Mandschurei

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Mandschurei
(Manchuria)
Flagge der Mandschurei


Karte der Mandschurei

Hauptstadt: Shenyang
Business Recognition Accords: nicht unterzeichnet
Einwohner: 110.869.000
Ethnien:
Han: 70%
Mandschu: 20%
Koreaner: 5%
Mongolen: 5%
Sprachen:
Mandarin: 85%
Mandschurisch: 10%
Koreanisch: 15%
Mongolisch: 10%
Religionen:



Buddhismus
Schamanismus
Konfuzianismus
Daoismus

Die Mandschurei - offiziell Manchuria - ist einer der Chinesischen Nachfolgestaaten, die aus der Volksrepublik China hervorgingen, nach dem diese komplett zerbrach und zerfiel.

Geschichte & Geografie[Bearbeiten]

Manchuria gehörte bis 2028 zum Rumpfstaat Republik China - dem Nachfolger der kommunistischen VR China - und wurde von ihrem ersten Präsidenten, Lt. Colonel Shen Yao-Xiang, in die Unabhängigkeit geführt.

Die Mandschurei grenzt - außer an Russland, die Mongolei und die Republik China - an Korea, was zur Folge hatte, daß sie nicht zuletzt während des zweiten Koreakriegs zahlreiche Flüchtlinge aus Nordkorea aufnehmen mußte. Vor ihrer Unabhängigkeit war sie eine der zahlreichen Sonderwirtschaftszonen im kommunistischen China, in denen die reale Wirtschaftsentwicklung nichts aber auch gar nichts mehr mit der kommunistischen Parteilinie zu tun hatte. Hiervon profitierte auch der Vater des jungen Kwang Te-Dong, der als Halbwüchsiger nach der nordkoreanischen Niederlage mit den Leibwächtern seines Vaters hier her kam, studierte, als kaum 20jähriger seinen eigenen kleinen Konzern gründete und eine Chinesin - Kwangs Mutter - heiratete [2]. Außerdem verfügt sie über ein Stück Küste und damit Zugang zum Gelben Meer.

Shadowtalk Pfeil.png ...was seiner Zeit bei der Ausweisung als Sonderwirtschaftszone von entscheidender Bedeutung war, und auch für die heutige Wirtschaftsentwicklung dort ganz hilfreich ist!
Shadowtalk Pfeil.png Kwang - The Matrix Hotdog

Näheres über die historische Mandschurei und ihre Geschichte als Teil der VR China bzw. japanischer Marionettenstaat Mandschuko im zweiten Weltkrieg findet sich in der historischen Enzyklopädie Wikipedia.

Das erwachte Manchuria[Bearbeiten]

In der heutigen, Sechsten Welt ist sie ein Erwachtes Land, aber anders als bei anderen Erwachten Ländern bezieht sich dies nicht auf eine von wilder Magie durchdrungenen Natur, zahllose paranormale Critter oder erwachte Pflanzen. - Vielmehr ist Manchuria eine prosperierende Industrienation mit vielen urbanen Zentren, in denen die Bevölkerung, die Einwohnerschaft erwacht ist: Dem mandschurischen Volk gehören viele Geister und Magier an, die gemeinsam mit einer allgegenwärtige geisterhafte Präsenz, dem Land seine magische Natur verleiht.

Ein außergewöhnlicher militärischer Erfolg Lt. Colonel Shen Yao-Xiangs - damals Offizier in der Armee der Republik China - gegen eine kommunistische Befestigung nahe Nanking war die Folge eines Rates von drei alten, chinesischen Männern, die ihm vor der Schlacht erschienen. Auch die Tatsache, daß er anschließend nach Shenyang zurückkehrte, eine Armee aushob, die Provinzen Liaoning, Jilin und Heilongjian sowie eines Teils der inneren Mongolei zu Manchuria vereinte und in die Unabhängigkeit führte, ist auf die Ratschläge dieser drei geheimnisvollen Ratgeber zurückzuführen, bei denen es sich vermutlich um Ahnengeister gehandelt haben dürfte.

In den folgenden 8 Jahren, die er die Mandschurei als Präsident regierte, und zu Frieden und Wohlstand führte, wurden u. a. Gesetze erlassen, die Freien Geistern die Bürgerrechte gewährten, was zu einem starken Zuzug insbesondere von Geistern des Menschen und Ahnengeistern führte, die sich niederließen, und heute ein fester Bestandteil der mandschurischen Gesellschaft sind. Diese Umgebung zog wiederum viele Magier an, die vermehrt nach Manchuria kamen und eine neue Heimat fanden.

