Islamische Tradition

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Die islamische Tradition ist eine magische Tradition, die von Magiern islamischen Glaubens praktiziert wird. Eine ihrer Besonderheiten ist das durch den Koran auferlegte Verbot, schwarze Magie auszuüben. Im Kern der islamischen Tradition steht die Zuwendung zu Allah und die Achtung seiner Gebote. Da die Erwachten in den islamischen Gesellschaften noch immer als stigmatisiert gelten, ist dieses Bekenntnis zum Islam nach außen hin beinahe notwendig, um sich als Magier vor Verfolgung zu schützen, und damit nicht immer, sogar für den Betroffenen, von wahrer Überzeugung zu unterscheiden.

Shadowtalk Pfeil.png Man sollte auch noch wissen, dass es in den offiziell vom Islam geprägten Ländern bzw. Staaten, oft eine lange Tradition der sogenannten schwarzen Magie gibt. Dazu zählen Marokko, die Türkei, aber auch Ägypten. Einige dieser Techniken werden auch in Griechenland ausgeübt (vielleicht aufgrund seiner Nähe zur Türkei). Auch der Irak hat eine Jahrtausende alte Tradition dieser Magie, die auf babylonische Wurzeln zurückgeht.
Shadowtalk Pfeil.png anonymous

Beschränkungen[Bearbeiten]

Frauen ist das Ausüben von Magie strengstens untersagt. Allerdings gibt hier und da talentierte Frauen, Heilerinnen, weiße "Schutzmagierinnen", deren Kunst auf Akzeptanz stößt und deren Kräfte, so wie bei vielen anderen Erwachten auch, als gottgegeben und keineswegs magisch verstanden werden. (Stichwort: Ajat, göttliche Zeichen / Wunder) Es geht vielleicht auch eher um die Definition und um das Selbstverständnis des Wortes Magie.

Shadowtalk Pfeil.png Der erhabene Koran 72. Sura al-Dschinn
1. Sprich: «Es ward mir offenbart, dass eine Schar der Dschinn zuhörte; sie sprachen: "Fürwahr, wir haben einen wunderbaren Koran gehört,
2. Der zur Rechtschaffenheit leitet; so haben wir an ihn geglaubt, und wir werden unserem Herrn nie jemanden zur Seite stellen.
3. Und die Majestät unseres Herrn ist hoch erhaben. Er hat Sich weder Gattin noch Sohn zugesellt.
4. Und die Toren unter uns pflegten abscheuliche Lügen wider Allah zu äußern.
5. Und wir hatten angenommen, weder Menschen noch Dschinn würden je eine Lüge über Allah sprechen.
6. Und freilich pflegten einige Leute unter den gewöhnlichen Menschen bei einigen Leuten unter den Dschinn Schutz zu suchen, so dass sie (letztere) in ihrer Bosheit bestärkten»

Die westlichen Nachrichten sagen, wir hätten die Magie aus den Ländern der Schari'a verbannt. Angeblich soll das auch der Grund für den Zerstörung von Teheran durch einen Drachen gewesen sein. Das ist jedoch nicht die ganze Wahrheit, vielmehr das, was die westliche Welt über die islamische denken möchte. Der Ursprung des Wortes "Magie" liegt in Persien, viele alte Kulturen sind um das Zweistromland und die Kontinentalbrücke zwischen Afrika und Eurasien entstanden, die eine alte magische Tradition beinhalteten.
Die Nomaden haben die Tradition des Scheichwesens, des Wissens der Alten, die man in vielen anderen Kulturen wiederfindet.
Der Koran verbietet Magie nicht, er sagt lediglich, dass es gefährlich ist, sich mit solchen Kräften auseinanderzusetzen, weil der Geist dadurch eventuell von Allah abgelenkt werden könnte. Nichtsdestotrotz ist der Koran für Menschen, wie auch für die Geister, die Dschinn, geschrieben worden. Es gibt tatsächlich keine Religion oder andere Gesellschaft, wo die Geister so in die Tradition eingebunden wurden, wie im Islam. Ja, die Geister können auch den Koran lesen, sie haben ihn gelesen und können auch Gott als ihren Schöpfer erkennen und nach den Gesetzen des Koran leben. Es gibt bei den Geistern genauso wie bei den Menschen Individuen, die vom Glauben abgefallen sind, sie werden Shaitane (Toxische Geister?) genannt und Iblis, der gefallene Engel ist ihr Anführer.

Fazit: Es gibt kein Verbot für Magie in den islamischen Ländern, lediglich Warnungen vor Magie. Aber in den westlichen Ländern steht man den Magiern ja auch skeptisch gegenüber. Ähnlich ist das auch in den islamischen Ländern zu sehen; wie bei der Inquisition, kann man eine Anklage gegen die bösen Hexer, Magiere, Priester und so weiter erheben. Das konnte man jedoch auch schon davor, denn es geht ja im Grunde um eine Form der Apostasie.

Wo finden wir also Magie in diesen Landen? Überall, nur das man unterscheidet zwischen den "Guten" und den "Bösen" Leuten, Geistern oder Zaubern; aber wo geschieht das nicht? Magie ist nur eine der Kräfte Gottes, genauso wie der Wind, die See oder die Sterne.

Was führt also zu der Annahme, wir würden ein Teil Gottes verbannen?

