Augmented Reality

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Die Augmented Reality (kurz AR oder Erweiterte Realität) ist ein - wenn nicht das - entscheidende und charakteristische Merkmal der kabellosen WiFi-Matrix.

Grundlagen[Bearbeiten]

AR-Fenster in einem Club zu Beginn der 2070er
® Catalyst Games Lab

In der erweiterten Realität werden im Blickfeld des Trägers eines Kommlinks, eines weiterentwickelten Ohrhörer-Phones, dreidimensionale Bilder als multimediale "Benutzeroberfläche" über die triste, graue Wirklichkeit gelegt werden. Der User nimmt diese mittels einer halbdurchsichtigen Brille oder Linse (oder seltener eines Minibildschirms) wahr, die mit seinem Kommlink verbunden sind, und kann mit ihr interagieren. Die holografischen, multimedialen Darstellungen "erweitern" die Wahrnehmung der physischen Welt (daher der Name), verändern sie, und ersetzen sie teilweise. - So schmückt sich Seattle in der AR etwa mit smaragdgrünen Poligonenoberflächen, um ihrem alten Beinahmen «Emerald City» gerecht zu werden und Hamburg blendet für AR-Nutzer die hässliche Gefängnisinsel «Big Willi». komplett aus dem Sichtfeld aus. Sogenannte AR-Objekte - kurz AROs (gesprochen: Arrows) - tauchen überall neben, auf und über den Straßen der Sprawls auf, wo RFID-Marker die entsprechende Botschaft senden, und blenden Bilder, Textfenster, Icons und Tags - teilweise zusammen mit akustischer Untermalung oder sogar Tastreizen, den sog. Haptics - in das Sichtfeld des AR-Nutzers ein.

Dies alles ist aber keine Einbahnstraße, da der Nutzer seinerseits mit der Augmented Reality interagieren kann: Sei es, daß er durch Scrollrädchen am Kommlink einzelne AROs heranzoomen oder auf weiterführend Informationen in aktiven Knoten zugreifen kann oder sei es durch AR-Datenhandschuhe mit denen man auf virtuellen Keyboards tippt (bzw. ein virtuelles Scrollrädchen bedient) oder sogar durch Feedbackkleidung, die Tastreize - die Haptics - oder sogar in der AR enthaltene SimSinn-Informationen vermittelt. Man kann Nachrichten für andere in der AR hinterlassen, in dem man RFID-Marker editiert (sofern diese nicht dagegen geschützt sind), oder in dem man sein PAN (Personal Area Network) ein "öffentliches" Profil senden lässt, das andere User der WiFi-Matrix dann lesen können. Außerdem kann man persönliche Nachrichten an jeden schicken, der mit seinem PAN gerade nahe genug ist, um von der Senderleistung des eigenen Kommlinks erreicht zu werden - sofern dessen PAN nicht so eingestellt ist, daß es persönliche Nachrichten von Fremden automatisch blockiert.

Schattenseiten[Bearbeiten]

Die Schattenseite der AR sind die unzähligen Werbebotschaften, die vielerorts unablässig auf den Nutzer der AR einprasseln: Wenn man mit aktivem Kommlink und ohne, mit schlecht eingestelltem oder mit zu schwachem Spamfilter durch die Innenstadt eines Plexes geht, springen einen die dreidimensionalen PopUps auf Schritt und Tritt förmlich an, so daß jeder garantiert innerhalb kürzester Zeit Kopfschmerzen bekommt. Jingles - akustische, mit Geräuschen und musikalischer Untermalung unterlegte Werbebotschaften - die einem zusätzlich die Ohren zudröhnen, machen die Sache auch nicht besser. Außerdem ist der Alptaum jedes Datenschützers vom gläsernen Konsumenten Realität geworden, da einen praktisch jeder Ramschladen mit Namen persönlich anspricht, und die Werbefenster, die in sein Blickfeld eingeblendet werden, dem Profil des potentiellen Kunden anpasst weil die entsprechenden Infos für all aus den Daten zu lesen sind, die das aktive Kommlink permanent sendet!

