaften Magiern als absolutes Standartwerk gilt. [6]

Trivia[Bearbeiten]

Grimmy the Grimoire ist ein animiertes Grimoire, das von Charisma Associates für eine Tourismuswerbekampagne für Tír Tairngire geschaffen wurde.


Out-Game[Bearbeiten]

Die ersten drei "Magie"-Bücher für Shadowrun - "The Grimoire: 14th Edition, 2050", "The Grimoire: 15th Edition, 2053" und die deutsche Übersetzung "Grimoire" trugen jeweils den Begriff im Titel. Die ergänzende englischsprachige eBook-Veröffentlichung zum 4. Edition-Regelwerk "Street Magic" von Catalyst Games Lab erschien unter dem Titel "Digital Grimoire" als Pdf. Das Magie-Regelwerk für die fünfte Edition trägt den Titel "Street Grimoire" (in der deutschen Ausgabe: "Strassengrimoire")

Quellen[Bearbeiten]

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Portfolio of a Dragon: Dunkelzahn's Secrets / Portfolio eines Drachen: Dunkelzahns Geheimnisse
^[2] - Seattle 2072 p.88 (nur englisch)
^[3] - Feral Cities / Krisenzonen S.48
^[4] - Vice / Unterwelten S.10
^[5] - Street Grimoire / Straßengrimoire S.251
^[6] - Street Grimoire p.128 / Straßengrimoire S.160
^[7] - Schattenjäger S.881 - Romansammelband, enthält "Aeternitas" von Markus Heitz
^[8] - Schattenjäger S.1162-1167 - Romansammelband, enthält "Aeternitas" von Markus Heitz

Widersprüche:[Bearbeiten]


^[W1] - Im "Schattenjäger", S.881 wird behauptet, das Grimoire des Honorius sei verfasst worden, während in Europa der 30jährige Krieg tobte und der Hexenwahn einen Höhepunkt erlebte. - Dies kann, wenn man die Lebensdaten Honorius III. (wie auch Honorius IV.) zugrunde legt, nicht stimmen, da beide im 13. Jahrhundert gelebt haben.
^[W2] - Aufgrund der Erscheinung und der Auflagenanzahl des 2053 erschienen Handbuch der Thaumaturgie müsste 2076 bei einjähriger Neuauflage eigentlich die 38. Auflage erschienen sein. Eine mögliche Erklärung wäre eine Sonderauflage, eine andere das die Grimoirequellenbücher nicht berücksichtigt werden und die 40. Auflage von 2076 erst erscheint.

Weblink[Bearbeiten]