Sturmvogel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sturmvogel (Begriffserklärung) aufgeführt.

Der Roman „Sturmvogel“ ist der 51. Shadowrun-Roman, geschrieben von Markus Heitz. Erschienen ist der Roman 2004 im Heyne-Verlag.

Buchinformationen[Bearbeiten]

  • Lfd.-Nr.: 51
  • Titel: Sturmvogel
  • Autor: Markus Heitz
  • Verlag: Wilhelm Heyne Verlag München
  • Format: print
  • Einband: Paperback
  • Seitenzahl: 379 Seiten
  • Erschienen: Juli 2004
  • ISBN-10: 345387904X
  • ISBN-13: 978-3453879041

Rückseitentext[Bearbeiten]

Zunächst hat Poolitzer die AG Chemie Beiersdorf im Verdacht, sie wolle einen Umweltskandal vertuschen. Als jedoch hochmoderne Sharkskin-Powerboote vom Testgelände einer Werft verschwinden und ein Schiff mit atomarem Sondermüll gekapert wird, argwöhnt der Reporter, dass Terroristen im Ostseeraum ihr Unwesen treiben. Steckt etwa sein alter Widersacher, Staatsanwalt Mathias Fröhlich-Eisner, dahinter? Der charismatische Politiker ist der neue Star der einstmals rechtsradikalen Deutschnationalen Partei, und unter dem Deckmantel der Gesetzestreue und Ordnungsliebe steht er kurz davor, einen grandiosen Wahlsieg zu erringen. Poolitzer lässt sich von diesem scheinbaren Gesinnungswandel nicht täuschen und findet heraus, dass Fröhlich-Eisner in Verbindung mit Aktivisten der Nationalen Aktion steht, die Anschläge mit Massenvernichtungswaffen gegen das Elfenreich Herzogtum Pomorya vorbereiten. Doch der Reporter hat seinen Gegner sträflich unterschätzt...

Inhaltsangabe[Bearbeiten]

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Der Schattenreporter Severin T. Gospini aka Poolitzer macht sich bei einem Kurzbesuch in Pomorya, den er im Rahmen einer Busreise mit der Anders Ausflüge GmbH unternimmt, mit seiner unnachahmlichen Ignoranz unbeliebt, und gerät an Aurora Teleam, Elfe, Sängerin und rebellische Tochter von Graf Elias Teleam, die ihm hilft, heil wieder aus dem Elfenstaat raus zu kommen. - Kaum zurück im Norddeutschen Bund macht er sich an eine Reportage über den Wahlkampf der DNP. Die "ehemals" rechtsradikale Deutsch Nationale Partei gibt sich unter ihrem neuen Spitzenkandidat - Staatsanwalt Martin-Fröhlich Eisner - als streng gesetzestreue Law-&-Order-Populisten (à la Schill), aber Poolitzer hat begründete Zweifel. Als er in Rostock ein - vorgetäuschtes - Attentat auf Eisner durch den NA (Nationale Aktion) Terroristen Sebastian Baduscheidt beobachtet, nimmt er die Spur auf. Einen knappen Monat später begleitet er grüne Umweltschützer auf ihrem Hovercraft "Analysis II" auf der Nordsee, die dem Chemie-Konzern Beiersdorf eine seiner Umweltsauereien nachweisen wollen - und wird Zeuge, wie falsche Polizisten die "Analysis" nach Piratenart kapern und die Crew sowie die Laboranten ermorden. Er hat die AG Chemie, den Mutterkonzern von Beiersdorf, in Verdacht - aber in Wahrheit steckt die NA dahinter, die auch einen Castor-Container mit radioaktivem Abfall von dem Megafrachter "Stagecoach" raubt, dessen Inhalt als Material für eine "schmutzige Bombe" dienen soll. Als sich die Roten Korsaren in Bremen ein Powerboot unter den Nagel reißen wollen, aber in eine Falle laufen, droht ein ausgewachsener Piratenkrieg zwischen ihnen und den Störtebekers Erben - und wieder steckt die NA und Baduscheidt dahinter. Gospini, der von einem Bekannten beim LKA - Kommissar Spengler - auf die NA und Baduscheidt angesetzt worden ist, gelingt es, ein Interview mit einer Piratin der Korsaren zu machen, während die NA Terroristen einen Decker der Vory v Zakone aus der JVA Orlebshausen befreien. Der Schattenreporter hilft dem Troll Waterkant von den Korsaren, der bei dieser Gelegenheit ebenfalls entkommt... und landet dafür selbst in der Hölle des Hamburger Gefängnisses "Big Willi", als ihn sein Intimfeind, der Staatsanwalt Fröhlich-Eisner, in einem Schauprozess anklagt, und seine Verurteilung erreicht.