Geisterbevölkerung[Bearbeiten]

Geister haben in Manchuria den gleichen Status wie Metamenschen und genießen den gleichen rechtlichen Schutz. Die Beziehungen zu ihren menschlichen Mitbürgern unterscheiden sich kaum von deren Beziehungen untereinander. Sie reichen von Freundschaft und Nachbarschaftshilfe über Geschäftskontakte bis zu Kleinkriminalität und Schlägereien. Freie Geister können einen Beruf ergreifen, ein Geschäft besitzen und sich für öffentliche Ämter zur Wahl stellen.

Manchuria ist in vielerlei Hinsicht vorallem eine urbane Gesellschaft, so dass sich viele Ahnengeister und Geister der Menschen hier ansiedeln. Die Magie des Landes erschwert die Beschwörung von Geistern der Menschen. Diese ist zudem im Gegensatz zur Beschwörung von Naturgeistern gesetzlich reguliert und unterliegt bestimmten Beschränkungen.

Shadowtalk Pfeil.png Wenn Du in Manchuria versuchst, einen Freien Geist durch Kenntnis seines Wahren Namens deinem Willen zu unterwerfen, machst Du Dich ebenso strafbar, wie wenn Du Dir einen Sexsklaven von den Yakuza, der Vory oder irgendwelchen Piraten kaufst...
Shadowtalk Pfeil.png VoodooMama ...sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

Die Shedim scheinen sich von Manchuria fernzuhalten.

Ta'Ren[Bearbeiten]

Die Ta'Ren sind ein wichtiger Faktor für Manchurias Status als Erwachtes Land. Es ist ihre Allgegenwärtigkeit, die das Land mit einer mystischen Präszenz überzieht.

Magiergemeinschaft[Bearbeiten]

Die gut entwickelte, städtische Umgebung macht Manchuria im Gegensatz zu den meisten Erwachten Ländern zu einem recht freundlichen Ort. Magier finden in ihr eine Kombination aus inspirirender, mystischer Umgebung und moderner Infrastruktur. Vorallem Schamanen, die sich dem neubelebten mandschurischen Schamanismus widmen, der einst durch die kulturelle Dominanz der Han fast verschwunden war, haben sich hier angesiedelt. Dieser Schamanismus ist an den urbanen Lebensstil gut angepasst, es gibt daher viele Straßenschamanen. Totems, wie Hund, Schlange und Ratte, sind sehr beliebt, weil es sich um Tierzeichen des chinesischen Kalenders handelt. Darüber hinaus folgen viele Schamanen Katze, Karpfen und Fuchs.

Shadowtalk Pfeil.png Schamanen die Karpfen folgen? - Das klingt selbst für mich reichlich ungewöhnlich... obwohl, es könnte interessant sein, mal einen kennen zu lernen, und seine Sichtweise der Gabe der Magie zu hören. - Vermutlich wird er - von seinem Schutzpatron ausgehend - mehr oder weniger in sich selbst ruhen... fast, wie ein kleiner Buddah.
Shadowtalk Pfeil.png Mishiwa Kai-Tang ...dances with Dolphin

Die wilden Landstriche von Manchuria eigenen sich für die Sammlung von alchemischen Rohmaterialien und die Extraktion von Telesma.

Statistisches[Bearbeiten]

Im Jahre 2064 hatte Manchuria 110.869.000 Einwohner, die sich auf die Volksgruppen der Han mit 70% und der Manchu mit 20% sowie je 5% Koreaner und Mongolen verteilten. Von diesen Menschen und Metamenschen sprachen 85% Mandarin, 10% Manchu, 15% Koreanisch und 10% Mongolisch. Jemanden mit englischen, russischen (oder sonstigen europäischen) Sprachkenntnissen zu finden, war und ist in der Mandschurei eher schwierig...

Die vorherrschenden Religionen in der mandschurischen Bevölkerung sind Buddhismus, Schamanismus, Konfuzianismus und Daoismus.

Außenpolitik[Bearbeiten]

Die Beziehungen zur Republik China sind - verständlich angesichts der einseitigen Abspaltung - angespannt, ebenso, wie zum benachbarten Henan, wo man sich in neo-kommunistischer Utopie übt. Bekanntermaßen erhält die Republik China wiederum Militärhilfe von den Megakonzernen, um sich Henans und Manchurias zu erwehren...

Das Verhältnis Manchurias zum benachbarten Yakutien ist offen feindschaftlich, was daran liegt, daß sich die dort herrschenden Gestaltwandler und die Geisterbevölkerung der Mandschurei gegenseitig als Feinde betrachten. Kai-Xiang, Sohn des Staatsgründers Shen, hat schon mehrfach die Truppen Manchurias über die Grenze gegen Yakut geführt. Da sie dabei mit dem Südkorridor notwendigerweise russisches Territorium durchqueren mußten, sind auch die Beziehungen zu Russland etwas belastet.