Die islamischen Länder haben eine Religion gemeinsam, eine Tradition die sie seit über 1000 Jahren verbindet, wer hat so etwas noch aufzuweisen? Es ist blanke Eifersucht und Neid der westlichen Länder, die dazu führt, die Islamische Welt zu verurteilen und in Mißgunst zu stellen.
Shadowtalk Pfeil.png Sahidu Hassan Ibn Chaafi

Kaligraphische Texte in - teilweise fließender - arabischer Schrift, arabische Inkantationen und die Rezitation von Versen aus dem Koran ist zum Wirken von Zaubern unter islamischen Zauberern verbreitet. Besonders dem Studium der Naturphilosophie der Magie haben sich viele Magier in moderateren islamischen Ländern verschrieben, die sich mit den komplizierten, zugrundeliegenden Metaformeln und Gleichungen befassen. Für die Erschaffung von Hütern und Verzauberungen - in denen islamische Alchemisten brillieren - finden oftmals komplexe Arabesquen und talismanische Quadrate Verwendung, die Wafq genannt werden.

Der Umgang und die Interaktion mit Geistern jeglicher Art wird im Islam als gefährlich angesehen, weshalb Beschwörung weitgehend verboten ist. - Die entsprechende Praxis konnte diese Einschränkung aber dennoch nicht verhindern, so daß islamische Magier es - mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen - trotzdem wagen, Djinn und Ifrits zu beschwören, die "Kreaturen des rauchlosen Feuers".

Shadowtalk Pfeil.png Nach meinen persönlichen Beobachtungen in Sarajevo wie auch im nördlichen Afrika handelt es sich bei den herbeigerufenen Dschinni meiner islamischen Standeskollegen zumeist um Geister des Feuers, der Luft und der Erde, sie können aber auch die Form kriegerischer Schutzgeister und heilkräftiger Pflanzengeister annehmen...
Shadowtalk Pfeil.png Stabsgefreiter Frantz van Hal - Stabsmagier, zugewiesen der 3. Brigade UNAF

Passagen aus dem Koran haben sich zudem als Schutzgebet gegen Geister bewährt.

Praktiken des Schamanismus sind - naturgemäß - mit dem Islam als strikt monotheistischer Religion unvereinbar, und gerade verbotene, schamanistische Magieausübung wird in islamischen Ländern besonders erbittert von den Behörden und speziell der Mutawwa verfolgt. Nichts destotrotz verspüren auch manche Moslems den Ruf eines Schutzpatrons. Sofern sie diesen nicht - was vermutlich viele tun - ignorieren, oder sich gar von ihrem Talent komplett abwenden, werden sie die Stimme ihres Idols als einen der verehrten, wundertätigen Scheichs interpretieren, der ihnen hilft, und sie anleitet, ihre von Allah verliehenen Kräfte zu nutzen.

Shadowtalk Pfeil.png Das ist wie überall auf der Sechsten Welt: Nicht du wählst dir deinen Schutzpatron, sondern die Totems entscheiden, wen sie rufen ...völlig unabhängig davon, ob wir Metamenschen sie nun suchen, oder nicht. Wie sie uns dann jedoch erscheinen, hat eine ganze Menge mit der Sichtweise und den Erwartungen des jeweiligen Erwachten zu tun: Letzten Endes ist es der "Großen Mutter" beispielsweise gleichgültig, ob ihre Anhänger sie nun in ihrer ursprünglichen Form verehren, oder sie - wie es manche Katholiken tun - als "Gottesmutter Maria" ansehen, in ihr im Nahen Osten "Fatima" oder eine andere Tochter des Propheten zu erkennen glauben, oder sie in der Tradition der Hindus als Manifestation "Durgas" betrachten. - Die unterschiedliche Betrachtungsweise und Auslegung wird vom kulturellen Hintergrund bestimmt - die Quelle der Macht und des Wissens bleibt jedoch gleich.
Shadowtalk Pfeil.png Mag-o-Crater


Verbreitung[Bearbeiten]

In der Regel findet man berühmte Magier eher in weniger strengen Ländern, die islamistischen Alchemisten sind jedoch weit über die Grenzen der Länder der Scharia als große Wissenschaftler und Techniker berühmt. Das speziell unter europäischen Moslems verbreitete Islamic Renaissance Movement (IRM) bemüht sich, die magische Tradition, wie sie im islamischen, maurischen Spanien gepflegt wurde, wieder aufleben zu lassen.

Magisch Begabte in den extremeren Ländern der Scharia - insbesondere den schiitischen - sind nach eigenem Selbstverständnis vielfach keine Magier, sondern betrachten sich selbst als Muquarrabun‎ oder als Murids, deren Schüler.

Der Sufismus - eine mystizistische Richtung des Islam - hat sich von allen Hauptrichtungen der Islamischen Tradition am stärksten der Magie zugewandt, und seine Derwisch-Orden (Tariqas) sind seit dem Erwachen - trotz der Ausrottungsversuche der sekulären Regimes in der Türkei seit Kemal Atatürk - stark im Aufwind begriffen.


Jamil Islamayah[Bearbeiten]

Eine große Ausnahme stellt der Mönchsorden der Jamil Islamayah dar, der die Magie gegen Magie einsetzen darf, so wie die Mujahedin die Kräfte auch im Krieg einsetzen darf, obwohl denen nicht bewußt ist, dass sie erwacht sind und deshalb nicht trennen müssen, zwischen islamischer Welt und der Welt der Erwachten. Wobei man die Welt der Erwachten eher so verstehen muß, als Welt der von Allah abgefallenen, als die Welt derer, die glauben, Allah sei nicht existent oder würde nicht die Welt erschaffen haben, sondern an eine Kraft (Mana) oder irgendetwas anderes glauben; also eine Gemeinschaft der Apostasie und insofern strengstens verboten.


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Islamische Tradition in der in der Shadowhelix, wo er unter GNUFDL steht. Eine Liste der Autoren findet sich hier, wobei der Hauptautor Benutzer Harekrishnaharerama ist.

Primärquellen zur islamischen Tradition der Magie in Shadowrun: