Freistaat Westphalen

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Freistaat Westphalen
Kirchenstaat Westphalen
Wappen des Freistaats
© Pegasus Spiele
Stand: 2074
Landeshauptstadt Münster
Einwohnerzahl: 1.400.000
* Menschen: 96%
* Orks: 1%
* Zwerge: 1%
* Trolle: <1%
* von SURGE Betroffene: 25%
Konzernzugehörigkeit: 25%
Unter der Armutsgrenze: 9%
Bildung:
Abitur-Äquivalent: 36%
Studium-Äquivalent: 16%
Religiöse Zugehörigkeit:
deutsch-katholisch: 92%
römisch-katholisch: 4%
konfessionslos: 2%
islamisch: < 1%
andere: < 1%
Medizinische Versorung:
BuMoNA
EuroMedis
Barmherzige Schwestern
Shiawase Omnicare (Lizenz beantragt)
Abdeckung: 100%
Reaktionszeit: 10 Minuten

Der Freistaat Westphalen (engl. Free State of Westphalia), auch Kirchenstaat Westphalen, kurz Westphalen, ist ein Allianzland der ADL.Es wird de facto von der Deutsch-Katholischen Kirche kontrolliert.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch der Montanindustrie im Ruhrgebiet 1998 und den darauf folgenden sozialen Unruhen und der jahrelangen wirtschaftlichen Misere konzentrierte die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sich zunehmend auf diese Region und ihre Probleme. Selbstverständlich stieß dies im ländlichen Westfalen auf wenig Verständnis, und so lösten sich diese Gebiete 2013 erfolgreich von NRW.

Als erster Ministerpräsident und von allen als neutral anerkannter "Schiedsmann" wurde provisorisch der Bischof von Münster, Klaus Klein-Schmeinck, gewählt. Als allerdings als sein politischer Nachfolger Bernhard Freiherr von Heeremann gewählt wurde, welcher auch sein Nachfolger als Bischof war, da begann sich die Kirchenherrschaft im Land zu verfestigen, zumal Heeremann ein äußerst ehrgeiziger Politiker und ein sehr fanatischer Ideologe war. Im Äußeren initiierte er den Landtausch mit dem Norddeutschen Bund, wobei das evangelische Bielefeld gegen das katholische Emsland getauscht wurde. Im inneren erließ er 2024 eine neue Gesetzgebung bezüglich Metamenschen, welche das Land bis zum heutigen Tag zum Metamenschen-feindlichsten der ADL machen. Damit festigte er auch seinen Machtanspruch, und den Machtanspruch der Deutsch-Katholischen Kirche, welche den Staat bis heute unter Kontrolle hält.

Politik[Bearbeiten]

Die formelle Legislative in Westphalen ist der Landtag. Die Jahrzehnte-lange Dominanz der DNP in diesen wird vor allem durch die Kirche aufrecht erhalten, welche die Wahl der Partei von den Kanzeln herunter predigt. Allerdings sind die beiden wahren Machtfaktoren im Land die Kirche selbst, sowie in einem geringeren Maße die sogenannten "Fleischbarone", also die Besitzer der großen, zumeist auf Fleischproduktion ausgelegten Landwirtschaftsbetriebe. Da Kardinal Heeremann selbst acht landwirtschaftliche Gutshöfe besaß, überschneideten sich diese beiden Machtfaktoren bei ihm auf höchster Ebene.

Allerdings ist es letztendlich fast egal welche der Gruppen das Sagen hat, da alle - DNP, Fleischbarone und Kirche - zutiefst konservativ, und quasi feindlich gegen alles was nach 2011 kam: Magie, Metamenschen, Cyber-/Bioware... Eine Mentalität die von außen gern mit dem norddeutschen Spruch "Was der Bur nit kennt, dat frett hi net" beschrieben wird.