Shadowtalk Pfeil.png Wobei die meisten der russischen Generäle - und mehr noch die untergeordneten Offiziere an der Front - jedem mit Freude einen «Vaterländischen Verdienstorden» an die Brust heften würden, der den sibirischen Gestaltwandlern kräftig was auf die Nase gibt!
Shadowtalk Pfeil.png Red Anya


Konzernrecht & Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Mandschurei gehört zu den wenigen Nationen, die die 2042 eingeführten Business Recognition Accords des Konzerngerichtshofes nicht unterzeichnet haben, und weigert sich auch weiterhin erfolgreich, dies zu tun. Daher gesteht die Nation den Konzernen somit keine - bzw. nur in extrem eingeschränktem Maße - Exterritorialität zu. Soweit es solche für Konzerne überhaupt gibt, ist sie strikten Auflagen unterworfen, was selbst die Megakonzerne - zähneknirschend - akzeptieren, da sie nicht darauf verzichten wollen, auch hier Geschäfte zu machen.

Konzernrecht[Bearbeiten]

Exterritorialität ist in Manchuria möglich, allerdings gibt es zwei Beschränkungen, die verhindern des ausländische Konzerne ohne weiteres als exterritoriale Entitäten auftreten können. Zum einen bekommen nur mandschurische Konzerne, die bestimmte und zum Teil recht ungewöhnliche Auflagen erfüllen, den Status, zum anderen gibt es eine Beschränkung wieviele Anteile dieser Konzerne ausländische Eigner halten dürfen. Die "Besitzungen" der meisten Megakonzerne im Land, gehören deshalb nicht dem Konzern, sondern einem mandschurischen Bürger, der dessen Angestellter ist. Angesichts der wenig konzernfreundlichen Rechtssprechung in Manchuria eine riskante Situation. Vertragswerke, die den Mutterkonzern vor eigenmächtigen Handlungen ihres "Statthalters" schützen, werden eventuell nicht anerkannt.

Shadowtalk Pfeil.png Dann wird schonmal jemand umgebracht, wenn er im Verdacht steht, die Firma zu selbstbewusst in seine eigene Richtung zu steuern. Bei der Höhe der Investionen reagieren manche Konzerne panisch. Sie schlagen zuerst zu und fragen hinterher, was eigentlich los war.
Shadowtalk Pfeil.png Yarha
Shadowtalk Pfeil.png Mit so einer Aktion hat sich Hana Trading International vor Jahren in den Fuss geschossen. Die Beziehung zu Lang She, dem Besitzer ihrer mandschurischen Zweigstelle, hatte sich etwas abgekühlt. Lang hatte eines Tages einen Autounfall, seine Limousine stürzte von einer Brücke in den Hun. Hana hatte für den Fall natürlich vorgesorgt. Das Testament von Lang begünstigte einen anderen Angestellten des Konzerns, der für ihn übernehmen sollte. Dann tauchte aber Langs Nichte Yuling mit einem handgeschriebenen Testament ihres Onkels auf, das sie als Erbin des Unternehmens auswies. Hana zog vor Gericht, aber das handgeschriebene Testament neueren Datums wurde anerkannt.
Als wäre das nicht schlimm genug, platzte wegen dieser ganzen Geschichte ein anderer Deal, den Hana in Südostasien machen wollte. Ohne ihre mandschurische Zweigstelle kamen sie einfach in Lieferschwierigkeiten. Ein Partner bei diesem Deal, Kim Woo-Suk, war wenig erfreut über diese Entwicklung und nutzte seine Kontakte zur koreanischen Börsenaufsicht, um endlich eine seit Jahren ausstehende Überprüfung verschiedener Termingeschäfte von Hana Trading International in Gang zu bringen. Vor dieser Geschichte waren sie mal ein AA-Anwärter, danach... naja, sagen wir mal der Crash war ein Gnadenschuss. Yuling jedenfalls hatte nicht das geringste Interesse an der Firma ihres Onkels, ein Freund von ihr allerdings, ein Freier Geist, hat das Unternehmen übernommen und ist gut im Geschäft. Ich habe sogar gehört, dass er nach dem Crash ein paar Überbleibsel von Hana aufgekauft hat. Tja, sweet irony.
Shadowtalk Pfeil.png 가희


Wirtschaft[Bearbeiten]

Die meisten Triple-As und viele kleinere Konzerne machen zu den genannten Bedingungen Geschäfte in Manchuria. Da die Megakonzerne aus den meisten anderen Ländern ein unterwürfig-freundliches Klima gewohnt sind, bleiben die Beziehungen zur mandschurischen Regierung doch eher kühl. Evo genießt hier etwas mehr Wohlwollen, seit der Konzern, damals noch Yamatetsu, von Yuri Shibanokuji geleitet wird und in das über die Grenze gelegene Vladivostok zog. Yamatetsu Asia konnte zum Beispiel nach der Verlegung der Konzernzentrale über neugeknüpfte Kontakte nach Manchuria, aber auch nach Jakutien, seinen Handel mit Telesma und anderen magischen Gütern ausdehnen. [1] Vermutlich spielt auch die Tatsache, dass mit Buttercup ein Freier Geist im Vorstand des Konzerns sitzt, eine Rolle für die guten Beziehungen.