Noch schlimmer ist es in den berüchtigten sogenannten Spam-Zonen, wo die agressive Werbung oftmals mit Jingle-Würmern, Trojanern, AR-Viren und SimSinn-Botschaften auf BTL-Intensität behaftet ist. In den 2070ern sind es keineswegs nur Matrix-Kriminelle und Schwindelfirmen, die sich dieser Methoden bedienen, da auch die großen Konzerne - allen voran der auf Werbung und Medien spezialisierte Megakon Horizon Group - dieses «Guerilla-Marketing» praktizieren! Zum Unglück für den Verbraucher gibt es genügend Stadtteile in jedem Plex, in denen es illegal ist, sein Kommlink abzuschalten oder einen "versteckten" Modus zu nutzen, in dem das eigene Profil nicht für jeden lesbar ist - etwa in Wohnvierteln, touristischen Gegenden oder Einkaufsstraßen mit A bis Triple-A-Sicherheitseinstufung. Dort macht man sich durch solches "Fehlverhalten" sofort verdächtig, und muß mit physischen Kontrollen der Ordnungshüter wie HanSec in Hamburg, des Sternschutzes in Stuttgart oder der Schwarzen Sheriffs in München rechnen, die eine solche Lappalie gern als Vorwand nutzen, um jeden, der nach Straße oder Schatten aussieht, zu schikanieren. - Dumm nur, daß sich solche Hochsicherheitsgegenden teilweise mit Spam-Zonen überschneiden!

Hacking & AR-Vandalismus[Bearbeiten]

Der Online-Vandalismus hat in Zeiten der Augmented Reality natürlich ebenfalls neue Blüten getrieben. So bringen Go-Gangs, Trix-Vandalen der Bambuleszene und politische Radikale jeder Colleur ihre Tags und Parolen heute nicht mehr nur mittels Sprühfarbe, Plakaten und Aufklebern an realen Wänden sondern auch mit Hilfe der allgegenwärtigen, editierbaren RFID-Marker in der AR an. Einige dieser Sticker senden auch bösartige AR-Viren, Würmer oder andere Schadsoftware, die Kommlinks infizieren und die Funktion der Bordelelektronik von Fahrzeugen oder Drohnen stören. Manche "Scherzbolde" verändern sogar das komplette Erscheinungsbild eines Ortes - wie etwa eines Einkaufszentrums - in der AR nach ihren eigenen Vorstellungen und gegen den Willen der Besitzer und legalen Nutzer, in dem sie die AR-Oberflächen mit anderen Bildern überlagern.

Während das Angebot der Knoten der WiFi-Matrix für den normalen Benutzer das Ausmaß der Interaktion mit den aktiven Knotenpunkten begrenzt, etwa durch Zugriffs- und Read-only-Beschränkungen, gibt es sogenannte Hacking-Programme, die diese Sperren außer Kraft setzen können. Mit solcher (illegaler) Software können die Hacker - Nachfahren der Decker der alten Matrix - auf Knoten der WiFi-Matrix, RFID-Marker oder gar Teile des PAN eines anderer User (inklusive deren Cyberware) ungefragt und weit über das erlaubte Maß hinaus zugreifen. So haben sie die Möglichkeit, in einem gehackten Knoten alle Informationen zu lesen und zu editieren, Einstellungen zu verändern oder gar auf höchster Ebene auf betriebskontrollierende Einstellungen Einfluß zu nehmen - so sie Firewall und elektronische Abwehrmaßnahmen wie ICE und ECCM überwinden. ...gleiches gilt natürlich auch für die Technomancer, die mysteriösen «Kinder des Crashs» und «Zauberer der Matrix», die mit ihren komplexen Formen und Sprites Augmented und Virtual Reality und jede damit verbundene Hard- und Software beinahe nach Belieben manipulieren können, während ihre eigene "biologischen Kommlinks" als Teil der körpereigenen Wetware natürlich gegen Hackerangriffe immun sind!

Der technikfeindliche Klabauterbund im Norden der ADL lehnt (ebenso wie z. B. der schweizerische Bruder-Klaus-Bund) die Augmented Reality per se und komplett ab!

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]