Das Sanktuariums-Edikt von 2070, als Markus Domenikus von Rethagen die Technomancer als von Gott berührt und gesegnet im Schoß der Kirche willkommen hieß, und der Orden von Laodicea gegründet wurde, war zwar ein enormer progressiver Schritt, die Auswirkungen waren jedoch zwiespältig: Zum einen waren nur jene Technomancer, die sich der Kirche anschließen und zu ihrer Doktrin zumindest ein Lippenbekenntnis ablegten willkommen, und zum anderen verteufelte die DKK auf der anderen Seite sämtliche Digitalen Intelligenzen - die neuen KIs - als Geschöpfe die Antichristen, und schickte die frisch in ihre Ordensstruktur eingegliederten Technomancer sogleich auf die Jagd, um diese wo immer möglich zu löschen und damit zu vernichten. - Dies hat Westphalen - neben der Schweiz und einigen Konzernen - zum erklärten Hassobjekt der radikalen KI-Rechtler gemacht.

"Außenpolitisch" besitzt Westphalen durch seine landwirtschaftlichen Produkte zwar eine starke Stellung, doch bestehen quasi zu allen deutschen Ländern und europäischen Staaten eher kühle Verbindungen, mit der Ausnahme Bayerns und des damaligen Großherzogtums Sachsen in Deutschland, und Spaniens und Kroatiens in Europa. Die Beziehungen zu Nordrhein-Ruhr sind besonders problematisch: Probleme bereiten von NRR-Boden durchgeführte Plünderungen westphälischer Landwirtschaftsbetriebe (von einem Ausmaß dass man dies nicht mehr "Mundraub" nennen kann), die Transrapid-Strecke zwischen Dortmund und Bielefeld die durch Westphalen fährt aber dort nicht anhält, und für deren "Schutz" Westphalen Geld von Nordrhein-Ruhr erpesst, und das Sauerland, in welchen es eine relativ starke Bewegung mit dem Ziel sich Westphalen anzuschließen gibt.

Waffenrecht[Bearbeiten]

Während Westphalen allgemein zu den Allianzländern zählt, in denen die Waffengesetze besonders streng sind, und - was noch wichtiger ist: auch durchgesetzt werden, ist der Freistaat zugleich auch eines der Länder mit der höchsten Dichte an Jagdscheinen, die sich im Besitz eines Großteils der männlichen, volljährigen Einwohner in den ländlichen Regionen befinden, und damit auch einer ganz erstaunlichen Anzahl legaler Langwaffen in privater Hand.

Shadowtalk Pfeil.png ...und seit der Orden des Heiligen Georg die - zuvor schon latent bis offen drachenfeindliche - Stimmung im Freistaat vor dem Hintergrund des Drachenbürgerkriegs der 2070er noch zusätzlich angeheizt und praktisch zum Überkochen gebracht hat, ist es unter den westfählischen Landjunkern und Freizeitjägern fast schon eine Mode geworden, am Wochenende loszuziehen, um Geschupptes zu schießen, und es schert hier niemand, ob die betreffenden dracomorphen Critter anderswo unter Naturschutz stehen, oder als "potentiell sapient" eingestuft werden!
Shadowtalk Pfeil.png Waidwerker

Sicherheit und Polizeirecht[Bearbeiten]

Die Bischofsgarde stellt faktisch Westphalens Äquivalent zu den Ländermilizen anderer Allianzländer dar, und ist unter diesen eindeutig die mit der größten Mannschaftsstärke wie auch die bestbewaffnetste, am besten ausgebildete und professionellste. Sie nimmt insbesondere die Aufgaben des Grenzschutzes war, hat darüber hinaus in Westphalen aber auch polizeiliche Befugnisse, und verfügt zudem über magisch Begabte und da namentlich theurgisch ausgebildete Kampfmagier vom Orden des Flammenden Schwertes und vom Orden des Heiligen Georg. - Gegen Sünder und Unangepasste setzen die Ordnungshüter Westphalens generell auf Repression und hartes Durchgreifen. So gehört etwa der Pranger in Westphalen wieder zu den polizeilichen Erziehungsmaßnahmen.