Nach dem Baduscheidt einen bestialischen Mord an einem jungen Mitarbeiter der Hamburger Botschaft Pomoryas mit einer Glaskokille aus dem geraubten Castorbehälter verübt hat, holt das BKA Poolitzer wieder aus dem Knast, und macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Frei auf Bewährung, wenn er die Polizei dafür zu Baduscheidt führt. In der Folge kommt er einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, in die Bischof Cölestin Harden von der deutsch-katholischen Kirche aus Westphalen, Dr. Eberhard S. Theis von der Bremer Vulkan Werft und Fröhlich-Eisner verwickelt sind, die insgeheim die NA beim Versuch unterstützen, einen großangelegten Anschlag mit radioaktivem Material auf den Elfenstaat Pomorya zu verüben, während die DNP sich gleichzeitig auf einen historischen Wahlsieg im Norddeutschen Bund vorbereitet! Nach mehreren Anschlägen auf sein eigenes Leben weiß Severin T. Gospini sich nicht mehr anders zu helfen, als über seine Schattenkontakte einen Wetworkauftrag gegen die Köpfe der Verschwörung zu erteilen, den er aber wieder zurückzieht, weil er da - trotz aller Verbrechen seiner Feinde - doch Skrupel hat.

Es kommt noch schlimmer, da Baduscheidt sich Zugang zu einem gesunkenen russischen U-Boot namends "Sturmvogel" aus den Eurokriegen in der Ostsee verschafft, und es ihm trotz gemeinsamen Eingreifens von Poolitzer, Piraten und russischer Speznas gelingt, einen Teil der Nuklearwaffen zu entwenden und weitere auf Pomorya abzufeuern. Diese werden zwar mittels Magie abgewehrt bzw. abgelenkt, und der Plan der Terroristen scheitert. Dafür finden sich allerdings etliche der Nord- und Ostseepiraten, die den Kampf mit Baduscheids Leuten überlebt haben, im Gefängnis wieder, trotz des Hinweises des Reporters auf ihren Einsatz gegen die Terroristen.

Obwohl der Schattenreporter sich alle Mühe gegeben hat, kann er den Wahlerfolg der DNP und Fröhlich-Eisners nicht verhindern, weil ihm Beweise fehlen. Trotz Severin T. Gospinis Rückzieher in punkto Mordauftrag fallen sowohl die neugewählte Landtagsfraktion der DNP als auch der der Exec der Bremer Vulkanwerft professionellem Wetwork zum Opfer, weil andere - wohl in den Reihen des BKA - weniger Skrupel haben und die Angelegenheit konsequent zu Ende bringen wollen. Poolitzer befreite mit einem Trick seine festgenommenen Piraten-Chummer aus der JVA und konnte knapp einen zweiten Anschlag mit den letzten, von der NA aus dem U-Bootwrack gestohlenen Atomwaffen auf Pomorya verhindern, weil er es im letzten Moment schafft, die offiziellen Stellen im Elfenland zu warnen. Dabei fanden dann schließlich der Terrorist Baduscheidt und dessen verbliebene Kumpane endlich ihr verdientes Ende.

Damit ist Poolitzer in Pomorya nicht länger unerwünscht, und wird vom Herzog Jaromar Greif persönlich empfangen. Schließlich trifft er sogar noch seine alte Freundin Gee-Gee in Stuttgart, die er während seines Abenteuers in der SOX1 kennen und lieben gelernt hatte, wieder ... und erlebt wieder einmal eine Enttäuschung, weil sie nicht mehr die Frau ist, die er kannte.

1 Siehe: «Gottes Engel» - Roman von Markus Heitz


Anmerkungen[Bearbeiten]

Dieser Roman wurde bei Heyne auch im Sammelband "Schattenläufer" zusammen mit den Romanen "05:58" und "Jede Wette" noch einmal veröffentlicht.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]