Für die kleineren Konzerne stellt Manchuria eine interessante Gelegenheit da. Die restriktiven Regulierungen verringern die wirtschaftliche Macht, die die Megakonzerne entfalten können, sie werden auch nicht umbedingt bei den üblichen "wirtschaftlichen Anreizen" der Regierung favorisiert. Kleine Konzerne haben in Manchuria eine Chance auf gute Marktanteile in Bereichen, die sonst von der obersten Konzernliga dominiert werden.

Shadowtalk Pfeil.png Mit anderen Worten sie müssen nicht gleich mucken, wenn einer der großen Jungs hustet.
Shadowtalk Pfeil.png Yarha
Shadowtalk Pfeil.png Aber am Ende mucken sie doch.
Shadowtalk Pfeil.png TrixWalker

Einer der Konzerne, die von dieser Umgebung profitieren, ist die Tan Tien Corporation.

Der größte exterritoriale, mandschurische Konzern Shangui Corporation ist gleichzeitig ein wichtiger Player auf dem asiatischen Markt und hat es bisher geschafft, sowohl dem Einfluss der japanischen Megakonzerne als auch dem der Pacific Prosperity Group zu widerstehen.

Schmuggel[Bearbeiten]

Der koreanische Hafen Ch'ongjin ist Operationsbasis für Schmuggler, die magische Güter, wie Telesma, Fetische oder Foki, über die nahgelegene mandschurische Grenze von Manchuria nach Korea schmuggeln. Diese werden von Ch'ongjin aus an Fixer in Japan oder Südchina verschifft. Ein Teil der mandschurischen Mystikgüter findet von hier seinen Weg nach Vladivostok oder Petropawlowsk-Kamtschatski von wo sie über die Seattle Sea Run-Route nach Seattle gelangen. Die Seattler Triaden sind wichtige Abnehmer für diese Waren.

Unterwelt[Bearbeiten]

Wegen der weitgehenden und umfassenden Integration der zahlreichen freien Geister in die (meta)menschliche mandschurische Gesellschaft bleibt es nicht aus, daß einige von diesen eigene kleine Verbrechersyndikate gründen, oder sich - ebenso wie (meta)menschliche magisch Begabte - lokalen Unterweltgruppierungen anschließen, was Polizei und Justiz vor ganz eigene Probleme stellt.

Shadowtalk Pfeil.png ...und neben den erwähnten lokalen Syndikaten, Kartellen, kleineren Triaden und größeren Gangs gibt es im Mandschu-Land übrigens auch eine Gangfiliale unsrer «Chinese Deadly Dwarfs», was ja nur passend ist, wo die Geschicke unsrer Gang ja schließlich von den Wahren Dwarfs gelenkt werden, die - nach gängiger, magietheoretischer Terminologie - ja auch freie Geister sind, wenn auch außergewöhnlich mächtige, die lange vor dem Erwachen ihren eigenen, religiösen Kult hatten, der sie verehrte. Und im übrigen haben sich meine Gang-Chummer dort unten komplett auf archäologische Raubgrabungen, den Schwarzmarkt mit den entsprechenden Fundstücken und Artefakten und generell auf's Talislegging spezialisiert... nur, falls es wen interessiert! [2]
Shadowtalk Pfeil.png Kwang - the VERY Korean Technomancer


Erläuterungen[Bearbeiten]

Als Flagge wird die 1922 adaptierte Flagge der vom chinesischen Warlord Zhang Zuolin beherrschten autonomen Mandschurei (1918-1928) verwendet.

Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mandschurei in der Shadowhelix, wo er unter GNUFDL steht. Eine Liste der Autoren findet sich hier.

Primärquellen zur Mandschurei in Shadowrun sind:

Quellendetails:[Bearbeiten]


^[1] - Corporate Download p.116 (nur englisch)

^[2] - Die Person "Kwang" und dessen als Jugendlicher aus Nordkorea ins spätere Manchuria gekommener Vater sowie die Gang der Chinese Deadly Dwarfs sind Eigenerfindungen von Benutzer "Karel" und nicht durch offizielle Quellen abgedeckt.