Magie und Metamenschen[Bearbeiten]

Jegliche Magieanwendung, solange nicht durch den "Hohen Theurgen" in Münster sanktioniert ist in Westphalen verboten, insbesondere naturmagische Traditionen wie Wicca oder Schamanismus, welche als Heidentum und/oder Ketzerei gelten. Die einzig halbwegs akzeptiere Magieform ist die deutsch-katholische Theurgie, eine der Hermetik verwandte und auf Kirchentraditionen und -rituale ausgerichtete Tradition, welche in Münster einen Lehrstuhl an der Westphälischen Wilhelms-Universität hat.

Zudem ist einen der Aufenthalt in Westphalen generell verboten wenn man Elf sein sollte, und auch Orks und Zwerge werden meist zur schnellen Ausreise genötigt. Alleine als Troll hat man eine Chance eine arbeitsintensive Anstellung zu finden, in einer Fleischfabrik oder einen Hafen.

Die radikale Kehrtwende Bischof Heeremanns im Jahr des Kometen, als er Toleranz für geSURGEte Changelings predigte, deren Veränderungen er als "Prüfung Gottes" darstellte, die die Gläubigen annehmen und akzeptieren müssten, leitete eine langsame Lockerung der anti-metamenschlichen Haltung der DKK und Westphalens ein. Hierzu trugen sowohl die späte Goblinisierung eines ranghohen Kirchenvertreters zu einem Ork, die half, ein vorsichtiges Umdenken zu bewirken, als auch die «Erleuchteten» bei. Diese zuvor verketzerte, pro-magische, evangelikale Sekte, unterstützte die die Bischofsgarde an den Externsteinen im Kampf gegen die Shedim und erlangte in Folge dessen offizielle - wenn auch nur zähneknirschende - Anerkennung durch die DKK... In der Folge dieser Veränderungen kam es zu einer schrittweisen Annäherung zwischen Münster und Rom, auch, wenn eine Delegation aus Westphalen bei einem Flugzeugabsturz in den österreichischen Alpen den Tod fand.

Shadowtalk Pfeil.png ...woran gerüchteweise unsere alpenländischen katholischen Hardliner um Bischof Boppo im Gelobten Land in Mariazell nicht ganz schuldlos sein sollen!
Shadowtalk Pfeil.png Die Päpstin

Bischof Markus Domenikus von Rethagen, der Nachfolger des am Morgen des 2. April 2064 verstorbenen Freiherrn von Heeremann, ist ebenso konservativ wie sein Vorgänger. Allerdings teilt er dessen offen anti-metamenschliche Haltung nicht, was eine Fortführung der schrittweise Entwicklung der DKK zu mehr Metamenschentoleranz erlaubt.

Shadowtalk Pfeil.png Wiewohl offiziell abgelehnt - oder im zweiten Fall sogar explizit verboten - genießen sowohl der rechtslastige Siegfriedbund der radikalen Drachenhasser als auch der Hexenhammer-Policlub unter der westphälischen Bevölkerung einschließlich mancher Wurstbarone erhebliche Sympathien und mehr oder minder offene Unterstützung...
Shadowtalk Pfeil.png Shadowtalker symbol anarchie.pngntifa - Direct Action
Shadowtalk Pfeil.png Wozu noch kommt, daß der Orden des Heiligen Georg in seiner offen drachenfeindlichen Haltung bis zur Befürwortung des Dracozids dem Siegfriedbund praktisch nicht nachsteht, und das ist ein offizieller, religiöser Orden der DKK, der sich in der zweiten Hälfte der 2070er stark im Aufwind befindet, was sein Ansehen und seinen Einfluss in Westphalen angeht! - Kein Wunder, daß Westphalen in der Folge das einzige Allianzland ist, das den Homo sapiens draco nicht als Mitglied der (Meta)Menschheit anerkennt, und wo die Tötung von Drakes und Drakomorphen praktisch straflos bleibt!
Shadowtalk Pfeil.png DragonWatch


Soziales Leben[Bearbeiten]

Das Leben auf dem Land ist noch sehr konservativ. Frauen werden in traditionelle Rollen gedrängt, da diese von "Gott gewollt" sind. So sieht man abends keine Frauen auf den Straßen des Kirchenstaates. Männer dagegen sollen die traditionelle Rolle des Ernährers der Familie innehaben. Beide Geschlechter werden ermutigt, dass sie früh heiraten und dann Kinder bekommen. Die Geschlechter führen im öffentlichen Leben ein getrenntes Dasein. Männer fallen im Kirchenstaat tagsüber auf, wenn die Frauen mit den Kindern unterwegs sind. Sexualität dient nur dem Kinder bekommen und Pornographie und "anrüchige Medien" sind im Kirchenstaat strafbar. Die Kinder werden in Westphalen von Kirche und Obrigkeit ermutigt, Verfehlungen und unangemessenes Verhalten zu melden, gleichgültig, ob von Altersgenossen oder Erwachsenen inklusive der eigenen Eltern, und es Pflicht regelmäßig zu beichten.

Shadowtalk Pfeil.png Was uns Schmuggler aus Hamburg nicht davon abhält doch solche Waren in den Kirchenstaat zu bringen. Man muss nur die Gepflogenheiten im Kirchenstaat kennen und wissen wenn man auffällt. Reisende Frauen, wenn sie keine Nonnen sind fallen auf. Und "haltet euch von Kindern fern", der Spruch, den man damals in Seattle im Bezug auf die ARK gesagt hat, trifft auch hier zu.
Shadowtalk Pfeil.png BlackLilly


Nicht zuletzt sind auch gelebte Homosexualität und einvernehmliche, sexuelle Kontakte zwischen unterschiedlichen Metatypen in Westphalen justitiabel, und werden von der Bischofsgarde häufig noch immer rigoros verfolgt.

Konzerne[Bearbeiten]

Aufgrund strikt zurückhaltender Vergabepraxen bei staatlichen Aufträgen, gezielter Bekämpfung, erheblichen Einschränkungen im Bezug auf die Ausrüstung und Bewaffnung der konzerneigenen Sicherheitskräfte aber auch der eher ländlichen Struktur des Landes gibt es nur wenige große Konzerne in Westphalen. Dennoch gibt es einige Spieler im Land, von denen nicht wenige direkt, oder indirekt etwas mit der Kirche zu tun haben.

Unterwelt[Bearbeiten]

Ungeachtet der harten Haltung, die Westphalen gegenüber Sündern und Kriminellen einnimmt, gibt es auch hier Umtriebe krimineller Organisationen: Neben den bereits erwähnten Schmugglern gibt es da zunächst einmal die Mafia mit der Amato-Familie aus dem benachbarten Hessen-Nassau. Diese hat ihre Finger tief in der Abfallwirtschaft Westphalens, in dem sie sich von Schlachthöfen und Wurstbaronen für die Entsorgung der Schlachtabfälle bezahlen lässt, diese dann jedoch - statt zur Müllverbrennung - in die VNL karrt, wo sie von der lokalen Penose aufbereitet, unter Verwendung in der NEEC verbotener Chemikalien halt- und genießbar gemacht und dann (mehrheitlich) in Länder mit weniger strengen lebensmittelrechtlichen Standards exportiert werden. Schließlich zeichnet sich noch der satanistische Mitternachtszirkel für einen signifikanten Teil der kriminellen Aktivitäten im Kirchenstaat verantwortlich, was von der Verbreitung von Drogen, BADs und sogenannten Höllen-BTLs über Talislegging bis hin zum Raub von Kirchenschätzen von historischem und künstlerischem Wert reicht.

Shadowtalk Pfeil.png Was so einfach nicht zu dulden ist. Deshalb habe ich zwei Gruppen befohlen sich um je eine der Ketzerorganisationen zu kümmern. Die Schatten sind den Konzernen zu verantworten, Gangs sind nicht grundsätzlich schlecht sondern meist die einzige Form von Ordnung aber organisierte Kriminalität wie die Mafia ist einfach nur krank und falsch und gehört geläutert.
Shadowtalk Pfeil.png Ignatius Das Licht ist nicht sanft, aber es reinigt!


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Freistaat Westphalen in der Shadowhelix, der dort unter GNUFDL steht. Eine Liste der Autoren findet sich hier.

Primärquellen zum Freistaat Westphalen sind:

Romane:

Sonstige: